Kann man im November noch Blumen Pflanzen?

Bewässerungstipps für frisch gepflanzte Sträucher

28/10/2024

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Stellen Sie sich vor, Sie haben mit viel Mühe und Vorfreude neue Sträucher in Ihren Garten gepflanzt. Sie sehen zunächst prächtig aus und Sie sind stolz auf Ihr Werk. Doch plötzlich, nach wenigen Tagen, lassen sie die Blätter hängen und wirken kraftlos. Im schlimmsten Fall gehen sie sogar ein! Das ist eine frustrierende Situation, die viele Gartenliebhaber kennen. Oft liegt das Problem in der Bewässerung. Obwohl es so einfach klingt, das richtige Gießen von Neupflanzungen ist entscheidend für ihr Anwachsen und Gedeihen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige, um Ihre frisch gepflanzten Sträucher optimal mit Wasser zu versorgen und typische Fehler zu vermeiden.

Wann darf man nicht gießen?
Giessen Sie am besten in den frühen Morgenstunden. Zu dieser Zeit ist es noch nicht so heiss und das Wasser verdunstet langsamer. Giessen während den Abendstunden sollte vermieden werden, weil sonst Pilzkrankheiten auftreten können. Giessen Sie nicht mit sehr kaltem oder heissem Wasser.
Inhaltsverzeichnis

Warum ist die richtige Bewässerung bei neuen Sträuchern so wichtig?

Neue Sträucher haben nach dem Einpflanzen besondere Bedürfnisse. Ihre Wurzeln müssen sich erst im neuen Erdreich etablieren und ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Im Gegensatz zu etablierten Pflanzen haben sie noch kein ausgedehntes Wurzelsystem, das ihnen Zugang zu tieferen Wasservorräten verschafft. Daher sind sie in den ersten Wochen und Monaten besonders anfällig für Trockenstress. Eine unzureichende Bewässerung kann dazu führen, dass die Sträucher nicht richtig anwachsen, kümmerlich wachsen oder sogar absterben. Andererseits kann auch übermäßiges Gießen schädlich sein, da es zu Staunässe und Wurzelfäule führen kann. Das Ziel ist es also, das richtige Maß zu finden und die Pflanzen bedarfsgerecht zu versorgen.

Oberflächliches Gießen – Ein häufiger Fehler

Ein weit verbreiteter Fehler ist das oberflächliche Gießen. Viele Hobbygärtner besprühen ihre neuen Pflanzen lediglich mit dem Gartenschlauch, sodass nur die oberste Bodenschicht befeuchtet wird. Dies mag zwar kurzfristig erfrischend wirken, erreicht aber nicht die Wurzeln, die sich tiefer im Boden befinden. Die Folge: Die Pflanzen bilden flache Wurzeln aus, die in den oberen Bodenschichten nach Wasser suchen. Diese flachen Wurzeln sind jedoch sehr empfindlich gegenüber Trockenheit und Hitze. Bei längeren Trockenperioden leiden die Pflanzen schnell unter Wassermangel, obwohl sie vermeintlich regelmäßig gegossen wurden. Oberflächliches Gießen ist also kontraproduktiv und schadet den Pflanzen langfristig.

Richtig gießen – So geht's!

Die richtige Bewässerung von frisch gepflanzten Sträuchern erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Hier sind einige wichtige Tipps, die Sie beachten sollten:

1. Gründlich und durchdringend gießen

Anstatt täglich nur wenig Wasser zu geben, ist es besser, alle paar Tage gründlich und durchdringend zu gießen. Das bedeutet, dass Sie so viel Wasser geben sollten, dass der Boden bis in eine Tiefe von etwa 25 Zentimetern gut durchfeuchtet ist. So stellen Sie sicher, dass das Wasser auch die Wurzeln erreicht und die Pflanzen ausreichend versorgt werden.

2. Die Gießprobe – Kontrolle ist besser

Um sicherzustellen, dass Sie ausreichend gewässert haben, empfiehlt sich die sogenannte Gießprobe. Gießen Sie Ihre Sträucher wie gewohnt. Warten Sie dann etwa eine Stunde, bis das Wasser versickert ist. Nehmen Sie anschließend eine Schaufel und graben Sie vorsichtig etwas Erde in der Nähe der Pflanze aus. Fühlt sich die Erde in einer Tiefe von etwa 25 Zentimetern noch feucht an? Dann haben Sie genug Wasser gegeben. Ist die Erde hingegen trocken, müssen Sie nachgießen.

3. Wurzelballen vor dem Pflanzen tränken

Ein weiterer wertvoller Tipp ist das Tränken des Wurzelballens vor dem Einpflanzen. Stellen Sie den Topf mit dem Strauch in einen Eimer oder eine Wanne mit Wasser, bis der Wurzelballen vollständig durchfeuchtet ist und keine Luftblasen mehr aufsteigen. Dies gibt den Pflanzen einen Feuchtigkeitsvorsprung und erleichtert das Anwachsen im neuen Gartenboden.

4. Gießrand oder Gießmulde anlegen

Besonders bei trockenem Boden ist es ratsam, einen kleinen Gießrand oder eine Gießmulde um die Neupflanzung anzulegen. Dieser Rand verhindert, dass das Wasser beim Gießen abfließt und sorgt dafür, dass es direkt zu den Wurzeln gelangt. Das Wasser kann sich in der Mulde sammeln und langsam in den Boden eindringen.

5. Mulchen – Feuchtigkeit im Boden halten

Eine Mulchschicht um die Sträucher herum ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch äußerst nützlich für die Bewässerung. Mulch, beispielsweise aus Rindenmulch, Holzhackschnitzeln oder Rasenschnitt, reduziert die Verdunstung des Wassers aus dem Boden und hält ihn länger feucht. Zudem unterdrückt Mulch das Wachstum von Unkraut und verbessert die Bodenstruktur. Eine Mulchschicht ist also eine wertvolle Ergänzung zur richtigen Bewässerung.

Wie viel Wasser benötigen neue Sträucher?

Die Frage nach der richtigen Wassermenge ist nicht pauschal zu beantworten, da sie von verschiedenen Faktoren abhängt:

  • Pflanzenart: Verschiedene Sträucherarten haben unterschiedliche Wasserbedürfnisse. Informieren Sie sich über die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen.
  • Bodenart: Sandige Böden speichern Wasser schlechter als lehmige Böden. Auf sandigen Böden müssen Sie möglicherweise häufiger gießen.
  • Witterung: Bei sonnigem und warmem Wetter verdunstet mehr Wasser, sodass häufigeres Gießen erforderlich ist. Regen reduziert den Gießbedarf.
  • Jahreszeit: Im Frühling und Sommer, während der Wachstumsphase, benötigen Sträucher mehr Wasser als im Herbst und Winter.

Als Faustregel können Sie sich an folgenden Mengen orientieren:

PflanzengruppeWassermenge pro Gießvorgang
Staudenca. 1 Liter
Sträucher und Büscheca. 5 Liter
Bäume und große Sträucherbis zu 10 Liter

Diese Angaben sind jedoch nur Richtwerte. Beobachten Sie Ihre Pflanzen und den Boden genau und passen Sie die Wassermenge entsprechend an. Die Gießprobe (siehe oben) ist ein zuverlässiges Mittel, um den tatsächlichen Wasserbedarf zu ermitteln.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen?

Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn die Temperaturen kühler sind und die Sonne nicht mehr so stark scheint. So verdunstet weniger Wasser, bevor es in den Boden eindringen kann. Das Gießen in der Mittagshitze sollte vermieden werden, da ein Großteil des Wassers ungenutzt verdunstet und die Pflanzen durch den plötzlichen Temperaturunterschied geschädigt werden könnten.

In heißen Sommern kann es erforderlich sein, täglich zu gießen, insbesondere abends. Im Frühling und an bewölkten Sommertagen reicht es oft aus, alle zwei bis drei Tage zu gießen. Von Ende Oktober bis Ende Februar, während der Winterruhe, benötigen die Pflanzen in der Regel keine zusätzliche Bewässerung, da der Regen meist ausreichend ist. Kontrollieren Sie jedoch auch im Winter den Boden, insbesondere bei längeren Trockenperioden und Frost, und gießen Sie bei Bedarf sparsam.

Bewässerung von Sträuchern in Töpfen und Kübeln

Sträucher in Töpfen, Kübeln oder Containern haben besondere Anforderungen an die Bewässerung. Da sie nicht auf das Grundwasser zugreifen können, sind sie vollständig auf die Wasserversorgung im Topf angewiesen. Topfpflanzen trocknen schneller aus als Pflanzen im Freiland, insbesondere an sonnigen und windigen Standorten. Daher ist es wichtig, sie regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu gießen.

Halten Sie die Erde in Töpfen und Kübeln immer gleichmäßig feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. An heißen Sommertagen kann es erforderlich sein, mehrmals täglich zu gießen, manchmal sogar morgens und abends. Stellen Sie sicher, dass das Wasser gut abfließen kann, und verwenden Sie Töpfe mit Drainagelöchern. Eine Untertasse unter dem Topf kann helfen, überschüssiges Wasser aufzufangen und die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Pflanze zu erhöhen. Beachten Sie jedoch, dass in der Untertasse kein Wasser dauerhaft stehen sollte, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Bewässerung von Sträuchern

Wie erkenne ich, ob mein Strauch Wasser benötigt?
Achten Sie auf Anzeichen wie hängende Blätter, welke Triebe oder trockene Erde. Führen Sie die Fingerprobe durch: Stecken Sie einen Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen.
Kann ich Sträucher mit Leitungswasser gießen?
Ja, in den meisten Fällen ist Leitungswasser für die Bewässerung von Sträuchern geeignet. Regenwasser ist jedoch weicher und enthält keine Kalkablagerungen, daher ist es oft die bessere Wahl, wenn verfügbar.
Was tun bei Staunässe?
Staunässe ist schädlich für die Wurzeln. Sorgen Sie für eine gute Drainage im Boden und in Töpfen. Bei Staunässe sollten Sie weniger gießen und gegebenenfalls den Boden auflockern oder die Pflanze umpflanzen.
Wie oft muss ich neu gepflanzte Sträucher düngen?
In den ersten Wochen nach der Pflanzung benötigen Sträucher in der Regel keine zusätzliche Düngung, da der Boden im Pflanzloch meist ausreichend Nährstoffe enthält. Mit der Düngung können Sie im Frühjahr des Folgejahres beginnen.
Kann ich zu viel gießen?
Ja, übermäßiges Gießen kann genauso schädlich sein wie zu wenig gießen. Es führt zu Staunässe, Wurzelfäule und kann die Pflanzen schwächen oder abtöten. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie bedarfsgerecht.

Fazit

Die richtige Bewässerung ist ein entscheidender Faktor für das erfolgreiche Anwachsen und Gedeihen von frisch gepflanzten Sträuchern. Beachten Sie die oben genannten Tipps, beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam und passen Sie die Bewässerung an die jeweiligen Bedingungen an. Mit etwas Sorgfalt und Aufmerksamkeit werden Ihre neuen Sträucher prächtig gedeihen und Ihnen lange Freude bereiten. Und denken Sie daran: Im Zweifelsfall ist es immer besser, etwas zu wenig als zu viel zu gießen. Sollten Sie dennoch unsicher sein, zögern Sie nicht, sich an einen Fachmann in Ihrer Gärtnerei zu wenden.

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