Wie viele Buschbohnen passen in einen Topf?

Bohnen im Topf: Die richtige Erde & Anbautipps

23/11/2024

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Stangenbohnen sind nicht nur im Gartenbeet eine Bereicherung, sondern gedeihen auch prächtig im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse. Wer sich nach frischen, selbstgezogenen Bohnen sehnt, muss keinen grossen Garten besitzen. Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege lassen sich die rankenden Gemüsepflanzen auch im Kübel erfolgreich anbauen. Ein entscheidender Faktor für eine reiche Ernte ist die Wahl der Erde. Doch welche Erde ist die richtige für Bohnen im Topf, und was gibt es beim Anbau sonst noch zu beachten? Dieser Artikel gibt Ihnen umfassende Antworten und praktische Tipps für den erfolgreichen Anbau von Stangenbohnen im Topf.

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Inhaltsverzeichnis

Wann ist die beste Zeit, um Stangenbohnen im Topf zu pflanzen?

Der ideale Zeitpunkt, um Stangenbohnen im Topf zu pflanzen, liegt zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Wichtig ist, dass keine Frostgefahr mehr besteht, denn Bohnen sind empfindlich gegenüber Kälte. Nach den Eisheiligen Mitte Mai sind die Temperaturen in der Regel mild genug für die Aussaat im Freien. Da Stangenbohnen relativ schnell wachsen und bis zur Reife der Früchte etwa zehn Wochen benötigen, können Sie auch noch bis Mitte Juli mit der Aussaat beginnen und trotzdem im Herbst eine reiche Ernte erwarten. Ein späterer Anbau ist zwar möglich, jedoch verkürzt sich die Wachstumsperiode, was sich auf den Ertrag auswirken kann.

Wann darf man Bohnen Pflanzen?
Ein echter Spätzünder unter den Gemüsesorten sind Buschbohnen. Sie wollen es warm haben, dürfen deshalb auch erst Ende Mai, wenn sich der Boden erwärmt hat, ins Freiland. Sie sind also ein ideales Sommergemüse. Eine gute Zeitspanne, Buschbohnen ins Beet zu setzen, ist von Juni bis Anfang August.1. Feb. 2025

Der optimale Standort und Boden für Topfbohnen

Ein sonniger und warmer Standort ist für Stangenbohnen im Topf entscheidend. Je mehr Sonne die Pflanzen bekommen, desto besser entwickeln sie sich und desto reicher fällt die Ernte aus. Ein windgeschützter Platz ist ebenfalls von Vorteil, da starke Winde die zarten Triebe beschädigen können. Ein halbschattiger Standort ist zwar auch möglich, jedoch müssen Sie dann mit einem etwas geringeren Ertrag rechnen.

Beim Boden sind Stangenbohnen erfreulicherweise recht anspruchslos. Eine humusreiche, tiefgründige Erde ist ideal, aber auch eine normale Pflanzerde, wie sie im Handel erhältlich ist, genügt vollkommen für den Anbau im Topf. Wichtig ist, dass die Erde locker und gut durchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden. Staunässe kann zu Wurzelfäule führen und das Wachstum der Bohnen beeinträchtigen. Vor dem Pflanzen sollten Sie die Erde im Topf auflockern und eventuelles Unkraut entfernen.

Brauchen Stangenbohnen im Topf spezielle Erde?

Nein, für Stangenbohnen im Topf benötigen Sie keine spezielle Spezialerde. Eine handelsübliche Pflanzerde für Gemüse oder Balkonpflanzen ist völlig ausreichend. Achten Sie lediglich darauf, dass die Erde von guter Qualität ist und eine lockere Struktur aufweist. Sie können die Pflanzerde bei Bedarf mit etwas Kompost anreichern, um den Humusgehalt zu erhöhen. Kompost verbessert die Wasserspeicherfähigkeit der Erde und versorgt die Pflanzen zusätzlich mit Nährstoffen.

Zusammenfassend zur Erde für Bohnen im Topf:

  • Normale Pflanzerde ist ausreichend.
  • Keine Spezialerde notwendig.
  • Humusreiche Erde ist von Vorteil.
  • Erde sollte locker und durchlässig sein.
  • Kompost kann zur Anreicherung hinzugefügt werden.

Welche Stangenbohnensorten eignen sich für den Topfanbau?

Viele Stangenbohnensorten sind für den Anbau im Topf geeignet. Es gibt eine Vielzahl an Sorten, die sich in Farbe, Geschmack und Ertrag unterscheiden. Einige besonders empfehlenswerte Sorten für den Topfanbau sind:

  • Mombacher Speck: Eine klassische Sorte mit grünen, fadenlosen Hülsen und sehr hohem Ertrag.
  • Neckargold: Diese Sorte zeichnet sich durch hellgelbe, fleischige und fadenlose Hülsen mit einem sehr aromatischen Geschmack aus.
  • Smeraldo: Smeraldo-Bohnen haben hellgrüne, sehr breite Hülsen und einen ausgezeichneten Geschmack.
  • Matilda: Eine frühe Sorte mit grünen, länglichen Hülsen und sehr reicher Ernte. Ideal für Regionen mit kürzeren Sommern.
  • Algarve: Algarve-Bohnen bieten hellgrüne, fadenlose und lange Hülsen und sind ebenfalls sehr ertragreich.
  • Blauhilde: Eine robuste und krankheitsresistente Sorte mit lila bis dunkelvioletten, fadenfreien Hülsen. Ein farbliches Highlight im Gemüsegarten.
  • Eva: Eva-Bohnen sind bekannt für ihre grünen, sehr langen Hülsen, frühe Reife und guten Ertrag.

Alternativ zu Stangenbohnen können Sie auch Feuerbohnen im Topf anbauen. Feuerbohnen wachsen ähnlich hoch wie Stangenbohnen, sind ebenfalls essbar und bilden attraktive rote Blüten, die den Balkon oder die Terrasse verschönern. Feuerbohnen sind auch als Sichtschutz beliebt, da sie sehr schnell wachsen.

Stangenbohnen vorziehen oder direkt säen?

Stangenbohnen können sowohl vorgezogen als auch direkt in den Topf gesät werden. Das Vorziehen ist jedoch besonders in kühleren Regionen oder bei kurzer Vegetationsperiode empfehlenswert. Durch das Vorziehen erhalten die Pflanzen einen Wachstumsvorsprung und sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge, wie beispielsweise die Schwarze Bohnenlaus.

Stangenbohnen vorziehen – so geht’s:

  1. Beginnen Sie mit der Voranzucht Anfang bis Mitte April.
  2. Verwenden Sie Töpfe mit einem Durchmesser von etwa neun Zentimetern.
  3. Füllen Sie die Töpfe mit Pflanzerde.
  4. Stecken Sie vier bis fünf Bohnensamen etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde.
  5. Bedecken Sie die Samen mit Erde und giessen Sie sie vorsichtig an.
  6. Stecken Sie kleine Stützstäbe (z. B. Schaschlikspiesse) in die Töpfe.
  7. Stellen Sie die Töpfe an einen warmen und hellen Ort, idealerweise ein Gewächshaus oder eine Fensterbank.
  8. Halten Sie die Erde stets feucht.

Sobald keine Frostgefahr mehr besteht und die Eisheiligen Mitte Mai vorbei sind, können Sie die vorgezogenen Bohnen ins Freie pflanzen. Setzen Sie jeweils zwei Töpfe zusammen an eine Rankhilfe, ohne die einzelnen Pflanzen zu vereinzeln.

Direktsaat von Stangenbohnen im Topf:

  1. Weichen Sie die Bohnensamen vor der Aussaat für einige Stunden in warmem Wasser oder Milch ein. Dies beschleunigt die Keimung.
  2. Stecken Sie die Samen etwa fünf Zentimeter tief in die Erde im Topf.
  3. Bedecken Sie die Samen mit Erde und giessen Sie sie an.
  4. Halten Sie die Erde in den folgenden Tagen feucht.

Der richtige Pflanzabstand für Stangenbohnen im Topf

Im Topf ist der Pflanzabstand weniger kritisch als im Beet, da Sie die Anzahl der Pflanzen pro Topf selbst bestimmen können. Für einen grossen Topf mit einem Durchmesser von mindestens 30-40 cm können Sie etwa vier bis fünf Samen setzen. Achten Sie darauf, die Samen gleichmässig im Topf zu verteilen und ausreichend Abstand zueinander zu halten, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig bedrängen. Wenn Sie mehrere Töpfe aufstellen, sollten diese etwa 40 bis 50 Zentimeter Abstand voneinander haben, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.

Rankhilfen für Stangenbohnen im Topf

Stangenbohnen sind Kletterpflanzen und benötigen eine Rankhilfe, um in die Höhe zu wachsen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Rankhilfen für Topfbohnen zu gestalten:

  • Bambusstäbe: Stecken Sie drei bis vier Bambusstäbe in den Topf und binden Sie sie oben zusammen, um eine Art Tipizelt zu formen.
  • Rankgitter: Ein Rankgitter aus Holz oder Metall, das Sie in den Topf stecken oder an der Topfwand befestigen können, bietet den Bohnen Halt.
  • Seile oder Drähte: Spannen Sie Seile oder Drähte von der Topfwand nach oben, beispielsweise zu einem Balkongeländer oder einer Hauswand.

Wichtig ist, dass die Rankhilfe stabil und hoch genug ist, um das Gewicht der ausgewachsenen Pflanzen und der Früchte zu tragen. Bringen Sie die Rankhilfe am besten vor der Aussaat oder dem Pflanzen der Bohnen an, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Pflege von Stangenbohnen im Topf

Die Pflege von Stangenbohnen im Topf ist unkompliziert. Da die Pflanzen selbst Stickstoff aus der Luft binden und in den Wurzeln speichern, ist eine zusätzliche Düngung in der Regel nicht erforderlich. Knöllchenbakterien an den Wurzeln der Bohnen wandeln Stickstoff in eine für die Pflanzen verwertbare Form um und dienen somit als natürlicher Dünger.

Wichtigste Pflegemassnahmen für Topfbohnen:

  • Giessen: Halten Sie die Erde im Topf stets feucht, besonders während der Blütezeit und Fruchtbildung. Giessen Sie regelmässig, aber vermeiden Sie Staunässe.
  • Anhäufeln: Optional können Sie die Bohnenpflanzen nach dem Keimen mit etwas Erde anhäufeln. Dies fördert die Wurzelbildung und gibt den Pflanzen zusätzlichen Halt.
  • Kontrolle auf Schädlinge: Überprüfen Sie die Pflanzen regelmässig auf Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben. Bei Bedarf können Sie natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen.

Mischkultur im Topf – Gute und schlechte Nachbarn für Stangenbohnen

Auch im Topf können Sie die Prinzipien der Mischkultur nutzen, um das Wachstum und die Gesundheit Ihrer Stangenbohnen zu fördern. Gute Nachbarn für Stangenbohnen im Topf sind:

  • Spinat
  • Gurken
  • Kohlsorten
  • Radieschen
  • Zucchini
  • Bohnenkraut (hält Schädlinge fern)

Schlechte Nachbarn für Stangenbohnen sind:

  • Erbsen
  • Salat

Diese Pflanzen konkurrieren um Nährstoffe oder können sich gegenseitig in ihrem Wachstum beeinträchtigen.

Ernte und Verarbeitung von Stangenbohnen aus dem Topf

Den richtigen Erntezeitpunkt für Stangenbohnen gibt es nicht pauschal. Sie können die Hülsen ernten, sobald sie eine ansprechende Grösse erreicht haben. Im Idealfall sollten die Samen in den Hülsen noch kaum entwickelt sein. Je jünger die Bohnen geerntet werden, desto zarter und schmackhafter sind sie.

Ernten Sie die Bohnen am besten an einem sonnigen Vormittag, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Vermeiden Sie die Ernte bei Regen, da feuchte Bohnen anfälliger für Krankheiten sind. Pflücken Sie die Hülsen etwa alle zwei bis drei Tage mit zwei Händen. Halten Sie dabei die Ranke mit einer Hand fest und nehmen Sie die Hülse mit der anderen Hand ab, um die Pflanze nicht zu beschädigen.

Frisch geerntete Bohnen sind am besten, da sie nicht lange haltbar sind. Im Gemüsefach des Kühlschranks halten sie sich in einem feuchten Tuch etwa zwei bis drei Tage frisch. Um Bohnen länger haltbar zu machen, können Sie sie einfrieren oder einkochen. Beide Methoden sind gut geeignet, um den Vorrat an selbstgezogenem Gemüse zu sichern.

Nach der Ernte – Was tun mit den Bohnenpflanzen im Topf?

Nachdem Sie die letzte Bohne geerntet haben, schneiden Sie die Pflanzen oberhalb der Erde ab. Die Wurzeln können im Topf verbleiben. Der in den Wurzeln gespeicherte Stickstoff wird dann wieder an die Erde abgegeben und dient als natürliche Düngung für nachfolgende Pflanzen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Anbau von Stangenbohnen im Topf

Muss ich Stangenbohnen im Topf düngen?
Nein, in der Regel ist keine Düngung erforderlich, da Stangenbohnen ihren eigenen Dünger in Form von Stickstoff produzieren.
Wie oft muss ich Stangenbohnen im Topf giessen?
Giessen Sie regelmässig, besonders an warmen Tagen, um die Erde feucht zu halten. Vermeiden Sie Staunässe.
Kann ich Stangenbohnen auch im Schatten anbauen?
Ein halbschattiger Standort ist möglich, aber ein sonniger Standort ist ideal für eine reiche Ernte.
Welche Topfgrösse ist für Stangenbohnen geeignet?
Verwenden Sie einen Topf mit einem Durchmesser von mindestens 30-40 cm und einem Fassungsvermögen von etwa 10-20 Litern pro Pflanze.
Kann ich Feuerbohnen anstelle von Stangenbohnen im Topf anbauen?
Ja, Feuerbohnen sind eine gute Alternative und ebenfalls für den Topfanbau geeignet.

Fazit

Der Anbau von Stangenbohnen im Topf ist eine lohnende Möglichkeit, frisches Gemüse auf Balkon und Terrasse zu ziehen. Mit der richtigen Erde, einem sonnigen Standort, der Wahl geeigneter Sorten und etwas Pflege können Sie sich auf eine reiche Ernte freuen. Stangenbohnen sind relativ pflegeleicht und auch für Gartenanfänger gut geeignet. Probieren Sie es aus und geniessen Sie bald Ihre eigenen, frisch geernteten Bohnen aus dem Topf!

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