03/03/2026
Der Schweizer Bestsellerautor Martin Suter ist zurück mit einem neuen Roman, der die Herzen seiner Leser höherschlagen lässt. In „Allmen und Herr Weynfeldt“, erschienen im renommierten Diogenes-Verlag am 20. März, treffen zwei seiner beliebtesten Romanfiguren aufeinander: Johann Friedrich von Allmen, der elegante und manchmal etwas mittellose Kunstdetektiv aus der Allmen-Reihe, und Adrian Weynfeldt, der reiche Kunstmäzen, den wir bereits aus „Der letzte Weynfeldt“ kennen. Diese unerwartete Begegnung verspricht ein spannendes und unterhaltsames Lesevergnügen für alle Suter-Fans und solche, die es noch werden wollen.

- Ein Gemälde verschwindet, ein Detektiv ermittelt
- Zwei Welten treffen aufeinander: Allmen und Weynfeldt
- Intrigen, Geheimnisse und eine Prise Erotik
- Martin Suters Welt: Charmante Herren und feine Gesellschaft
- Der Autor Martin Suter: Ein Meister des geschliffenen Stils
- Fazit: Ein Lesegenuss für Suter-Fans und Krimi-Liebhaber
Ein Gemälde verschwindet, ein Detektiv ermittelt
Die Geschichte nimmt ihren Lauf, als in Weynfeldts noblem Anwesen ein wertvolles Gemälde auf mysteriöse Weise von der Wand verschwindet. Für Weynfeldt, der Diskretion über alles schätzt, kommt die Einschaltung der Polizei nicht in Frage. Glücklicherweise – oder vielleicht auch berechnend – bietet sich Johann Friedrich von Allmen an, den Fall aufzuklären. Allmen, der stets um seinen Ruf als Lebemann bemüht ist, sieht in diesem Auftrag eine willkommene Gelegenheit, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und gleichzeitig seine prekäre finanzielle Situation zu verbessern. Denn hinter der Fassade des mondänen Detektivs verbirgt sich ein Mann, der zwar gerne den großen Auftritt genießt, aber in Wahrheit in bescheidenen Verhältnissen lebt, nachdem er seine Villa verkaufen musste und in ein Gartenhäuschen gezogen ist.
Zwei Welten treffen aufeinander: Allmen und Weynfeldt
Die Dynamik zwischen Allmen und Weynfeldt ist ein zentrales Element des Romans. Beide Figuren bewegen sich in der Welt des Geldes und des Prestiges, doch ihre Hintergründe und Motivationen sind unterschiedlich. Weynfeldt, der Erbe und Kunstmäzen, ist von Menschen umgeben, deren Zuneigung oft von finanziellen Interessen geleitet ist. Er ist sich dessen bewusst, scheint es aber mit einer gewissen Nonchalance zu akzeptieren. Allmen hingegen inszeniert sein Leben in gehobenen Kreisen, obwohl er sich das dafür nötige Geld oft erst leihen muss. Diese Diskrepanz zwischen Schein und Sein, zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und der Realität des Lebens, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Intrigen, Geheimnisse und eine Prise Erotik
Im Zuge seiner Ermittlungen gerät Allmen in Weynfeldts illustren Freundeskreis, der aus Künstlern und Lebemännern besteht. Die Atmosphäre ist von Anfang an von Misstrauen und Geheimnissen geprägt. Als kurz vor dem Verschwinden des Gemäldes ein Gast unter dubiosen Umständen stirbt, nimmt die Geschichte eine düstere Wendung. War es wirklich ein Unfall, wie es zunächst scheint? Allmen muss nicht nur das verschwundene Gemälde finden, sondern auch die Wahrheit hinter dem mysteriösen Todesfall aufdecken. Dabei gerät nicht nur Weynfeldts Freundeskreis ins Visier, sondern auch seine geheimnisvolle Geliebte, eine Frau von betörender Schönheit und unstillbarer sexueller Begierde. Die Auflösung des Falls ist schließlich unerwartet und raffiniert, und sie kommt – typisch Suter – nicht ohne eine Prise Erotik und elegante Tricksereien aus.
Martin Suters Welt: Charmante Herren und feine Gesellschaft
„Allmen und Herr Weynfeldt“ ist ein typischer Suter-Roman: Die Handlung spielt in einer Welt der feinen Gesellschaft, bevölkert von älteren Herren, die sich als Künstler oder Lebemänner sehen. Sie pflegen einen charmanten, etwas altmodischen Lebensstil, zahlen ungern mit Kreditkarte, lassen sich von Chauffeuren fahren, geben großzügig Trinkgeld und dinieren in exquisiten Restaurants. Suter zeichnet diese Welt mit ironischem Augenzwinkern und einem feinen Gespür für die Marotten und Eitelkeiten seiner Figuren. Auch die Frauenfiguren in Suters Romanen entsprechen oft einem klassischen Schönheitsideal, wie die Beschreibung von Weynfeldts Geliebten Bianca zeigt: „Bianca war von hinreißender Natürlichkeit, wie die Bauernmädchen, für die er … geschwärmt hatte, aber mit einem Gesicht und Körper wie von Michelangelo aus Carrara-Marmor gemeißelt und poliert.“
Der Autor Martin Suter: Ein Meister des geschliffenen Stils
Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, ist einer der erfolgreichsten Schweizer Schriftsteller der Gegenwart. Seine Romane sind bekannt für ihre spannenden Plots, ihren eleganten Stil und ihre präzise Beobachtungsgabe. Suter schreibt seine Bücher übrigens von Hand, eine fast schon nostalgische Arbeitsweise in unserer digitalen Welt. Er begründet dies damit, dass moderne Software seine Handschrift in Gedrucktes umwandeln kann und er sich durch die Technik paradoxerweise „immer altmodischer“ fühle. Diese Anekdote unterstreicht Suters Hang zum Traditionellen und seine Liebe zum Handwerk des Schreibens.
Fazit: Ein Lesegenuss für Suter-Fans und Krimi-Liebhaber
Mit „Allmen und Herr Weynfeldt“ liefert Martin Suter erneut einen Roman ab, der seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Die Mischung aus spannender Kriminalgeschichte, feiner Gesellschaftssatire und einem Hauch von Erotik ist typisch für Suters Werk und garantiert ein unterhaltsames Lesevergnügen. Wer die Allmen-Reihe oder Suters Romane im Allgemeinen schätzt, wird auch an diesem Buch seine Freude haben. Und für alle, die Suter noch nicht kennen, ist „Allmen und Herr Weynfeldt“ ein idealer Einstieg in sein faszinierendes literarisches Universum. Der Roman ist im Diogenes-Verlag erschienen und seit dem 20. März im Buchhandel erhältlich. Lassen Sie sich entführen in die Welt von Allmen und Weynfeldt – es lohnt sich!
