13/09/2020
Die Damenbluse ist ein unverzichtbares Kleidungsstück in der Garderobe jeder modernen Frau. Seit Jahrhunderten hat sie sich von einem einfachen Arbeitskleidungsstück zu einem vielseitigen Modeartikel entwickelt, der in unzähligen Stilen, Schnitten und Materialien erhältlich ist. Ob im Büro, in der Freizeit oder zu besonderen Anlässen – die Bluse ist ein wahres Multitalent, das sich immer wieder neu erfinden lässt.

- Was genau ist eigentlich eine Bluse?
- Welche Blusenarten gibt es? Ein Überblick
- Die Hemdbluse: Der Klassiker
- Die Reverskragenbluse: Elegant und Extravagant
- Die Stehkragenbluse: Asiatisch inspiriert und Figurformend
- Die Schlupfbluse: Bequem und Unkompliziert
- Die Wickelbluse: Der Figurschmeichler
- Die Tunika- oder Tunikabluse: Lässig und Bequem
- Die Carmenbluse: Romantisch und Folkoristisch
- Die Oversize-Bluse: Trendig und Lässig
- Die Sonderform: Der Blusenbody
- Unterscheidung nach Armform
- Tipps für jeden Figurtyp: Die richtige Bluse finden
- Weitere Kragenformen: Nicht nur für Blusen relevant
- Häufige Fragen zu Blusen
- Fazit: Die Bluse – ein vielseitiges Must-Have
Was genau ist eigentlich eine Bluse?
Im Grunde genommen ist die Bluse das weibliche Pendant zum Herrenhemd. Historisch gesehen diente sie zunächst als einfache Oberbekleidung, ähnlich einem Fuhrmannskittel oder einer Staubbluse. Ihre Entwicklung begann im 19. Jahrhundert, der Biedermeierzeit, wo sie sich langsam im Kleiderschrank der Damen etablierte. Heute ist die Bluse ein fester Bestandteil der Damenmode und zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus. Im Gegensatz zum Herrenhemd, das meist gerade geschnitten ist, sind Damenblusen oft tailliert und an die weibliche Körperform angepasst. Ein wesentlicher Unterschied liegt auch in der Knopfleiste: Bei Damenblusen befindet sie sich in der Regel links, während sie bei Herrenhemden rechts angeordnet ist.
Welche Blusenarten gibt es? Ein Überblick
Die Welt der Blusen ist unglaublich vielfältig. Es gibt unzählige Arten, die sich in Schnitt, Material, Kragenform und Stil unterscheiden. Hier sind einige der bekanntesten und beliebtesten Blusenarten:
Die Hemdbluse: Der Klassiker
Die Hemdbluse ist ein absoluter Klassiker und sollte in keinem Kleiderschrank fehlen. Sie ist unglaublich vielseitig und kann sowohl schick im Büro als auch lässig in der Freizeit getragen werden. Ursprünglich stark an das Herrenhemd angelehnt, gibt es sie heute in vielen femininen Varianten, tailliert und mit unterschiedlichen Details wie Taschen oder Teilungsnähten. Hemdblusen sind mit verschiedenen Kragenformen erhältlich, darunter der klassische Hemdblusenkragen, der runde Hemdblusenkragen und der Buttondown-Kragen.
Tipps für die Hemdbluse:
- Achten Sie auf den richtigen Sitz, um unschöne Spannfalten zu vermeiden, besonders im Brustbereich.
- Im Berufsleben sollte man in konservativen Branchen nicht zu viele Knöpfe öffnen.
- Der Hemdblusenkragen wird immer über dem Blazer getragen.
Die Reverskragenbluse: Elegant und Extravagant
Die Reverskragenbluse ähnelt der Hemdbluse, zeichnet sich aber durch ihren Reverskragen aus. Dieser Kragen, der von Jacken und Mänteln bekannt ist, verleiht der Bluse eine elegante und extravagante Note. Auch die Reverskragenbluse ist oft tailliert und in verschiedenen Kragenformen erhältlich, von kurzen, breiter wirkenden Reverskragen bis zu langen, streckenden Varianten.
Die Stehkragenbluse: Asiatisch inspiriert und Figurformend
Die Stehkragenbluse ist eine weitere Variante, die der Hemdbluse ähnelt, aber durch ihren Stehkragen eine besondere Wirkung erzielt. Der Stehkragen, inspiriert von asiatischer Mode, betont den Hals und lässt die Figur optisch schlanker und gestreckter erscheinen. Für Frauen mit einem sehr kurzen Hals ist diese Blusenform jedoch möglicherweise weniger geeignet. Auch Stehkragenblusen sind oft tailliert und mit verschiedenen Taschenarten wie aufgesetzten Taschen oder Paspeltaschen erhältlich.
Die Schlupfbluse: Bequem und Unkompliziert
Schlupfblusen zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine durchgehende Knopfleiste haben und über den Kopf angezogen werden müssen. Für Modelle mit Stehkragen oder Hemdblusenkragen gibt es oft eine kurze Knopfleiste, um das Anziehen zu erleichtern. Kragenlose Schlupfblusen haben oft einen weiteren Halsausschnitt.
Die Wickelbluse: Der Figurschmeichler
Wickelblusen sind wahre Figurschmeichler. Sie bestehen aus zwei losen Vorderteilen, die übereinander drapiert und meist seitlich oder hinten gebunden werden. Sie passen sich wunderbar der Körperform an und sind daher für fast jeden Figurtyp geeignet. Wickelblusen gibt es in vielen verschiedenen Modellen, da Ausschnitt und Kragenform nicht festgelegt sind.
Die Tunika- oder Tunikabluse: Lässig und Bequem
Die Tunikabluse, inspiriert von historischen Vorbildern, ist heute wieder sehr beliebt. Sie ist meist weit geschnitten, hat einen großen Halsausschnitt, weite Ärmel und eine A-Linien-Form. Dadurch ist sie sehr bequem und kaschiert Problemzonen optimal. Tunikablusen haben in der Regel keinen Kragen und keine durchgehende Knopfleiste. Sie sind in verschiedenen Ärmellängen und oft in bunten Mustern erhältlich und besonders im Sommer sehr angenehm zu tragen.

Die Carmenbluse: Romantisch und Folkoristisch
Die Carmenbluse stammt aus Spanien und hat einen romantischen, folkloristischen Stil. Typisch ist der schulterfreie Ausschnitt, der meist gerade über das Dekolleté verläuft. Oft sind Carmenblusen mit Volants und Raffungen verziert.
Die Oversize-Bluse: Trendig und Lässig
Oversize-Blusen sind, wie der Name schon sagt, besonders weit und oft auch lang geschnitten. Sie wirken eher wie ein Shirt und können gut über Röcken oder Hosen getragen werden. Für einen klassischen Business-Look sind sie jedoch weniger geeignet. Um in einer Oversize-Bluse nicht „verloren“ zu wirken, sollte man auf die richtige Größe achten oder sie beispielsweise in den Hosenbund stecken.
Die Sonderform: Der Blusenbody
Der Blusenbody ist eine praktische Kombination aus Bluse und Body. Er wird wie eine Bluse geschnitten, aber im Schritt wie ein Body geschlossen. Dadurch sitzt er immer perfekt und verhindert das Herausrutschen aus dem Hosenbund. Blusenbodys sind sehr körperbetont und wirken besonders elegant in Kombination mit Bleistiftröcken und High Heels.
Unterscheidung nach Armform
Neben den verschiedenen Blusenarten spielt auch die Armform eine wichtige Rolle für den Stil und den Tragekomfort:
- Ärmellose Bluse: Perfekt für heiße Sommertage, wirkt lässig und leger.
- Kurzarmbluse: Vielseitig kombinierbar, auch bürotauglich, besonders in dezenten Farben.
- Blusen mit Flügelärmeln: Schick und modern, auch für konservative Anlässe geeignet.
- Blusen mit ¾-Ärmeln: Ideal für Übergangszeiten, kombinierbar mit Blazer oder Strickjacke.
- Langarmblusen: Ein Allrounder für jede Temperatur, Ärmel können hochgekrempelt werden.
- Blusen mit Raglanärmeln: Sportlich-lässige Ärmelform mit schräg verlaufenden Nähten.
- Blusen mit Kimonoärmeln: Seltene, asiatisch inspirierte Armform, bei der Ärmel und Vorderteil aus einem Stück bestehen.
Tipps für jeden Figurtyp: Die richtige Bluse finden
Die Wahl der richtigen Bluse kann Ihre Figur optimal unterstreichen. Hier sind einige allgemeine Tipps und spezifische Empfehlungen für verschiedene Figurtypen:
Allgemeine Tipps:
- Wählen Sie eine Kragenform, die im Kontrast zu Ihrer Gesichtsform steht (z.B. eckiger Kragen für rundes Gesicht).
- Hoch geschnittene Armlöcher sind schmeichelhaft für jede Figur.
- Frauen mit größerer Oberweite profitieren von Blusen mit Brustabnähern und fließenden Stoffen.
Kurviger Körper:
- Locker geschnittene Blusen wie Wickelblusen sind ideal.
- Vermeiden Sie zu dünne Stoffe und Verzierungen.
- Tiefe V-Ausschnitte und schmale Krägen lassen den Oberkörper schmaler wirken.
Kleiner Körper:
- Wählen Sie schlichte, gut sitzende Blusen.
- Blusen mit hoher Taille verlängern optisch die Beine.
- Stehkrägen und hochgeschlossene Blusen lassen den Körper größer wirken.
Jungenhafter Körperbau:
- Blusen mit Empire-Taille oder engen V-Ausschnitten betonen die Silhouette.
- Details im Brustbereich wie Brusttaschen oder Raffungen sorgen für mehr Fülle.
- Vermeiden Sie Raglan- oder Kimonoärmel und steife Materialien.
Breite Schultern:
- Raglan- oder eingesetzte Ärmel und dunkle Farben strecken den Oberkörper.
- Schmale V-Ausschnitte und schmale Reverskragen sind vorteilhaft.
- Vermeiden Sie schulterbetonende Details wie Puffärmel oder weite Krägen.
Schmale Schultern:
- Betonen Sie die Schultern mit Details wie Schulterpolstern oder Puffärmeln.
- Weite V-Ausschnitte und weite Krägen sind ebenfalls geeignet.
- Carmenblusen sind ideal, um schmale Schultern zu betonen.
- Vermeiden Sie Raglan- oder Kimonoärmel.
Weitere Kragenformen: Nicht nur für Blusen relevant
Kragen sind ein wichtiges Gestaltungselement an vielen Kleidungsstücken, nicht nur an Blusen. Hier ein kurzer Überblick über einige weitere Kragenformen:
- Rundhals: Klassisch und vielseitig, an T-Shirts, Pullovern und mehr.
- V-Ausschnitt: Streckt den Oberkörper, besonders schmeichelhaft bei großem Dekolleté.
- U-Ausschnitt: Ähnlich dem Rundhals, aber eckiger.
- U-Boot-Ausschnitt: Breit und gerade, lässt Schultern breiter wirken.
- Wasserfallausschnitt: Fließend und elegant, besonders schön an Kleidern und Blusen aus weichen Stoffen.
- Cardigan-Ausschnitt: V-Ausschnitt an Strickjacken, ideal zum Tragen mit Accessoires.
- Serafino: Rundhalsausschnitt mit kurzer Knopfleiste, oft an Herrenmode.
- Kapuze: Sportlich und bequem, an Pullovern, Jacken und mehr.
- Kentkragen: Der Klassiker unter den Kragenformen, vielseitig und zeitlos.
- Button-Down-Kragen: Kragenspitzen werden mit Knöpfen befestigt.
- Under-Button-Down-Kragen: Knöpfe unter den Kragenspitzen versteckt.
- Haifischkragen: Moderner, weit auseinanderliegende Kragenspitzen.
- Smokingkragen: Elegant und festlich, für Smoking und Frack.
- Bubikragen: Verspielt und feminin, mit abgerundeten Kragenecken.
- Reverskragen: Zeitloser Klassiker an Sakkos, Blazern und Mänteln.
- Schalkragen: Festlich und elegant, nahtlos verbunden mit dem Revers.
- Matrosenkragen: Sommerlich und maritim, oft mit Streifen verziert.
- Schluppenkragen: Femininer Kragen, der vorne gebunden wird.
- Polokragen: Sportlich und leger, typisch für Poloshirts.
- Rollkragen: Warm und bequem, ideal für Winterkleidung.
- Troyerkragen: Rollkragen mit Reißverschluss oder Knöpfen.
Häufige Fragen zu Blusen
Wie nennt man Blusen mit Stehkragen?
Blusen mit Stehkragen werden als Stehkragenblusen bezeichnet.
Was ist der Unterschied zwischen einer Bluse und einem Hemd?
Blusen sind das weibliche Pendant zum Herrenhemd. Während Herrenhemden meist gerade geschnitten sind, sind Damenblusen oft tailliert und an die weibliche Körperform angepasst. Auch die Knopfleiste befindet sich bei Damenblusen in der Regel links und bei Herrenhemden rechts.
Welche Blusenform passt zu meiner Figur?
Die passende Blusenform hängt von Ihrem Figurtyp ab. Kurvige Frauen profitieren von Wickelblusen und locker geschnittenen Modellen, während kleine Frauen zu schlichten, taillierten Blusen greifen sollten. Für jeden Figurtyp gibt es schmeichelhafte Blusenschnitte und -details. Lesen Sie dazu die Tipps im Abschnitt „Tipps für jeden Figurtyp“.
Welche Bluse ist für das Büro geeignet?
Für das Büro eignen sich klassische Hemdblusen, Reverskragenblusen und Stehkragenblusen in dezenten Farben wie Weiß, Blau oder Pastelltönen. Achten Sie auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und vermeiden Sie zu auffällige Muster oder tiefe Ausschnitte.
Fazit: Die Bluse – ein vielseitiges Must-Have
Die Damenbluse ist ein unglaublich vielseitiges Kleidungsstück, das in keiner Garderobe fehlen sollte. Von der klassischen Hemdbluse über die elegante Stehkragenbluse bis hin zur lässigen Oversize-Bluse – die Auswahl ist riesig. Mit der richtigen Bluse können Sie Ihren persönlichen Stil unterstreichen und für jeden Anlass perfekt gekleidet sein. Experimentieren Sie mit verschiedenen Stilen, Schnitten und Materialien und finden Sie Ihre Lieblingsblusen!
