Welche Pflanzen können Wasser speichern?

Crassula: Ist sie giftig & wie pflegt man sie?

06/10/2024

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Die Crassula, oft auch als Geldbaum oder Glücksbaum bekannt, erfreut sich als Zimmerpflanze großer Beliebtheit. Doch immer wieder taucht die Frage auf: Ist die Crassula eigentlich giftig? Und wie pflegt man diese robuste Sukkulente richtig, damit sie prächtig gedeiht? In diesem Artikel beantworten wir diese Fragen und geben Ihnen umfassende Informationen rund um die Crassula.

Ist Crassula giftig?
Ja, die Crassula ist beim Verzehr leicht giftig. Wenn Ihr Kind oder Ihr Haustier es verschluckt hat, ist es am besten, wenn Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Die Crassula gehört zu den Sukkulenten und ist kein Kaktus, wie manchmal angenommen wird.
Inhaltsverzeichnis

Ist die Crassula giftig?

Die gute Nachricht für alle Pflanzenliebhaber und Familien mit Kindern: Für Menschen gilt die Crassula als nicht giftig. Sie können die Pflanze also bedenkenlos in Ihrem Zuhause aufstellen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, wenn Kinder oder Erwachsene versehentlich ein Blatt berühren oder sogar in den Mund nehmen. Allerdings sollte man natürlich keine Pflanzenteile in größeren Mengen verzehren.

Anders sieht es bei Haustieren aus. Für Katzen und Hunde kann die Crassula leicht giftig sein. Die in der Pflanze enthaltenen Stoffe können bei Verzehr zu Symptomen wie Erbrechen, Durchfall, oder auch Lethargie führen. Die Vergiftung durch Crassula ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, aber dennoch unangenehm für Ihr Tier. Sollte Ihr Haustier Pflanzenteile gefressen haben und Symptome zeigen, konsultieren Sie am besten einen Tierarzt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir, die Crassula so aufzustellen, dass sie für Haustiere unerreichbar ist. Ein erhöhter Standort oder ein Platz in einem Raum, zu dem Ihre Tiere keinen Zugang haben, sind ideale Lösungen.

Was ist eine Crassula überhaupt?

Die Crassula gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist eine Sukkulente. Oftmals wird sie fälschlicherweise für einen Kaktus gehalten, doch Kakteen sind zwar auch Sukkulenten, aber eben nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass Kakteen in der Regel keine Blätter haben, während die Crassula für ihre fleischigen, saftigen Blätter bekannt ist. Diese Blätter dienen der Pflanze als Wasserspeicher, was sie besonders pflegeleicht und trockenheitsverträglich macht.

In der Feng Shui-Lehre symbolisiert die Crassula, insbesondere die Crassula ovata, finanzielles Glück und Wohlstand. Daher rührt auch der Name Geldbaum. Man glaubt, dass die Pflanze positive Energie anzieht und den finanziellen Fluss im Haus fördert. Ob man daran glaubt oder nicht, die Crassula ist in jedem Fall eine dekorative und pflegeleichte Ergänzung für jedes Zuhause.

Crassula als Zimmerpflanze

Die Crassula eignet sich hervorragend als Zimmerpflanze, da sie relativ anspruchslos ist und auch Anfänger im Umgang mit Pflanzen Freude an ihr haben werden. Ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber trockener Luft und Lichtmangel machen sie zu einer idealen Pflanze für moderne Wohnungen und Büros.

In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Crassula oft zwischen Felsen und in kargen Böden. Daher ist sie es gewohnt, mit weniger Nährstoffen und Wasser auszukommen. Diese Anpassungsfähigkeit spiegelt sich auch in ihrer Pflegeleichtigkeit als Zimmerpflanze wider.

Verschiedene Crassula-Arten

Es gibt eine Vielzahl von Crassula-Arten, die sich in Form, Farbe und Größe unterscheiden. Die bekannteste Art ist die Crassula ovata, auch bekannt als Jadebaum oder Pfennigbaum. Sie zeichnet sich durch ihre runden, fleischigen, glänzend grünen Blätter aus, die bei starker Sonneneinstrahlung einen rötlichen Rand bekommen können. Die jungen Triebe haben die gleiche Farbe und Textur wie die Blätter, werden aber mit zunehmendem Alter braun und holzig.

Neben der Crassula ovata gibt es noch viele weitere interessante Arten, wie zum Beispiel:

  • Crassula argentea (wird oft synonym zu Crassula ovata verwendet)
  • Crassula muscosa (Bärlappkraut-Dickblatt) mit kleinen, schuppenartigen Blättern
  • Crassula perforata (Durchwachsenblättriges Dickblatt) mit durchlöcherten Blättern
  • Crassula falcata (Sichelförmiges Dickblatt) mit sichelförmigen Blättern
  • Crassula capitella 'Campfire' (Feuer-Dickblatt) mit intensiv roten Blättern

Die meisten Crassula-Arten werden als Zimmerpflanzen kultiviert, einige sind jedoch auch bedingt winterhart und können in milden Regionen im Garten wachsen.

Pflegeanleitung für Crassula

Damit Ihre Crassula optimal gedeiht und Ihnen lange Freude bereitet, ist die richtige Pflege entscheidend. Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Standort

Crassula bevorzugt einen hellen Standort, idealerweise mit direkter Sonneneinstrahlung. Ein Südfenster oder Westfenster ist perfekt. Auch ein Ostfenster ist geeignet, solange die Pflanze genügend Licht bekommt. In dunkleren Räumen kann die Crassula zwar auch überleben, wird aber weniger kompakt wachsen und ihre Blätter können blasser werden. Im Sommer kann die Crassula auch gerne ins Freie auf einen sonnigen Balkon oder eine Terrasse umziehen. Achten Sie aber darauf, sie vor dem ersten Frost wieder ins Haus zu holen.

Gießen

Als Sukkulente speichert die Crassula Wasser in ihren Blättern und ist daher sehr trockenheitsverträglich. Gießen Sie mäßig während der Wachstumsperiode von April bis September. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben gut antrocknen. Im Winter, während der Ruheperiode, benötigt die Crassula noch weniger Wasser. Ein- bis zweimal im Monat gießen ist dann meist ausreichend. Vermeiden Sie Staunässe unbedingt, da diese zu Wurzelfäule führen kann. Ein guter Indikator für den richtigen Zeitpunkt zum Gießen ist, wenn die oberste Erdschicht trocken ist.

Substrat

Crassula benötigt ein gut durchlässiges Substrat, um Staunässe zu vermeiden. Verwenden Sie am besten spezielle Kakteen- und Sukkulentenerde oder mischen Sie herkömmliche Blumenerde mit etwas Sand oder Tongranulat, um die Drainage zu verbessern. Beim Umtopfen können Sie zusätzlich eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton am Topfboden einfügen.

Wie pflegt man Dickblattgewächse?
Die Erde ist nur feucht, nie nass zu halten, wobei sie vor dem erneuten Giessen immer zuerst abgetrocknet sein sollte. Im Winter wäre es sogar ideal, wenn sie über Wochen trocken belassen würde. Im Sommer muss für längere Regenperioden ein Regenschutz vorgesehen werden.

Düngen

In der Wachstumsperiode von Frühling bis Spätsommer können Sie die Crassula alle 2-3 Wochen mit einem flüssigen Kakteen- und Sukkulentendünger düngen. Halten Sie sich dabei an die Dosierungsanleitung auf der Verpackung. Im Winter ist keine Düngung erforderlich.

Temperatur

Die Crassula bevorzugt warme Temperaturen im Sommer, ideal sind 20-25°C. Im Winter kann sie etwas kühler stehen, aber die Temperatur sollte nicht unter 10°C fallen. Ein kühlerer Standort im Winter kann sogar die Blütenbildung fördern, obwohl Crassula in Innenräumen eher selten blüht.

Umtopfen

Junge Crassula sollten jährlich umgetopft werden, ältere Pflanzen alle 2-3 Jahre. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr. Wählen Sie einen Topf, der etwas größer ist als der vorherige. Verwenden Sie frisches Substrat und achten Sie darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Häufige Probleme und Schädlinge

Die Crassula ist eine robuste Pflanze, die relativ wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge ist. Die häufigsten Probleme entstehen meist durch Pflegefehler:

  • Überwässerung: Führt zu Wurzelfäule und weichen, matschigen Blättern. Achten Sie darauf, die Erde zwischen den Wassergaben gut antrocknen zu lassen und Staunässe zu vermeiden.
  • Sonnenbrand: Bei zu intensiver, direkter Sonneneinstrahlung, insbesondere im Hochsommer, können die Blätter Sonnenbrand bekommen. Anzeichen dafür sind braune, trockene Flecken auf den Blättern. In diesem Fall sollten Sie die Pflanze etwas schattiger stellen.

Schädlinge treten bei Crassula eher selten auf. Gelegentlich können Schmierläuse oder Wollläuse auftreten. Diese können Sie mit einem feuchten Tuch abwischen oder mit einem geeigneten Insektizid bekämpfen.

Crassula vermehren

Die Crassula lässt sich sehr einfach durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie dazu im Frühjahr oder Sommer einen gesunden Trieb ab und lassen Sie die Schnittstelle einige Tage antrocknen. Stecken Sie den Steckling anschließend in Kakteen- und Sukkulentenerde und halten Sie die Erde leicht feucht. An einem hellen, warmen Standort wurzelt der Steckling in der Regel innerhalb weniger Wochen.

Auch durch Blattstecklinge ist die Vermehrung möglich, dauert aber etwas länger. Legen Sie dazu ein gesundes Blatt auf feuchte Erde und warten Sie, bis sich Wurzeln und neue Triebe bilden.

Fazit

Die Crassula ist eine wunderschöne und pflegeleichte Zimmerpflanze, die nicht nur dekorativ ist, sondern laut Feng Shui auch Glück und Wohlstand bringen soll. Sie ist für Menschen nicht giftig, kann aber für Haustiere leicht giftig sein. Mit der richtigen Pflege, insbesondere einem hellen Standort und mäßigem Gießen, wird Ihnen Ihre Crassula lange Freude bereiten und zu einem attraktiven Blickfang in Ihrem Zuhause werden. Sie ist die ideale Pflanze für alle, die wenig Zeit für Pflanzenpflege haben oder gerade erst mit der Pflanzenwelt beginnen möchten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Crassula giftig?

Für Menschen ist die Crassula nicht giftig. Für Haustiere (Katzen und Hunde) kann sie leicht giftig sein.

Wie oft muss ich die Crassula gießen?

Während der Wachstumsperiode (April-September) mäßig gießen und die Erde zwischen den Wassergaben gut antrocknen lassen. Im Winter seltener gießen (ca. 1-2 Mal im Monat).

Welchen Standort bevorzugt die Crassula?

Einen hellen Standort mit direkter Sonneneinstrahlung, idealerweise Südfenster oder Westfenster.

Welche Erde ist für Crassula geeignet?

Kakteen- und Sukkulentenerde oder Blumenerde gemischt mit Sand oder Tongranulat.

Kann ich die Crassula vermehren?

Ja, ganz einfach durch Stecklinge oder Blattstecklinge.

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