Wie verwendet man Brotklee?

Brotklee: Anbau, Verwendung und alles Wissenswerte

03/10/2024

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Brotklee, auch bekannt als Schabzigerklee, ist ein aromatisches Kraut, das besonders in Alpenregionen verbreitet ist und nicht nur in der traditionellen Küche, sondern auch im eigenen Garten immer beliebter wird. Dieses vielseitige Gewürzkraut, mit seinem einzigartigen Geschmack, bereichert sowohl herzhafte Speisen als auch den Kräutergarten. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte über Herkunft, Anbau, Verwendung und die besonderen Eigenschaften des Brotklees.

Für was ist Brotklee gut?
Brotklee wird ähnlich wie Bockshornklee auch als Heilpflanze geschätzt. In der Volksmedizin gelten die Schmetterlingsgewächse (Fabaceae) als appetitanregend und verdauungsfördernd. Auch die im Brotklee enthaltenden Bitterstoffe und ätherischen Öle sind gesundheitsfördernd und geschmacksverstärkend.16. Dez. 2021
Inhaltsverzeichnis

Was ist Brotklee?

Streng genommen ist Brotklee (Trigonella caerulea) ein Sammelbegriff für verschiedene Brotkräuter aus der Familie der Schmetterlingsblütler. Meistens ist jedoch der sogenannte Schabzigerklee gemeint. Ursprünglich stammt Brotklee aus dem Kaukasus, dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa. Heute findet man ihn vor allem in alpinen Regionen, wo er als traditionelles Gewürz geschätzt wird, insbesondere in der Schweiz und Tirol. Das Hochgebirgsklima trägt massgeblich zur Entwicklung seines einzigartigen Aromas bei.

Herkunft und Verbreitung

Wie der Name schon andeutet, ist Brotklee eng mit der Brotkultur verbunden. Seine Ursprünge liegen im Kaukasus, dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa. Heute ist er vor allem in den Alpenregionen heimisch, wo er auf Bergwiesen wächst. In diesen Höhenlagen, ab etwa 1000 Metern, entwickelt er sein charakteristisch würziges Aroma besonders intensiv. Das raue Klima der Hochgebirge lässt ihn zwar langsamer wachsen, intensiviert aber gleichzeitig seinen Geschmack.

Anbau im eigenen Garten

Brotklee ist nicht nur ein nützliches Gewürzkraut, sondern auch eine attraktive Zierpflanze. Seine hellblauen Blüten sind eine Augenweide und ziehen gleichzeitig Bienen und andere Insekten an. Für Bestäuberinsekten sind sie eine wertvolle Nahrungsquelle. Daher lässt sich Brotklee hervorragend mit anderen bienenfreundlichen Pflanzen kombinieren.

Sind Brotklee und Bockshornklee das Gleiche?
Etwas milder als Bockshornklee aber doch aromatisch herb im Geschmack, wird der Schabzigerklee, der auch als Brotklee bekannt ist, gerne zum Würzen verwendet. Die Schweizer machen daraus Käse und in Südtirol wird Schabzigerklee vorwiegend als typisches Brotgewürz für Vinschgauer Fladen verwendet.

Standort und Boden

Wenn Sie Brotklee selbst anbauen möchten, können Sie ihn im Garten, im Kübel oder auf dem Balkon pflanzen. Als Zimmerpflanze ist er weniger geeignet. Beachten Sie bei der Standortwahl folgende Punkte:

  • Sonniger Standort: Brotklee liebt die Sonne und bevorzugt offene Flächen mit regelmäßiger Sonneneinstrahlung.
  • Platzbedarf: Brotklee wächst krautig und erreicht eine Höhe von etwa 60 Zentimetern. Planen Sie ausreichend Platz ein.
  • Bodenbeschaffenheit: Ideal ist kalkhaltiger und humusreicher Boden. Brotklee ist aber relativ anspruchslos und gedeiht auch auf kargen Böden. Für eine optimale Nährstoffversorgung empfiehlt sich jedoch ein geeignetes Substrat.

Aussaat und Pflege

Die Aussaat von Brotklee ist unkompliziert. Sie können die Samen direkt im Garten oder in Kübeln ausbringen. Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist das Frühjahr.

  1. Bereiten Sie im Garten ein Stück Erde vor und entfernen Sie Unkraut. Im Kübel oder Topf verwenden Sie passendes Substrat.
  2. Streuen Sie die Samen gleichmäßig über die Erde. Ein Abstand von ein bis zwei Zentimetern zwischen den Samen ist ausreichend.
  3. Bedecken Sie die Samen leicht mit Erde und gießen Sie sie vorsichtig an, um sie nicht wegzuspülen.

Einmal gepflanzt, ist Brotklee sehr pflegeleicht. Bei längerer Trockenheit sollten Sie ihn gelegentlich gießen. Da er sich schnell vermehrt, ist eine einmalige Aussaat pro Jahr in der Regel ausreichend.

Ernte und Trocknung

Die Blätter des Brotklees sollten kurz vor oder nach der Blüte geerntet werden, da sie dann am aromatischsten sind. Die Blütezeit beginnt im Juni und dauert bis August. Sie können also über mehrere Monate ernten. Um Brotklee als Gewürz zu verwenden, trocknen Sie die geernteten Blätter anschließend. Dies kann an einem luftigen, schattigen Ort oder im Dörrautomaten geschehen.

Verwendung in der Küche

Brotklee ist ein vielseitiges Gewürz, das in der Küche vielfältig eingesetzt werden kann. Sein Geschmack wird als würzig, holzig und leicht bitter beschrieben und erinnert an Liebstöckel oder Curry. Daher passt er besonders gut zu deftigen und rustikalen Gerichten.

Wo wächst Brotklee?
Der Schabzigerklee, auch Brotklee, Steinklee oder Zigerklee genannt, ist eine einjährige krautige Pflanze, die zwischen 20 und 60 cm, selten bis zu 100 cm, hoch wird. Heute wächst sie hauptsächlich in den Alpenregionen auf Bergwiesen.

Kulinarische Anwendungen

Brotklee findet vor allem Verwendung in:

  • Brot und Backwaren: Er ist ein wichtiger Bestandteil traditioneller Brote, insbesondere in Südtirol und der Schweiz.
  • Dips und Aufstriche: Brotklee verleiht Dips und Aufstrichen eine besondere Würze.
  • Soßen: Er kann Soßen eine interessante Geschmacksnote geben.
  • Käsegerichte: Besonders gut harmoniert Brotklee mit Käse, wie der Name Schabzigerklee bereits andeutet.
  • Kartoffelgerichte: Er passt hervorragend zu Kartoffelgerichten und Suppen.
  • Rustikale Speisen und Fleischgerichte: Brotklee würzt deftige Speisen und Fleischgerichte auf besondere Weise.

Dosierung

Durch seinen intensiven Geschmack ist nur eine geringe Menge Brotklee notwendig, um das gewünschte Aroma zu erzielen. Als Richtwert gelten etwa 4-7 Gramm pro Kilogramm Mehl beim Backen von Brot. Auch in anderen Gerichten sollte Brotklee sparsam verwendet werden, um den Geschmack nicht zu überdecken.

Brotklee vs. Bockshornklee

Oft wird gefragt, ob Brotklee und Bockshornklee das Gleiche sind. Obwohl beide zur Familie der Schmetterlingsblütler gehören und ähnliche Inhaltsstoffe aufweisen, gibt es Unterschiede. Schabzigerklee schmeckt etwas milder als Bockshornklee. Beide werden jedoch in der Volksmedizin ähnlich verwendet und gelten als appetitanregend und verdauungsfördernd.

Vergleich Brotklee und Bockshornklee
MerkmalBrotklee (Schabzigerklee)Bockshornklee
GeschmackWürzig, holzig, leicht bitter, milderIntensiver, bitterer
VerwendungBrot, Käse, Dips, SuppenCurrys, indische Gerichte, Gewürzmischungen
Heilwirkung (Volksmedizin)Appetitanregend, verdauungsförderndAppetitanregend, verdauungsfördernd, Blutzuckersenkend (teilweise wissenschaftlich untersucht)

Gesundheitliche Aspekte

Brotklee wird ähnlich wie Bockshornklee in der Volksmedizin geschätzt. Die enthaltenen Bitterstoffe und ätherischen Öle gelten als gesundheitsfördernd und geschmacksverstärkend. In der Volksmedizin wird Brotklee eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Aussagekräftige wissenschaftliche Studien zur Heilwirkung von Brotklee gibt es jedoch kaum. Dennoch kann der Genuss von Brotklee im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine Bereicherung darstellen.

Rezeptideen mit Brotklee

Um Ihnen die Verwendung von Brotklee in der Küche näherzubringen, hier einige Rezeptideen:

  • Vinschgauer Fladenbrot: Backen Sie das traditionelle Tiroler Fladenbrot mit Brotklee, Kümmel, Fenchel und Koriander.
  • Kräuterquark mit Brotklee: Verfeinern Sie Quark mit frischen Kräutern, Knoblauch und Brotkleegewürz.
  • Dip mit Schabzigerklee: Mischen Sie Magerquark mit Salz, Knoblauch und Schabzigerklee für einen frischen Dip zu Gemüse oder Kartoffeln.
  • Brotgewürz: Mischen Sie Brotklee mit anderen Gewürzen wie Kümmel, Fenchel und Koriander für ein aromatisches Brotgewürz.
  • Suppen und Eintöpfe: Verfeinern Sie Zwiebel-, Kartoffel- oder Pilzsuppen mit einer Prise Brotklee.

Fazit

Brotklee ist ein vielseitiges und aromatisches Kraut, das sowohl im Garten als auch in der Küche eine Bereicherung darstellt. Sein einzigartiger Geschmack verleiht Brot, Käsegerichten, Dips und vielen anderen Speisen eine besondere Note. Der Anbau im eigenen Garten ist unkompliziert und die pflegeleichte Pflanze ist zudem eine Augenweide und bienenfreundlich. Entdecken Sie die vielfältigen Möglichkeiten des Brotklees und bereichern Sie Ihren Speiseplan und Kräutergarten mit diesem besonderen Gewürzkraut!

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Brotklee

Ist Brotklee das gleiche wie Bockshornklee?
Nein, Brotklee (Schabzigerklee) und Bockshornklee sind nicht dasselbe, obwohl sie zur gleichen Pflanzenfamilie gehören und ähnliche Eigenschaften haben. Schabzigerklee hat einen milderen, würzigen Geschmack, während Bockshornklee intensiver und bitterer schmeckt.
Wo wächst Brotklee?
Brotklee wächst hauptsächlich in Alpenregionen auf Bergwiesen, aber auch in Gärten und Kübeln.
Wie verwendet man Brotklee in der Küche?
Brotklee wird getrocknet und gemahlen als Gewürz verwendet. Er passt gut zu Brot, Käsegerichten, Dips, Suppen und rustikalen Speisen. Sparsam dosieren, da er einen intensiven Geschmack hat.
Wie baut man Brotklee an?
Brotklee kann im Frühjahr im Garten oder Kübel an einem sonnigen Standort ausgesät werden. Er ist pflegeleicht und vermehrt sich schnell.
Wann erntet man Brotklee?
Brotklee wird kurz vor oder nach der Blüte geerntet, von Juni bis August. Die Blätter werden dann getrocknet.

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