Wie viel kostet eine Margerite?

Margeriten: Sorten, Pflege und Tipps für Ihren Garten

30/12/2022

Rating: 4.4 (6746 votes)

Die Margerite, ein Name, der Fröhlichkeit und unbeschwerte Sommertage heraufbeschwört. Mit ihren strahlend weißen Blütenblättern und dem leuchtend gelben Zentrum sind Margeriten ein echter Klassiker in Gärten und auf Balkonen. Doch was macht diese Blume so besonders? Und wie pflegt man sie richtig, damit sie uns mit ihrer Blütenpracht lange Freude bereitet? In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Margeriten ein und beantworten alle wichtigen Fragen rund um diese beliebte Pflanze.

Wo findet man Margeriten?
Standort und Boden für Margeriten Die Wild- und Wiesenblume und auch die Stauden sind robust und pflegeleicht. Sie kommen mit fast jedem Boden zurecht. Ideal ist ein leicht saurer bis neutraler Gartenboden. Alle Margeriten bevorzugen einen sonnigen, windgeschützten Platz, kommen aber auch im Halbschatten gut zurecht.
Inhaltsverzeichnis

Was sind Margeriten? Eine botanische Einordnung

Wenn wir von Margeriten sprechen, meinen wir in der Regel die Garten-Margerite (Leucanthemum maximum) oder die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare). Beide gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und sind eng miteinander verwandt. Oft wird auch die Strauchmargerite (Argyranthemum frutescens) zu den Margeriten gezählt, obwohl sie botanisch gesehen eine eigene Gattung darstellt. Die Kapmargerite (Osteospermum) hingegen ist, trotz der Namensähnlichkeit und des ähnlichen Aussehens, keine echte Margerite.

Die echte Margerite, besonders die Garten- und Wiesen-Margerite, ist in Europa heimisch und wächst wild auf Wiesen und Weiden. Sie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die sich durch ihre Robustheit und Anspruchslosigkeit auszeichnet. Die Strauchmargerite hingegen stammt von den Kanarischen Inseln und ist nicht winterhart in unseren Breiten.

Wann blühen Margeriten? Die Blütezeit im Jahresverlauf

Die Blütezeit der Margeriten variiert je nach Art und Sorte. Die Gartenmargerite erfreut uns üblicherweise von Mai bis August mit ihren großen, weißen Blüten. Die Strauchmargerite ist hier etwas früher dran und beginnt bereits ab März zu blühen. Ihre Blütezeit kann sich bis in den Oktober hineinziehen, was sie zu einem wahren Dauerblüher macht. Die Wiesenmargerite blüht ebenfalls im Sommer, meist von Juni bis September.

Durch die Züchtung gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Margeritensorten, die sich nicht nur in der Blütenfarbe, sondern auch in der Blütezeit unterscheiden können. So findet sich für jeden Garten und jeden Geschmack die passende Margerite.

Margeriten-Sorten und Farben: Mehr als nur Weiß

Obwohl wir Margeriten meist mit weißen Blüten assoziieren, gibt es mittlerweile eine breite Palette an Farben und Formen. Neben dem klassischen Weiß sind Züchtungen in Gelb, Rosa und Violett erhältlich. Auch bei der Blütenform gibt es Unterschiede: von einfachen, ungefüllten Blüten bis hin zu gefüllten oder besonders großen Blüten ist alles dabei.

Hier eine kleine Übersicht beliebter Margeritensorten:

SorteBlütenfarbeBesonderheiten
'Alaska'ReinweißKlassische Sorte, große Blüten
'Banana Cream'Cremeweiß bis GelbVerändert die Farbe während der Blüte
'Broadway Lights'GelbLeuchtend gelbe Blüten
'Crazy Daisy'Weiß, gefülltGefüllte Blüten, buschiger Wuchs
Strauchmargerite 'Madeira Crested Merlot'Dunkelrosa bis ViolettStrauchmargerite mit ungewöhnlicher Farbe

Bei der Wahl der Sorte spielen neben der Farbe auch die Wuchshöhe und die Blütezeit eine Rolle. Für Beete eignen sich sowohl hohe als auch niedrige Sorten, während für Kübel eher kompaktere Sorten empfehlenswert sind.

Wann gibt es Margeriten?
Von Mai bis Oktober erfreut uns die Margerite (Leucanthemum) mit ihren strahlend-weißen Blüten an ihren langen Stielen. Wegen ihrer großen Beliebtheit gibt es mittlerweile auch Züchtungen in gelb, rosa und violett – mit einfachen, aber auch mit gefüllten oder besonders großen Blüten.

Der ideale Standort und Boden für Margeriten

Margeriten sind Sonnenanbeter und bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je sonniger der Standort, desto üppiger fällt die Blütenpracht aus. Ein windgeschützter Platz ist ebenfalls von Vorteil, da starke Winde die zarten Blütenstiele abknicken können.

Beim Boden sind Margeriten relativ anspruchslos. Sie gedeihen in fast jedem Gartenboden, bevorzugen aber einen fruchtbaren, durchlässigen Boden. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Schwere, lehmige Böden können mit Sand oder Kompost aufgelockert werden. Für Kübelpflanzungen eignet sich eine hochwertige Kübelpflanzenerde.

Margeriten richtig pflegen: Gießen, Düngen und Schneiden

Margeriten sind zwar pflegeleicht, aber ein wenig Aufmerksamkeit benötigen sie dennoch, um ihre volle Schönheit zu entfalten.

Gießen

Besonders in den Sommermonaten und bei großer Hitze haben Margeriten einen hohen Wasserbedarf. Der Boden sollte immer leicht feucht sein, aber nicht nass. Gießen Sie am besten morgens und abends, wenn nötig. Staunässe unbedingt vermeiden! Im Kübel gepflanzte Margeriten trocknen schneller aus und benötigen daher häufiger Wasser.

Düngen

Margeriten sind keine Starkzehrer und benötigen nicht unbedingt viel Dünger. Eine monatliche Düngergabe während der Blütezeit mit einem Volldünger oder Kompost kann jedoch die Blütenbildung fördern. Im Frühjahr kann ein Depotdünger in den Boden eingearbeitet werden, der die Pflanzen die ganze Saison über mit Nährstoffen versorgt.

Schneiden

Regelmäßiges Ausputzen abgeblühter Blüten fördert die Bildung neuer Blütenknospen und verlängert die Blütezeit. Schneiden Sie die verwelkten Blüten direkt unterhalb des Blütenkopfes ab. Nach der ersten Blüte, etwa im August, können Sie die Margeriten um etwa 5 cm zurückschneiden. Dies regt einen neuen Blütenflor an. Im Herbst, nach der Blütezeit, können Sie die gesamte Staude handbreit über dem Boden zurückschneiden. Bei Kübelpflanzen erfolgt der Rückschnitt erst im Frühjahr.

Winterschutz

Gartenmargeriten (Leucanthemum maximum) sind in der Regel winterhart und überstehen den Winter im Freien. Ein leichter Winterschutz aus Reisig oder Laub kann jedoch in rauen Lagen oder bei Kahlfrost sinnvoll sein. Strauchmargeriten (Argyranthemum frutescens) sind nicht winterhart und müssen frostfrei überwintert werden. Stellen Sie Kübelpflanzen vor dem ersten Frost in ein kühles, helles Winterquartier (z.B. Wintergarten, Keller, Treppenhaus) bei etwa 5-10°C. Gießen Sie die Pflanzen im Winterquartier nur sparsam, um den Wurzelballen leicht feucht zu halten.

Wie viel kostet eine Margerite?
Margerite weiß, 29,80 €

Margeriten im Garten und auf dem Balkon verwenden

Margeriten sind vielseitig einsetzbar und verschönern sowohl Gärten als auch Balkone und Terrassen.

Im Garten

Im Garten kommen Margeriten besonders gut in Beeten und Rabatten zur Geltung. Sie lassen sich wunderbar mit anderen Sommerblumen wie Mohn, Lupinen, Phlox, Lavendel, Sonnenhut und Rittersporn kombinieren. Für eine bunte Blumenwiese eignen sich besonders die Wiesenmargeriten. Niedrig wachsende Sorten können auch als Bodendecker oder zur Beetbegrenzung verwendet werden.

Auf dem Balkon und der Terrasse

Auch im Topf oder Kübel machen Margeriten eine gute Figur auf Balkon und Terrasse. Wählen Sie hierfür kompakte Sorten und achten Sie auf eine ausreichende Topfgröße. Eine gute Drainage im Topf ist wichtig, um Staunässe zu vermeiden.

Margeriten als Heil- und Nutzpflanze

Die Wiesenmargerite ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch eine Heil- und Nutzpflanze. Junge Blätter und Blütenknospen sind essbar und haben einen leicht nussigen Geschmack. Sie können Salaten, Suppen oder Kräuterquark beigemischt werden. In der Volksmedizin werden Auszüge der Wiesenmargerite ähnlich wie Kamille verwendet. Sie sollen harntreibend wirken und bei offenen Schnittwunden helfen. Allerdings sollten Allergiker vorsichtig sein, da Margeritenpollen Allergien auslösen können.

Darüber hinaus sind Margeriten bienenfreundliche Pflanzen. Ihre nektarreichen Blüten locken Bienen, Hummeln und andere Insekten an und tragen so zur Bestäubung bei.

Häufig gestellte Fragen zu Margeriten (FAQ)

Sind Kapmargeriten auch Margeriten?
Nein, Kapmargeriten (Osteospermum) sind keine echten Margeriten. Obwohl sie ähnlich aussehen, gehören sie zu einer anderen Gattung und stammen aus Südafrika. Kapmargeriten sind wärmeliebend und in unseren Breiten meist einjährig.
Sind Strauchmargeriten winterfest?
Strauchmargeriten (Argyranthemum frutescens) sind nicht winterfest und müssen frostfrei überwintert werden. Sie stammen von den Kanarischen Inseln und vertragen keine strengen Fröste.
Sind Gartenmargeriten winterfest?
Gartenmargeriten (Leucanthemum maximum) sind in der Regel winterhart und können im Freien überwintern. Ein leichter Winterschutz ist in rauen Lagen empfehlenswert.
Sind Margeriten bienenfreundlich?
Ja, Margeriten sind sehr bienenfreundlich. Ihre Blüten bieten reichlich Pollen und Nektar und sind eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten.
Wie lange blühen Margeriten?
Die Blütezeit von Margeriten variiert je nach Art. Gartenmargeriten blühen von Mai bis August, Strauchmargeriten bereits ab März bis Oktober.

Fazit: Margeriten – Fröhliche Blüten für jeden Garten

Margeriten sind nicht ohne Grund so beliebt. Sie sind pflegeleicht, blühfreudig und vielseitig einsetzbar. Ob im Beet, im Kübel oder als Schnittblume – Margeriten bringen Freude und Farbe in jeden Garten und auf jeden Balkon. Mit der richtigen Pflege und dem passenden Standort werden Sie lange Freude an diesen fröhlichen Blüten haben.

Go up