Kann man Chicorée im Garten anbauen?

Chicorée: Anbau, Pflege & Genuss im eigenen Garten

17/10/2021

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Chicorée ist ein vielseitiges und gesundes Wintergemüse, das sowohl roh als auch gekocht genossen werden kann. Viele Menschen kennen Chicorée aus dem Supermarktregal, aber wussten Sie, dass man Chicorée auch im eigenen Garten anbauen kann? Dieser Artikel beleuchtet alles Wissenswerte rund um den Chicorée, von Anbau und Pflege bis hin zu gesundheitlichen Vorteilen und leckeren Zubereitungstipps.

Für was ist Chicorée gesund?
Chicorée ist sehr gesund Wegen seiner Bitterstoffe ist Chicorée sehr gesund, denn diese sind gut für Verdauung, Stoffwechsel und Kreislauf. Er ist reich an Kalium, Folsäure und Zink sowie an Vitamine A, B und C. Außerdem haben 100 Gramm Chicorée nur 16 Kilokalorien, aber sehr viel Inulin.
Inhaltsverzeichnis

Kann man Chicorée im Garten anbauen? – Eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Ja, der Anbau von Chicorée im eigenen Garten ist ein spannendes Projekt, das mit frischen und gesunden Sprossen belohnt wird. Während der eigentliche Sprossenwuchs in der dunklen Treiberei stattfindet, beginnt alles mit der Aussaat und dem Heranziehen kräftiger Wurzeln im Garten. Hier ist eine detaillierte Anleitung, wie Sie Chicorée erfolgreich im Garten anbauen können:

1. Die richtige Sorte wählen

Für den Anbau im Garten und die anschließende Treiberei eignen sich spezielle Chicorée-Sorten. Achten Sie beim Kauf von Saatgut auf Sorten, die für die Treiberei empfohlen werden. Beliebte Sorten sind beispielsweise 'Zoom', die, wie bereits erwähnt, keine Erdabdeckung während der Treiberei benötigt, oder klassische Sorten, die eine Erdabdeckung erfordern. Informieren Sie sich im Fachhandel oder auf der Saatgutpackung über die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Sorte.

2. Aussaat und Anzucht im Frühjahr

Die Aussaat von Chicorée erfolgt im Frühjahr, idealerweise zwischen April und Mai. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerem, humosem Boden. Bereiten Sie den Boden vor, indem Sie ihn auflockern und gegebenenfalls mit Kompost anreichern. Säen Sie die Samen direkt ins Freiland in Reihen mit einem Abstand von etwa 30-40 cm. Die Saattiefe beträgt ca. 1-2 cm. Halten Sie den Boden während der Keimung feucht. Nach dem Aufgang der Keimlinge können Sie die Pflanzen vereinzeln, sodass ein Abstand von etwa 10-15 cm zwischen den einzelnen Pflanzen besteht.

3. Pflege während der Wachstumsphase

Während der Wachstumsphase benötigt Chicorée regelmäßige Pflege. Dazu gehören:

  • Gießen: Achten Sie auf eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, besonders in trockenen Perioden. Vermeiden Sie jedoch Staunässe.
  • Unkrautbekämpfung: Halten Sie das Beet unkrautfrei, um Konkurrenz um Nährstoffe und Licht zu vermeiden.
  • Düngen: Eine moderate Düngung mit organischem Dünger, wie Kompost oder Hornspänen, kann das Wachstum fördern. Überdüngen Sie jedoch nicht, da dies die Qualität der Wurzeln beeinträchtigen kann.

4. Ernte der Wurzeln im Herbst

Im Herbst, etwa von Oktober bis November, sind die Chicorée-Wurzeln erntereif. Graben Sie die Wurzeln vorsichtig aus dem Boden. Entfernen Sie das Grünlaub, wobei Sie die Blätter etwa 2-3 cm oberhalb der Wurzel abschneiden. Sortieren Sie beschädigte oder zu kleine Wurzeln aus. Für die Treiberei eignen sich, wie im Text erwähnt, Rüben mit einem Durchmesser von 3 bis 6 cm und einer Länge von ca. 15 cm am besten.

Sind Chicorée und Wegwarte das Gleiche?
Auch Chicorée ist Wegwarte Chicorée ist eine Zuchtform der Wegwarte. Erst im 19. Jahrhundert stieß man darauf, dass aus eingelagerten Wurzeln, die man zur Überwinterung mit Erde abgedeckt hatte, 15 bis 20 Zentimeter lange und bis zu fünf Zentimeter dicke Knospen sprießten, die sich als essbar erwiesen.

5. Vorbereitung der Wurzeln für die Treiberei

Nach der Ernte müssen die Wurzeln vorbereitet werden, bevor sie in die Treiberei kommen. Lagern Sie die Wurzeln zunächst für einige Wochen kühl und trocken, beispielsweise im Keller oder in einer Erdmiete. Diese Vorkühlung ist wichtig, um den Austrieb zu fördern. Direkt vor der Treiberei können Sie die Wurzeln bei Bedarf noch etwas einkürzen, sodass sie besser in die Treibgefäße passen.

6. Die Chicorée-Treiberei – Sprossen ziehen im Dunkeln

Die eigentliche Chicorée-Treiberei findet in Kisten oder Eimern an einem dunklen und warmen Ort statt. Befolgen Sie dabei die im ursprünglichen Text beschriebenen Schritte:

  • Gefäße mit Abzugslöchern verwenden.
  • Eine etwa 10 cm hohe Schicht aus Erde, Torf und Sand einfüllen.
  • Rüben dicht an dicht auf die Schicht stellen.
  • Etwas Erde zwischen die Wurzeln schlemmmen (nicht die Sprosstriebe nass machen).
  • Je nach Sorte mit Erde oder lichtundurchlässiger Folie abdecken.
  • Gefäße an einen dunklen Ort mit 12 bis 18 °C stellen.

Während der Treiberei ist es wichtig, die Erde leicht feucht zu halten. Nach etwa 21 bis 26 Tagen können Sie die ersten Chicorée-Sprossen ernten.

7. Ernte der Chicorée-Sprossen

Die Chicorée-Sprossen sind erntereif, wenn sie fest geschlossen und hell sind. Ernten Sie die Sprossen vorsichtig, indem Sie sie knapp oberhalb der Wurzel abschneiden. Von jeder Wurzel kann nur einmal geerntet werden. Nach der Ernte sollten die Sprossen möglichst bald verarbeitet werden, da sie nicht lange lagerfähig sind.

Was ist Chicorée eigentlich? – Mehr als nur Salat

Chicorée ist mehr als nur ein Salat im Winter. Botanisch gesehen ist er eine Kulturform der Zichorie, auch bekannt als Wilde Wegwarte. Diese Zugehörigkeit zur Zichoriengattung erklärt auch die enge Verwandtschaft zur Wegwarte und zum Radicchio. Die Zichorienwurzeln sind das eigentliche Geheimnis des Chicorées. Sie werden im Herbst geerntet und dienen als Basis für die Treiberei der knackigen, hellen Sprossen. Interessanterweise wurden die Wurzeln früher auch als Kaffee-Ersatz verwendet, ein Beweis für die Vielseitigkeit dieser Pflanze. Auch heute noch findet man Zichorienwurzelpulver in einigen Getreidekaffee-Mischungen. Die Wurzeln selbst sind ebenfalls essbar und können gekocht als Gemüsebeilage dienen.

Wie wächst Chicorée Salat?
Wie wächst Chicorée? Chicorée-Pflanzen werden im Frühjahr ausgesät. Im Herbst werden die Wurzeln aus dem Boden genommen, gekühlt gelagert und später in Treibereien gezogen. Der Chicorée wächst aus der Wurzel heraus, sobald er in dunkle und warme Räume gebracht wird.

Chicorée vs. Wegwarte: Wo liegt der Unterschied?

Oftmals herrscht Verwirrung darüber, ob Chicorée und Wegwarte das Gleiche sind. Technisch gesehen ist Chicorée eine spezielle Zuchtform der Wegwarte. Die Wegwarte wächst wild am Wegesrand und blüht wunderschön blau. Sie wird jedoch in der Regel nicht kommerziell als Gemüse angebaut. Chicorée hingegen wurde speziell für den Anbau und die Treiberei gezüchtet, um die begehrten Sprossen zu gewinnen. Obwohl beide Pflanzen zur selben Art gehören, unterscheiden sie sich in ihrer Wuchsform und Nutzung deutlich.

Chicorée und die Gesundheit – Bitterstoffe mit positiver Wirkung

Chicorée ist nicht nur kalorienarm, sondern auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen, die ihn zu einem gesunden Lebensmittel machen. Besonders hervorzuheben sind die Bitterstoffe, die dem Chicorée seinen charakteristischen Geschmack verleihen. Diese Bitterstoffe sind jedoch nicht nur für den Geschmack verantwortlich, sondern auch für zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit:

  • Verdauungsfördernd: Bitterstoffe regen die Produktion von Magensäure und Gallenflüssigkeit an und fördern so die Verdauung.
  • Stoffwechselanregend: Sie können den Stoffwechsel ankurbeln und somit zur Gewichtsregulation beitragen.
  • Kreislaufstärkend: Bitterstoffe können sich positiv auf den Kreislauf auswirken.

Darüber hinaus ist Chicorée eine gute Quelle für:

  • Vitamine: Vitamin A, B-Vitamine (insbesondere Folsäure) und Vitamin C tragen zur Stärkung des Immunsystems und zur Zellgesundheit bei.
  • Mineralstoffe: Kalium, Zink und andere Mineralstoffe sind wichtig für verschiedene Körperfunktionen, wie z.B. den Wasserhaushalt, das Immunsystem und den Zellstoffwechsel.
  • Ballaststoffe: Inulin, ein пребиотический Ballaststoff im Chicorée, fördert eine gesunde Darmflora und sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Dies kann helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Heißhungerattacken vorzubeugen.

Mit nur 16 kcal pro 100g ist Chicorée ein echtes Leichtgewicht und somit ideal für eine bewusste und kalorienarme Ernährung.

Chicorée in der Küche: Vielseitige Zubereitungstipps für Genießer

Chicorée ist ein echter Küchenallrounder und lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten. Sein leicht herber, nussiger Geschmack macht ihn zu einer interessanten Zutat für zahlreiche Gerichte. Ob roh, gedünstet, gebraten oder überbacken – Chicorée bietet immer wieder neue Geschmackserlebnisse.

Kann man Chicorée im Garten anbauen?
Ein zu starkes Stickstoffangebot mindert zum Beispiel die Qualität der Rüben und führt in der Treiberei zu Problemen. Von Anfang bis Ende Mai kann Chicorée direkt auf dem Beet ausgesät werden. Die Samen werden in 2 bis 3 cm tiefe Rillen mit einem Abstand von 30 cm ausgebracht und mit Erde abgedeckt.

Chicorée roh genießen: Salate und Fingerfood

Roh ist Chicorée eine erfrischende und knackige Zutat für Salate. Kombinieren Sie ihn mit:

  • Obst: Äpfel, Birnen, Orangen oder Mandarinen sorgen für eine fruchtige Süße, die gut mit der Bitterkeit des Chicorées harmoniert.
  • Nüssen und Kernen: Walnüsse, Haselnüsse oder Sonnenblumenkerne bringen einen zusätzlichen Crunch und gesunde Fette in den Salat.
  • Käse: Kräftige Käsesorten wie Blauschimmelkäse, Feta oder Ziegenkäse bilden einen spannenden Kontrast zum Chicorée.
  • Dressings: Ein Honig-Senf-Dressing, eine Vinaigrette mit Balsamico oder ein cremiges Joghurt-Dressing passen hervorragend zu Chicorée-Salaten.

Einzelne Chicorée-Blätter eignen sich auch wunderbar als Fingerfood-Schiffchen. Füllen Sie sie mit Dips, Cremes, Käsewürfeln oder kleinen Salatportionen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Gegarter Chicorée: Warm und herzhaft

Gegart verliert Chicorée einen Teil seiner Bitterkeit und entwickelt einen milderen, leicht süßlichen Geschmack. Probieren Sie Chicorée:

  • Gedünstet: In etwas Butter oder Öl angebraten und mit Brühe oder Weißwein abgelöscht, wird Chicorée zu einer zarten Beilage. Verfeinern Sie ihn mit Kräutern wie Thymian oder Rosmarin.
  • Überbacken: Chicorée-Aufläufe sind besonders im Winter beliebt. Wickeln Sie die Sprossen in Schinken, legen Sie sie in eine Auflaufform und übergießen Sie sie mit Béchamelsoße und Käse. Im Ofen überbacken entsteht ein herzhaftes und wärmendes Gericht.
  • Gebraten: In der Pfanne oder auf dem Grill gebraten, bekommt Chicorée Röstaromen und eine leicht karamellisierte Note. Servieren Sie ihn als Beilage zu Fleisch oder Fisch.

Tipp gegen Bitterkeit: Wer die Bitterkeit des Chicorées reduzieren möchte, kann den Strunk keilförmig herausschneiden oder die Blätter kurz in Milch oder Salzwasser einlegen.

Einkauf und Lagerung von Chicorée: Frischequalität erkennen

Beim Kauf von Chicorée sollten Sie auf Frischequalität achten. Achten Sie auf folgende Merkmale:

  • Feste Sprossen: Die Sprossen sollten fest geschlossen und knackig sein.
  • Helle Farbe: Weißer Chicorée sollte eine helle, fast weiße Farbe mit leicht gelblichen Spitzen haben. Roter Chicorée sollte intensive rote Blattspitzen zeigen.
  • Keine Welken Blätter: Vermeiden Sie Chicorée mit welken oder braunen Außenblättern.

Die richtige Lagerung ist entscheidend für die Haltbarkeit von Chicorée. Lagern Sie ihn:

  • Dunkel: Licht fördert die Bitterstoffbildung und lässt Chicorée schnell bitter werden und sich verfärben.
  • Kühl: Im Gemüsefach des Kühlschranks ist Chicorée am besten aufgehoben.
  • Feucht: Wickeln Sie die Sprossen in ein feuchtes Küchentuch oder legen Sie sie in einen perforierten Plastikbeutel, um Austrocknung zu vermeiden.

So gelagert hält sich Chicorée etwa eine Woche frisch.

Häufige Fragen zu Chicorée – Antworten für Neugierige

Ist roter Chicorée milder als weißer Chicorée?
Ja, roter Chicorée ist eine Kreuzung aus herkömmlichem Chicorée und Radicchio und hat einen etwas milderen, weniger bitteren Geschmack. Er eignet sich besonders gut für Salate.
Wie lagert man Chicorée richtig, damit er nicht bitter wird?
Die wichtigste Regel ist die dunkle Lagerung. Licht fördert die Bitterstoffbildung. Lagern Sie Chicorée daher immer im Dunkeln und kühl, am besten im Kühlschrank in ein feuchtes Küchentuch eingewickelt.
Ist Chicorée gesund und für wen ist er besonders geeignet?
Ja, Chicorée ist sehr gesund und für fast jeden geeignet. Besonders profitieren Menschen von Chicorée, die auf eine gesunde Verdauung, einen stabilen Blutzuckerspiegel und eine kalorienarme Ernährung achten. Aufgrund seiner Bitterstoffe sollte Chicorée jedoch von Menschen mit empfindlichem Magen in Maßen genossen werden.
Kann man den Strunk von Chicorée mitessen oder sollte man ihn entfernen?
Der Strunk von Chicorée ist essbar, enthält aber die meisten Bitterstoffe. Wer einen milderen Geschmack bevorzugt, kann den Strunk keilförmig herausschneiden. Ansonsten kann der Strunk mitgegessen werden und liefert wertvolle Ballaststoffe.
Warum wächst Chicorée im Dunkeln?
Chicorée wird im Dunkeln getrieben, um die Bildung von Chlorophyll zu verhindern. Chlorophyll ist der grüne Farbstoff in Pflanzen, der durch Licht entsteht und Bitterstoffe verstärkt. Durch die Dunkelheit bleiben die Sprossen hell und zart und entwickeln einen milderen Geschmack.

Chicorée ist ein faszinierendes und vielseitiges Gemüse, das sowohl im Garten als auch in der Küche eine Bereicherung darstellt. Probieren Sie den Anbau im eigenen Garten aus und entdecken Sie die vielen leckeren Zubereitungsmöglichkeiten dieses gesunden Wintergemüses! Lassen Sie sich von dem leicht herben Geschmack überraschen und genießen Sie die positiven Effekte auf Ihre Gesundheit.

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