Trägt die Trauzeugin einen Blumenstrauß?

Brautjungfernstrauß: Tradition oder Muss?

01/11/2024

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Die Rolle der Trauzeugin ist eine ehrenvolle und bedeutsame Aufgabe bei jeder Hochzeit. Neben der emotionalen Unterstützung der Braut und der Organisation wichtiger Events wie des Junggesellinnenabschieds, taucht oft eine Frage auf: Trägt die Trauzeugin eigentlich einen Blumenstrauß? Die Antwort ist nicht immer eindeutig und hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir in diesem Artikel genauer beleuchten werden.

Welche Farbe nicht als Trauzeugin?
Wie auch für die anderen Gäste einer Hochzeit gilt, dass helle Farben zu vermeiden sind. Weiß gehört an diesem Tag ausschließlich der Braut und auch Creme- und Beigetöne sind zu vermeiden. Weniger angebracht sind außerdem ein knalliges Rot oder Schwarz – ausgenommen, dies ist thematisch so vom Brautpaar gewünscht.
Inhaltsverzeichnis

Der Brautjungfernstrauß: Eine Tradition mit Geschichte

Traditionell gesehen, ja, die Trauzeugin trägt in der Regel einen Blumenstrauß. Dieser Brauch hat seine Wurzeln in alten Zeiten, in denen Blumen und Kräuter eine symbolische Bedeutung hatten und vor allem böse Geister abwehren sollten. Der Blumenstrauß der Trauzeugin, oft auch Brautjungfernstrauß genannt, ist ein Bestandteil dieser Tradition und dient dazu, das Gesamtbild der Hochzeitsgesellschaft harmonisch zu gestalten und die besondere Rolle der Trauzeugin hervorzuheben.

Warum trägt die Trauzeugin einen Strauß?

  • Visuelle Harmonie: Der Blumenstrauß der Trauzeugin ergänzt den Brautstrauß und die Dekoration der Hochzeit. Er trägt zur visuellen Einheitlichkeit des gesamten Hochzeitszuges bei und sorgt für ein stimmiges Gesamtbild auf Fotos und während der Zeremonie.
  • Hervorhebung der Rolle: Der Strauß signalisiert, dass die Trauzeugin eine besondere Position innerhalb der Hochzeitsgesellschaft einnimmt. Er unterscheidet sie von den anderen Gästen und betont ihre Nähe zur Braut.
  • Tradition und Brauchtum: Das Tragen eines Blumenstraußes ist ein etablierter Brauch bei Hochzeiten und viele Brautpaare legen Wert darauf, traditionelle Elemente in ihre Hochzeit einzubauen.

Wann trägt die Trauzeugin den Blumenstrauß?

Der Blumenstrauß der Trauzeugin kommt hauptsächlich während der Hochzeitszeremonie zum Einsatz. Hier sind die typischen Momente:

  • Einzug in die Kirche/Zeremonieort: Die Trauzeugin geht meistens vor der Braut oder direkt hinter ihr in die Kirche oder zum Ort der Trauung ein und trägt dabei ihren Blumenstrauß.
  • Während der Zeremonie: Sobald die Braut ihren Platz erreicht hat, nimmt die Trauzeugin den Brautstrauß entgegen, um der Braut die Hände für den Ringwechsel und das Eheversprechen freizumachen. Die Trauzeugin hält beide Sträuße – ihren eigenen und den Brautstrauß – während dieser wichtigen Momente.
  • Auszug aus der Kirche/Zeremonieort: Beim Auszug trägt die Trauzeugin wieder ihren eigenen Blumenstrauß. Manchmal trägt sie auch kurzzeitig den Brautstrauß, wenn die Braut beispielsweise Hände frei haben muss, um Glückwünsche entgegenzunehmen.

Nach der Zeremonie, während des Sektempfangs oder der Hochzeitsfeier, ist es weniger üblich, dass die Trauzeugin ihren Blumenstrauß ständig bei sich trägt. Oft wird er dann an einem sicheren Ort abgelegt.

Wie sollte der Brautjungfernstrauß aussehen?

Der Blumenstrauß der Trauzeugin sollte harmonisch zum Brautstrauß und zum Gesamtstil der Hochzeit passen, aber ihn nicht übertreffen. Hier sind einige wichtige Punkte:

  • Größe: Der Brautjungfernstrauß ist in der Regel kleiner und schlichter als der Brautstrauß. Er soll die Braut nicht in den Schatten stellen, sondern sie ergänzen.
  • Farben: Die Farben des Brautjungfernstraußes sollten auf die Hochzeitsfarben und den Brautstrauß abgestimmt sein. Oft werden ähnliche Blumen oder Farbtöne verwendet, aber in einer etwas zurückhaltenderen Variante. Es ist wichtig, dass die Sträuße zusammenpassen und ein harmonisches Gesamtbild ergeben.
  • Stil: Der Stil des Brautjungfernstraußes sollte zum Stil der Hochzeit passen – ob romantisch, modern, vintage oder rustikal. Auch hier gilt: Er sollte den Stil des Brautstraußes aufgreifen, aber nicht identisch sein.
  • Blumenwahl: Die Blumen können ähnlich wie im Brautstrauß gewählt werden, aber in einer einfacheren Zusammenstellung oder mit weniger aufwendigen Blumen. Es ist auch möglich, andere Blumenarten zu wählen, die farblich und stilistisch zum Brautstrauß passen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Brautjungfernstrauß soll ein schönes Accessoire sein, das die Trauzeugin ehrt und das Gesamtbild der Hochzeit bereichert, ohne der Braut die Aufmerksamkeit zu nehmen.

Alternativen zum klassischen Blumenstrauß

Obwohl der Blumenstrauß die traditionelle Wahl für die Trauzeugin ist, gibt es auch moderne Alternativen, die in Betracht gezogen werden können:

  • Armband- oder Handgelenkschmuck (Blumenarmband): Eine elegante und praktische Alternative ist ein Blumenarmband oder ein floraler Handgelenkschmuck. Dieser ist weniger sperrig als ein Strauß und ermöglicht der Trauzeugin mehr Bewegungsfreiheit.
  • Kleine Blütenkörbchen: Besonders bei rustikalen oder Vintage-Hochzeiten können kleine Blütenkörbchen eine charmante Alternative sein.
  • Gar kein Strauß: In manchen Fällen, insbesondere bei sehr modernen oder minimalistischen Hochzeiten, entscheiden sich Brautpaare dafür, dass die Trauzeugin keinen Blumenstrauß trägt. Das ist vollkommen akzeptabel und hängt von den individuellen Vorlieben und dem Stil der Hochzeit ab.

Die Wahl der Alternative sollte immer in Absprache mit der Braut erfolgen und zum Gesamtkonzept der Hochzeit passen.

Was symbolisiert ein Blumenarmband?
Rosen stehen für Liebe und Leidenschaft, Lotusblumen symbolisieren Reinheit und Erleuchtung, während Gänseblümchen für Unschuld und Neuanfang stehen . In ein Armband-Tattoo eingearbeitet, können diese Blumen persönliche Bedeutungen, Erinnerungen oder Sehnsüchte zum Ausdruck bringen und jedes Stück so einzigartig machen wie die Person, die es trägt.

Die Aufgaben der Trauzeugin im Überblick (und der Blumenstrauß)

Die Frage nach dem Blumenstrauß ist nur ein kleiner Teil der umfassenden Aufgaben einer Trauzeugin. Um das Gesamtbild zu vervollständigen, hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Verantwortlichkeiten:

Vor der Hochzeit:

  • Unterstützung der Braut: Die Trauzeugin ist die wichtigste Vertrauensperson der Braut während der gesamten Hochzeitsplanung. Sie steht ihr mit Rat und Tat zur Seite, hört zu und hilft bei Entscheidungen.
  • Organisation des Junggesellinnenabschieds: Eine der zentralen Aufgaben ist die Planung und Organisation des Junggesellinnenabschieds in Absprache mit den anderen Brautjungfern und den Wünschen der Braut.
  • Hilfe bei der Brautkleidsuche: Die Trauzeugin begleitet die Braut bei der Auswahl des Brautkleides und steht ihr beratend zur Seite.
  • Koordination der Brautjungfern: Sie ist die Ansprechpartnerin für die Brautjungfern, koordiniert Termine und sorgt für einen reibungslosen Ablauf der Vorbereitungen.
  • Organisation des Brautjungfern-Stylings: In Absprache mit der Braut kümmert sie sich um das Styling der Brautjungfern, inklusive Kleider, Accessoires, Make-up und Frisuren (siehe auch Abschnitt „Styling als Trauzeugin“ weiter unten).
  • Hilfe bei DIY-Projekten und Hochzeitsvorbereitungen: Je nach Bedarf unterstützt die Trauzeugin die Braut bei Bastelarbeiten, Einladungskarten, Dekoration und anderen Vorbereitungen.

Am Hochzeitstag:

  • Frühe Anwesenheit und Unterstützung beim Styling: Die Trauzeugin ist frühzeitig bei der Braut, hilft ihr beim Ankleiden und Styling und sorgt für eine entspannte Atmosphäre.
  • Emotionale Unterstützung: Sie fängt Nervosität und Stress der Braut auf und sorgt für gute Laune.
  • Ansprechpartnerin für Dienstleister: Sie ist die Kontaktperson für Dienstleister und Helfer, damit die Braut entlastet wird.
  • Organisation während der Zeremonie: Sie hält den Brautstrauß, hilft bei Bedarf beim Schleierrichten und sorgt für einen reibungslosen Ablauf.
  • Unterstützung während des Empfangs und der Feier: Sie achtet darauf, dass es der Braut gut geht, animiert die Gäste zum Tanzen und sorgt für gute Stimmung.
  • Halten einer Rede: In der Regel hält die Trauzeugin eine Rede während der Hochzeitsfeier.
  • Unterschrift der Heiratsurkunde: Sie ist eine der beiden Trauzeuginnen, die die Heiratsurkunde unterschreiben.

Styling als Trauzeugin: Nicht der Braut die Show stehlen

Neben der Frage nach dem Blumenstrauß ist das Styling der Trauzeugin ein wichtiges Thema. Es ist entscheidend, ein Outfit und ein Styling zu wählen, das angemessen ist, die Braut nicht in den Schatten stellt und zum Stil der Hochzeit passt. Wie der zweite Textabschnitt betont, sollte das Styling der Trauzeugin zurückhaltender sein als das der Braut.

Wichtige Styling-Tipps für Trauzeuginnen:

  • Absprache mit der Braut: Das A und O ist die Absprache mit der Braut. Fragen Sie nach ihren Wünschen bezüglich Farben, Stil und Dresscode. Vielleicht gibt es ein bestimmtes Farbthema oder Stilrichtung, die die Hochzeit prägt.
  • Zurückhaltung bei der Farbwahl: Sehr auffällige oder grelle Farben sollten vermieden werden, es sei denn, die Braut wünscht es ausdrücklich. Pastelltöne, gedeckte Farben oder Farben, die zum Hochzeitskonzept passen, sind in der Regel eine gute Wahl. Vermeiden Sie Weiß oder Cremetöne, da diese Farben traditionell der Braut vorbehalten sind.
  • Angemessener Stil: Das Outfit sollte dem Anlass entsprechend festlich, aber nicht zu aufreizend sein. Ein elegantes Kleid oder ein schicker Hosenanzug sind in der Regel passend. Achten Sie auf den Dresscode der Hochzeit (z.B. „Cocktail“, „Black Tie“).
  • Make-up und Frisur: Auch beim Make-up und der Frisur gilt: weniger ist oft mehr. Ein natürliches und gepflegtes Aussehen ist ideal. Das Make-up sollte dezent sein und die natürliche Schönheit unterstreichen. Die Frisur sollte festlich, aber nicht zu aufwendig sein und den ganzen Tag halten.
  • Accessoires: Accessoires wie Schmuck, Schuhe und Handtasche sollten das Outfit ergänzen und nicht davon ablenken. Auch hier gilt: Weniger ist oft mehr.

Der Braut die Show stehlen? Nein, danke! Denken Sie immer daran, dass es der Hochzeitstag der Braut ist. Ihr Styling sollte dazu beitragen, dass sie im Mittelpunkt steht und sich wohlfühlt. Ein zu auffälliges oder unangemessenes Styling kann schnell den Eindruck erwecken, dass Sie der Braut die Aufmerksamkeit stehlen wollen. Berücksichtigen Sie immer die Wünsche der Braut und wählen Sie ein Styling, das elegant, festlich und angemessen ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Brautjungfernstrauß

Muss die Trauzeugin unbedingt einen Blumenstrauß tragen?
Nein, es ist kein Muss, aber es ist eine schöne Tradition und wird von den meisten Brautpaaren gewünscht. Alternativen wie Blumenarmbänder sind ebenfalls möglich. Am wichtigsten ist die Absprache mit der Braut.
Wer bezahlt den Brautjungfernstrauß?
In der Regel bezahlt das Brautpaar die Blumensträuße für die Brautjungfern. Es ist Teil der Hochzeitsausgaben.
Kann die Trauzeugin den gleichen Blumenstrauß wie die Braut haben?
Nein, der Brautstrauß sollte einzigartig sein. Der Brautjungfernstrauß sollte kleiner und schlichter sein, aber stilistisch zum Brautstrauß passen.
Was macht die Trauzeugin mit dem Blumenstrauß nach der Zeremonie?
Nach der Zeremonie kann die Trauzeugin den Blumenstrauß ablegen, z.B. auf dem Brauttisch oder an einem anderen sicheren Ort. Während des Empfangs und der Feier ist es nicht üblich, den Strauß ständig zu tragen.
Welche Farben sind für den Brautjungfernstrauß geeignet?
Die Farben sollten zu den Hochzeitsfarben und zum Brautstrauß passen. Pastelltöne, gedeckte Farben oder Farben, die zum Hochzeitskonzept passen, sind in der Regel eine gute Wahl. Vermeiden Sie Weiß oder Cremetöne.

Fazit: Der Brautjungfernstrauß – Ein schönes Detail mit Bedeutung

Ob die Trauzeugin einen Blumenstrauß trägt, ist letztendlich eine Frage der Tradition, des Stils der Hochzeit und der persönlichen Vorlieben des Brautpaares. In den meisten Fällen ist der Brautjungfernstrauß jedoch ein fester Bestandteil der Hochzeitszeremonie und ein schönes Detail, das die Rolle der Trauzeugin würdigt und das Gesamtbild der Hochzeit harmonisch abrundet. Wichtig ist vor allem die Kommunikation mit der Braut und die Berücksichtigung ihrer Wünsche, um sicherzustellen, dass sich alle Beteiligten wohlfühlen und die Hochzeit zu einem unvergesslichen Ereignis wird.

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