Wie züchte ich Blumen?

Richtig gießen: Mythen und Tipps für gesunde Pflanzen

03/01/2026

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Wasser ist das Lebenselixier für jeden Garten. Eine korrekte Bewässerung ist entscheidend für das Wachstum und die Gesundheit Ihrer Pflanzen, von blühenden Blumen bis hin zu ertragreichen Gemüsepflanzen. Doch rund um das Thema Gießen ranken sich viele Mythen und Halbwahrheiten. Dieser Artikel räumt mit den häufigsten Irrtümern auf und gibt Ihnen wertvolle Tipps für eine effiziente und pflanzenschonende Bewässerung.

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WELCHE BLUMEN SIND GEEIGNET? Dahlien: Dahlien sind eine der beliebtesten Blumensorten für Hochbeete. ... Sonnenblumen: Sonnenblumen sind ein Muss für jeden Garten. ... Petunien: Petunien sind eine weitere beliebte Blumensorte für Hochbeete. ... Geranien: ... Margeriten: ... Tagetes: ... Primeln: ... Lupinen:
Inhaltsverzeichnis

Die größten Bewässerungsmythen – Aufklärung für Gartenfreunde

Es gibt viele vermeintliche Weisheiten rund um das Thema Gießen. Doch nicht alles, was im Volksmund kursiert, ist auch wirklich richtig. Lassen Sie uns einige der hartnäckigsten Mythen genauer unter die Lupe nehmen:

Mythos 1: Bei Hitze muss man täglich gießen

Falsch! Die Häufigkeit des Gießens ist weniger entscheidend als die Wassermenge. Es ist effektiver, den Boden einmal durchdringend zu wässern, sodass das Wasser auch tiefere Bodenschichten erreicht, anstatt täglich nur oberflächlich zu gießen. Durch das oberflächliche Gießen werden die Wurzeln der Pflanzen dazu angeregt, sich in den oberen Bodenschichten auszubreiten, wo das Wasser schneller verdunstet. Gießen Sie stattdessen seltener, aber dafür intensiver. Dadurch werden die Pflanzen „trainiert“, tiefere Wurzeln zu bilden und sich Wasser aus tieferen, feuchteren Bodenschichten zu holen. Dies macht sie widerstandsfähiger gegen Trockenperioden.

Mythos 2: Mittags gießen verbrennt die Blätter

Auch dieser Mythos hält sich hartnäckig, ist aber im Wesentlichen falsch. Der sogenannte „Brennglaseffekt“ durch Wassertropfen auf Blättern ist in der Praxis kaum relevant. Nur unter sehr speziellen Bedingungen, etwa bei Blättern mit feinen Härchen, die Wassertropfen abheben und fokussieren, könnte ein minimaler Brennglaseffekt entstehen. Das Hauptproblem beim Gießen in der Mittagssonne ist die Verdunstung. Ein großer Teil des Wassers verdunstet, bevor es von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden kann. Daher ist es sinnvoller, entweder früh morgens oder abends zu gießen, wenn die Temperaturen niedriger sind und die Verdunstung geringer ist.

Mythos 3: Gegen trockenen Boden kann man nichts tun

Unsinn! Es gibt zahlreiche Methoden, um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu verbessern. Eine der effektivsten Maßnahmen ist die Anreicherung des Bodens mit Humus. Humusreiche Böden können Wasser besser speichern und geben es bei Bedarf langsam an die Pflanzen ab. Auch das Hacken des Bodens nach dem Gießen ist hilfreich. Durch das Hacken werden die Kapillaren im Boden unterbrochen. Kapillaren sind feine Poren im Boden, die Wasser aus tieferen Schichten an die Oberfläche transportieren, wo es verdunstet. Durch das Unterbrechen dieser Kapillaren wird die Verdunstung reduziert und das Wasser bleibt länger im Boden. Eine Schicht Mulch aus organischem Material wie Rasenschnitt, Laub oder Rindenmulch schützt den Boden ebenfalls vor Verdunstung und hält ihn feucht.

Mythos 4: Ohne Torf speichert der Boden keine Feuchtigkeit

Auch falsch! Torf ist zwar ein guter Wasserspeicher, aber der Torfabbau hat verheerende Folgen für die Umwelt. Moore werden zerstört, und dabei werden große Mengen klimaschädlicher Gase freigesetzt. Glücklicherweise gibt es viele torffreie Alternativen, um die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens zu verbessern. Kompost ist eine hervorragende Option, um den Boden mit organischem Material anzureichern und seine Struktur zu verbessern. Auch Bodendecker helfen, den Boden vor Austrocknung zu schützen. Im Gemüsebeet oder unter Gehölzen ist eine Mulchschicht aus organischem Material sehr empfehlenswert. Sie verhindert die Verdunstung und versorgt den Boden gleichzeitig mit Nährstoffen.

Mythos 5: Bäume und Sträucher ziehen zu viel Wasser

Das Gegenteil ist der Fall! Bäume und Sträucher, insbesondere heimische Arten, sind wertvolle Bestandteile eines naturnahen Gartens. Sie spenden Schatten, reduzieren die Bodentemperatur und verbessern das Mikroklima. Durch die Verdunstung über ihre Blätter tragen sie sogar zur Kühlung der Umgebung bei. Eine vielfältige Bepflanzung mit Bäumen, Sträuchern und Stauden ist widerstandsfähiger gegen Trockenheit als ein Garten mit Monokulturen wie einem reinen Rasen. Ein artenreicher Garten mit standortangepassten Pflanzen kommt oft mit deutlich weniger Bewässerung aus.

Mythos 6: Heimische Pflanzen vertragen keine Trockenheit

Auch dieser Mythos ist unbegründet. Es gibt eine große Vielfalt an heimischen Pflanzen, die an trockene Standorte angepasst sind. Viele Wildstauden, Gräser und Gehölze wachsen natürlich auf Trockenrasen, in Gebirgsregionen oder in Steinbrüchen und sind daher bestens an trockene Bedingungen angepasst. Beispiele hierfür sind Graslilie, Sandthymian, Karthäusernelke, Wolliger Schneeball, Feldahorn, Wacholder und Wildrosen. Im Gegensatz dazu benötigen viele exotische Pflanzen wie Geranien, Hortensien oder Thuja mehr Wasser und leiden schnell unter Trockenheit.

Richtig gießen im Gemüsegarten

Gemüsepflanzen sind in der Regel empfindlicher gegenüber Trockenheit als Zierpflanzen. Eine ausreichende Wasserversorgung ist entscheidend für eine reiche Ernte. Hier sind einige wichtige Punkte für die Bewässerung im Gemüsegarten:

  • Direkt an die Wurzeln gießen: Vermeiden Sie es, über die Blätter zu gießen, insbesondere bei empfindlichen Gemüsesorten wie Tomaten oder Kohlrabi. Gießen Sie stattdessen direkt an den Wurzelbereich. Sie können einen kleinen Blumentopf ohne Boden neben die Pflanze in den Boden eingraben und diesen als Gießtrichter verwenden.
  • Morgens gießen: Gießen Sie Gemüse am besten in den Morgenstunden. So haben die Pflanzen genügend Zeit, das Wasser aufzunehmen, bevor die Mittagshitze einsetzt. Außerdem können feuchte Blätter über Nacht Pilzkrankheiten begünstigen und Schnecken anlocken.
  • Durchdringend gießen: Gießen Sie lieber seltener, aber dafür gründlich. Das Wasser sollte bis in tiefere Bodenschichten vordringen, um die Wurzeln zu erreichen. Eine oberflächliche Bewässerung führt dazu, dass die Wurzeln nur in den oberen Bodenschichten wachsen und die Pflanzen anfälliger für Trockenheit werden.
  • Bodenfeuchtigkeit kontrollieren: Überprüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchtigkeit. Stecken Sie einen Finger etwa 5-10 cm tief in die Erde. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, ist es Zeit zu gießen.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht aus Stroh, Rasenschnitt oder anderem organischen Material hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und die Verdunstung zu reduzieren.

Bewässerung im Ziergarten – Stauden und Blumen richtig gießen

Auch Zierpflanzen und Stauden benötigen eine regelmäßige Wasserversorgung, um gesund und blühfreudig zu bleiben. Die Bewässerungsbedürfnisse können jedoch je nach Pflanzenart stark variieren. Einige Stauden sind sehr trockenheitsverträglich, während andere mehr Wasser benötigen. Hier sind einige allgemeine Tipps:

  • Bedarfsgerecht gießen: Informieren Sie sich über die spezifischen Wasserbedürfnisse Ihrer Zierpflanzen. Trockenheitsverträgliche Stauden wie Lavendel, Fetthenne oder Sonnenhut benötigen weniger Wasser als beispielsweise Hortensien oder Funkien.
  • Regelmäßig gießen: Gießen Sie Zierpflanzen regelmäßig, besonders in Trockenperioden. Achten Sie jedoch darauf, Staunässe zu vermeiden, da dies zu Wurzelfäule führen kann.
  • Bodenfeuchtigkeit prüfen: Wie im Gemüsegarten, überprüfen Sie die Bodenfeuchtigkeit, bevor Sie gießen.
  • Trockenheitsverträgliche Stauden wählen: Wenn Sie Wasser sparen möchten, setzen Sie auf trockenheitsverträgliche Stauden und Ziergräser. Diese sind nicht nur pflegeleichter, sondern auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge.

Beispiele für trockenheitsverträgliche Stauden: Graslilien (Anthericum liliago, Anthericum ramosum), Goldhaaraster (Aster linosyris), Sandnelke (Dianthus arenarius), Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare), Große Braunelle (Prunella grandiflora).

Obstbäume richtig bewässern

Auch Obstbäume benötigen ausreichend Wasser, insbesondere während der Fruchtentwicklung. Wassermangel kann zu schlechten Erträgen und geschwächten Bäumen führen. Hier einige Hinweise zur Bewässerung von Obstbäumen:

  • Kronentraufe gießen: Gießen Sie Obstbäume im Bereich der Kronentraufe. Dort befinden sich die feinen Wurzeln, die das Wasser am besten aufnehmen können.
  • Durchdringend gießen: Gießen Sie Obstbäume durchdringend, sodass das Wasser bis zu den tieferen Wurzeln gelangt. Dies ist besonders wichtig bei jungen Bäumen.
  • Weniger ist mehr: Übermäßige Bewässerung kann auch schädlich sein und zu Wurzelfäule führen. Gießen Sie nur, wenn der Boden tatsächlich trocken ist.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht unter Obstbäumen hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und die Verdunstung zu reduzieren.
  • Düngung: Neben der Bewässerung ist auch eine regelmäßige Düngung wichtig für gesunde und ertragreiche Obstbäume. Verwenden Sie reifen Kompost oder Algenkalk als Dünger.

Regenwasser nutzen – Kostenlos und umweltfreundlich gießen

Regenwasser ist das ideale Gießwasser für den Garten. Es ist kalkarm, hat den richtigen pH-Wert für Pflanzen und ist kostenlos! Nutzen Sie Regenwasser, wann immer es möglich ist:

  • Regentonne aufstellen: Stellen Sie eine oder mehrere Regentonnen unter den Regenfallrohren auf, um Regenwasser aufzufangen.
  • Zisterne einbauen: Für größere Gärten oder einen höheren Wasserbedarf kann der Einbau einer Zisterne sinnvoll sein.
  • Andere Gefäße nutzen: Auch andere Gefäße wie Eimer, Bottiche oder sogar ein alter Regenschirm können zum Auffangen von Regenwasser verwendet werden.
  • Tierschutz beachten: Achten Sie darauf, dass Regentonnen und andere Wassergefäße keine Gefahr für Tiere darstellen. Legen Sie einen Stein oder Ast in die Tonne, damit Insekten und andere Kleintiere herausklettern können.

Effiziente Bewässerung – Tipps zum Wassersparen

Wasser ist eine wertvolle Ressource, und im Garten sollte man sparsam damit umgehen. Hier sind einige Tipps für eine effiziente Bewässerung:

  • Zur richtigen Zeit gießen: Gießen Sie früh morgens oder abends, um Verdunstungsverluste zu minimieren.
  • Direkt an die Wurzeln gießen: Vermeiden Sie es, über die Blätter zu gießen, und gießen Sie direkt an den Wurzelbereich.
  • Durchdringend gießen: Gießen Sie seltener, aber dafür gründlich, um die Wurzeln zu tiefem Wachstum anzuregen.
  • Boden verbessern: Verbessern Sie die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens durch Humus, Kompost und Mulch.
  • Trockenheitsverträgliche Pflanzen wählen: Setzen Sie auf Pflanzen, die wenig Wasser benötigen.
  • Regenwasser nutzen: Sammeln und nutzen Sie Regenwasser zum Gießen.
  • Automatische Bewässerungssysteme: Für größere Gärten oder bei längerer Abwesenheit können automatische Bewässerungssysteme sinnvoll sein. Achten Sie jedoch darauf, dass diese Systeme effizient eingestellt sind und nicht unnötig Wasser verschwenden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Gießen

Wie oft sollte ich meinen Rasen gießen?
Ein Rasen benötigt in der Regel etwa 15-20 Liter Wasser pro Quadratmeter und Woche. In heißen und trockenen Perioden kann der Bedarf höher sein. Gießen Sie den Rasen lieber seltener, aber dafür durchdringend. Einmal pro Woche gründlich gießen ist besser als täglich nur oberflächlich zu sprengen.
Kann ich Leitungswasser zum Gießen verwenden?
Ja, Leitungswasser ist in der Regel unbedenklich zum Gießen. Allerdings kann es je nach Region kalkhaltig sein. Kalkhaltiges Wasser kann auf Dauer den pH-Wert des Bodens verändern und für einige Pflanzenarten problematisch sein. Regenwasser ist daher die bessere Alternative.
Wie erkenne ich, ob meine Pflanzen Wasser brauchen?
Lassen Sie die Blätter hängen, ist dies oft ein Zeichen für Wassermangel. Überprüfen Sie aber auch die Bodenfeuchtigkeit mit dem Finger. Fühlt sich die Erde trocken an, ist es Zeit zu gießen.
Was ist besser: Gießen mit der Gießkanne oder mit dem Schlauch?
Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Mit der Gießkanne können Sie gezielter gießen und die Wassermenge besser dosieren. Der Schlauch ist praktischer für größere Flächen und spart Zeit. Achten Sie beim Gießen mit dem Schlauch auf einen sanften Wasserstrahl, um den Boden nicht auszuspülen.
Kann man Pflanzen auch übergießen?
Ja, zu viel Wasser kann genauso schädlich sein wie zu wenig. Staunässe führt zu Sauerstoffmangel im Boden und kann Wurzelfäule verursachen. Achten Sie darauf, dass das Wasser gut abfließen kann und vermeiden Sie übermäßiges Gießen.

Mit diesen Tipps und Informationen sind Sie bestens gerüstet, um Ihre Pflanzen richtig zu gießen und Ihren Garten gesund und blühend zu erhalten. Denken Sie daran, die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen zu berücksichtigen und Wasser bewusst und sparsam einzusetzen.

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