Können Pflanzen zucken?

Gemüse pflanzen: Nach den Eisheiligen ins Beet!

15/10/2024

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Der Mai ist für viele Gärtner ein aufregender Monat. Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint länger und die Natur erwacht in voller Pracht. Es juckt in den Fingern, endlich die vorgezogenen Gemüsepflanzen ins Freiland zu setzen. Doch Vorsicht ist geboten! Wer zu ungeduldig ist und seine wärmeliebenden Schützlinge zu früh nach draußen bringt, riskiert, dass diese durch späte Fröste Schaden nehmen. Die Lösung? Warten Sie die Eisheiligen ab!

Inhaltsverzeichnis

Warum bis nach den Eisheiligen warten?

Gerade die ersten warmen Tage im April können trügerisch sein. Sie verleiten dazu, empfindliches Gemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika vorzeitig ins Beet zu pflanzen. Doch genau hier lauert die Gefahr: Die Eisheiligen. Diese markieren eine Kälteperiode Mitte Mai, die oft überraschend und mitunter sogar etwas verspätet eintrifft. Sinken die Temperaturen dann unter den Gefrierpunkt, kann das für bereits ausgepflanzte, wärmeliebende Gemüsepflanzen das jähe Ende bedeuten. Erfrierungen schädigen die Pflanzen nicht nur, sie können sie sogar komplett zerstören.

Welches Gemüse sollte man erst nach den Eisheiligen auspflanzen?
Wärmeliebendes Gemüse auspflanzen Nach den letzten frostigen Tagen, die die Eisheiligen oft mit sich bringen, heißt es für die im Haus vorgezogenen, empfindlichen Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken und Zucchini: Ab ins Beet!

Welches Gemüse ist besonders gefährdet?

Besonders empfindlich auf späte Fröste reagieren alle Gemüsesorten, die Wärme lieben und ursprünglich aus wärmeren Regionen stammen. Dazu gehören:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Zucchini
  • Kürbisse
  • Melonen
  • Paprika
  • Chili
  • Auberginen

Diese Gemüsesorten sollten Sie unbedingt erst nach den Eisheiligen ins Freiland setzen, um sicherzustellen, dass sie keinen Frostschaden erleiden. Andere Gemüsesorten, die weniger wärmebedürftig sind und Frost besser vertragen, wie beispielsweise Salate, Kohlrabi, Radieschen oder Erbsen, können in der Regel schon früher ins Beet.

Jungpflanzen kaufen als Alternative zur Vorzucht

Wer keine Zeit oder Möglichkeit hatte, Gemüsepflanzen selbst vorzuziehen, muss dennoch nicht auf frisches Gemüse aus dem eigenen Garten verzichten. In Gartencentern und auf Wochenmärkten gibt es im Frühjahr eine große Auswahl an vorgezogenen Jungpflanzen zu kaufen. Der Kauf von Jungpflanzen hat den Vorteil, dass man direkt mit gesunden und kräftigen Pflanzen starten kann und sich die Mühe der Anzucht spart. Für Gartenneulinge ist dies oft eine attraktive Option, um schnell zu Erfolgserlebnissen zu kommen. Allerdings ist der Kauf von Jungpflanzen in der Regel etwas teurer als die eigene Anzucht aus Samen.

Der richtige Zeitpunkt zum Auspflanzen

Durch die Voranzucht im Haus haben wärmeliebende Gemüsepflanzen einen Wachstumsvorsprung. Idealerweise stehen sie kurz vor der Blüte, wenn der Umzug ins Freiland ansteht. So verkürzt sich die Zeitspanne von der Auspflanzung bis zur ersten Ernte. Auch gekaufte Jungpflanzen sind meist schon recht weit entwickelt. Der optimale Zeitpunkt zum Auspflanzen ist gekommen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht und der Boden sich etwas erwärmt hat. Dies ist in der Regel nach den Eisheiligen der Fall, also Mitte bis Ende Mai. Gurken sind in Bezug auf Wärmebedürftigkeit noch anspruchsvoller als Tomaten oder Zucchini. Sie können bereits bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius mit Wachstumsstörungen reagieren. Daher empfiehlt es sich, Gurken erst Anfang Juni ins Freiland zu setzen. Ein Vlies kann in kühlen Nächten oder bei unerwartetem Temperatursturz zusätzlichen Schutz bieten.

Jungpflanzen abhärten: Vorbereitung auf das Beet

Setzt man Jungpflanzen direkt vom warmen Fensterbrett ins Freiland, kann das zu Stress führen. Die zarten Blätter sind die intensive Sonneneinstrahlung und den Wind noch nicht gewöhnt. Auch der Temperaturunterschied zwischen Innenraum und Außenbereich kann den Pflanzen zusetzen. Um die Jungpflanzen auf das Leben im Beet vorzubereiten, ist das sogenannte Abhärten wichtig. Damit beginnt man etwa ein bis zwei Wochen vor dem geplanten Auspflanztermin. In den ersten Tagen stellt man die Pflanzen tagsüber für einige Stunden an einen schattigen und windgeschützten Platz im Freien. Die Aufenthaltsdauer im Freien wird dann täglich etwas verlängert und die Pflanzen langsam an die Sonne gewöhnt. So können sie sich allmählich an die veränderten Umweltbedingungen anpassen und sind widerstandsfähiger, wenn sie ins Beet umziehen.

Kann man Gurken in einen Kübel Pflanzen?
Gurken in große Kübel pflanzen Um dem Boden im Gewächshaus Ruhe zu gönnen, können die Gurkenpflanzen in einen großen Kübel mit mindestens 20, besser noch 40 Liter Fassungsvermögen gepflanzt werden. In den Kübel kommt eine etwa 10 bis 15 Zentimeter dicke Schicht abgelagerter Mist.17. Apr. 2024

Der ideale Standort für wärmeliebendes Gemüse

Warm und sonnig – das sind die wichtigsten Kriterien für den Standort von Tomaten, Zucchini, Kürbissen, Melonen, Gurken, Paprika und Chili. Eine Südwand ist ein optimaler Platz, da sie tagsüber Wärme speichert und diese nachts wieder abgibt. Auch ein Südhang mit ebener Anbaufläche ist gut geeignet. Wer keinen Garten hat, kann wärmeliebendes Gemüse auch in Töpfen oder Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon anbauen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass zu kleine Pflanzgefäße zu geringeren Ernten führen können. Achten Sie auf ausreichend große Behälter, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können und die Pflanzen ausreichend Nährstoffe und Wasser aufnehmen können.

Das Einpflanzen der Jungpflanzen

Beim Einpflanzen von Jungpflanzen ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Während Tomaten, Paprika und Chili das Umpflanzen in der Regel gut vertragen, sind Kürbisse, Zucchini, Gurken und Melonen etwas empfindlicher. Daher werden diese Gemüsesorten bei der Anzucht im Haus meist direkt in einzelne Töpfe gesät, um das spätere Umpflanzen zu vermeiden. Beim Auspflanzen ins Freiland sollte man daher besonders vorsichtig vorgehen und die Wurzelballen möglichst wenig stören. Setzen Sie die Pflanzen in ausreichend großen Pflanzlöchern und gießen Sie sie nach dem Einpflanzen gut an. Wer ganz sicher gehen möchte, pflanzt sein wärmeliebendes Gemüse erst nach dem Ende der Eisheiligen ins Freiland.

Was sind die Eisheiligen?

Die Eisheiligen sind eine meteorologische Bauernregel, die eine Kälteperiode im Mai beschreibt. Sie umfassen die Gedenktage von fünf Heiligen:

  • Mamertus (11. Mai)
  • Pankratius (12. Mai)
  • Servatius (13. Mai)
  • Bonifatius (14. Mai)
  • Sophia (Kalte Sophie) (15. Mai)

Die Kalte Sophie markiert das Ende der Eisheiligen und gilt als der letzte Tag, an dem mit Bodenfrost zu rechnen ist. Bauernregeln wie „Pankraz, Servaz, Bonifaz, sind schlimme Hansel, und zum Schluss kommt noch die Kalte Sophie“ oder „Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorbei ist“ verdeutlichen die Bedeutung dieser Kälteperiode für die Landwirtschaft und den Gartenbau. Obwohl die Eisheiligen keine wissenschaftlich exakt definierte meteorologische Erscheinung sind, zeigen statistische Auswertungen, dass es im Zeitraum Mitte Mai tatsächlich häufiger zu Kälteeinbrüchen kommt. Daher ist es ratsam, sich bei der Gartenplanung an dieser Bauernregel zu orientieren und empfindliches Gemüse erst nach der Kalten Sophie ins Freiland zu setzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann genau sind die Eisheiligen?
Die Eisheiligen sind vom 11. bis zum 15. Mai. Die Kalte Sophie am 15. Mai markiert das Ende dieser Periode.
Welche Gemüsesorten sind besonders frostempfindlich?
Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Melonen, Paprika, Chili und Auberginen sind besonders anfällig für Frostschäden.
Was tun, wenn ich mein Gemüse zu früh ausgepflanzt habe und Frost droht?
Decken Sie die Pflanzen bei Frostgefahr mit Vlies, Folie oder alten Decken ab, um sie vor dem Erfrieren zu schützen. Kleinere Pflanzen können Sie auch mit Eimern oder Töpfen abdecken.
Kann ich meine Pflanzen auch im Kübel vorziehen und erst später ins Beet setzen?
Ja, das ist eine gute Möglichkeit, um die Pflanzzeit flexibler zu gestalten. Kübelpflanzen können bei Frostgefahr leichter ins Haus oder an einen geschützten Ort gebracht werden.
Sind die Eisheiligen jedes Jahr gleich streng?
Nein, die Intensität der Kälteperiode während der Eisheiligen variiert von Jahr zu Jahr. Manchmal fallen die Fröste milder aus oder bleiben sogar ganz aus. Dennoch ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen und empfindliches Gemüse erst nach den Eisheiligen auszupflanzen.

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