05/11/2020
Der Frühling ist die Zeit des Neubeginns, und für viele Pflanzenliebhaber bedeutet das, Balkone, Gärten und Wohnräume mit frischem Grün zu beleben. Anstatt auf die üblichen Pflanzen aus Baumärkten oder Gärtnereien zurückzugreifen, suchen immer mehr Menschen online nach besonderen Schätzen von anderen Pflanzenenthusiasten. Der Austausch und Verkauf von Samen, Ablegern und Setzlingen über das Internet erfreut sich großer Beliebtheit. Doch wie stellt man sicher, dass die empfindlichen Pflanzen den Transport von A nach B unbeschadet überstehen? Mit unseren 10 bewährten Verpackungstipps wird der Pflanzenversand zum Kinderspiel und Ihre grünen Lieblinge erreichen ihren neuen Besitzer in bestem Zustand.

- Die richtige Jahreszeit für den Pflanzenversand
- Versandarten: Brief, Päckchen oder Paket? Die Wahl des richtigen Versandwegs
- Verpackungsmaterialien und -methoden im Detail: So schützen Sie Ihre Pflanzen optimal
- Samen im Briefumschlag: Der einfache Versand für kleine Schätze
- Stecklinge und Triebspitzen in der Plastiktüte: Feuchtigkeit und Schutz für empfindliche Pflanzenteile
- Eierbehälter und Joghurtbecher für kleine Pflänzchen: Stabilität und Schutz für zarte Gewächse
- Plastikflaschen als Universalverpackung: Vielseitig und sicher für Pflanzen jeder Größe
- Pflanzen im Topf versenden: Fixierung und Schutz für Topfpflanzen
- Papprollen für Stecklinge und Ableger: Stabilität und Form für längliche Pflanzenteile
- Pflanze richtig einwickeln und Freiräume vermeiden: Allgemeine Verpackungstipps für den Pflanzenversand
- Kurze Versandzeiten sind entscheidend: Je schneller, desto besser für Ihre Pflanzen
- FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Pflanzenversand
Die richtige Jahreszeit für den Pflanzenversand
Ein entscheidender Faktor für den erfolgreichen Pflanzenversand ist die Wahl der Jahreszeit. Extreme Temperaturen können für Pflanzen während des Transports lebensbedrohlich sein. Daher sollten Sie es unbedingt vermeiden, Pflanzen im Hochsommer oder im tiefsten Winter zu verschicken. In den heißen Sommermonaten können die Temperaturen in schlecht belüfteten Transportfahrzeugen oder Lagerhallen extrem ansteigen. Die Pflanzen können überhitzen, austrocknen oder sogar regelrecht „kochen“. Umgekehrt sind frostige Temperaturen im Winter ebenso schädlich. Viele Pflanzen sind nicht winterhart und können durch Frost irreparable Schäden erleiden. Ihre Zellen können platzen, was zum Absterben von Pflanzenteilen oder der ganzen Pflanze führen kann. Ideal für den Pflanzenversand sind die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst. In diesen Monaten sind die Temperaturen in der Regel moderater und die Pflanzen weniger extremen Bedingungen ausgesetzt. Achten Sie dennoch auf die aktuelle Wetterlage und verschieben Sie den Versand bei angekündigten Hitzewellen oder Frostperioden lieber.
Versandarten: Brief, Päckchen oder Paket? Die Wahl des richtigen Versandwegs
Bei der Wahl der Versandart sollten Sie unbedingt die Empfindlichkeit Ihrer Pflanzen und die voraussichtliche Transportdauer berücksichtigen. Eine „Warensendung“ ist für den Pflanzenversand absolut ungeeignet. Warensendungen sind in der Regel die günstigste Versandoption, haben aber den Nachteil, dass sie eine deutlich längere Lieferzeit haben können. Eine Woche oder sogar noch länger unterwegs zu sein, ist für die meisten Pflanzen schlichtweg zu lange. In dieser Zeit können sie unter Lichtmangel, Wassermangel und ungünstigen Temperaturen leiden. Sprechen Sie sich daher unbedingt mit dem Empfänger ab und wählen Sie eine schnellere Versandart wie Brief, Päckchen oder Paket. Diese Versandoptionen sind zwar etwas teurer, garantieren aber eine deutlich schnellere Zustellung. Für kleinere Pflanzen wie Samen oder einzelne Stecklinge kann ein gepolsterter Brief ausreichend sein. Für größere oder empfindlichere Pflanzen empfiehlt sich der Versand als Päckchen oder Paket. Diese bieten nicht nur mehr Platz, sondern auch einen besseren Schutz vor äußeren Einwirkungen. Beachten Sie jedoch, dass auch bei Päckchen und Paketen die Lieferzeiten je nach Versandunternehmen und Zielort variieren können. Informieren Sie sich daher vorab über die voraussichtliche Versanddauer und planen Sie den Versand entsprechend.
Verpackungsmaterialien und -methoden im Detail: So schützen Sie Ihre Pflanzen optimal
Die richtige Verpackung ist das A und O für einen sicheren Pflanzenversand. Mit den folgenden Tipps und Tricks können Sie Ihre Pflanzen optimal schützen und sicherstellen, dass sie unbeschadet an ihrem Bestimmungsort ankommen.
Samen im Briefumschlag: Der einfache Versand für kleine Schätze
Der Versand von Samen ist denkbar einfach. Für kleine Mengen Samen reicht in der Regel ein normaler Briefumschlag aus. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann einen Umschlag mit Luftpolsterfolie verwenden. Dieser bietet zusätzlichen Schutz vor Stößen und Beschädigungen. Um die Samen zusätzlich zu schützen, können Sie sie in ein kleines Papierkuvert geben und dieses auf eine gefaltete Pappe kleben. Die Pappe stabilisiert den Umschlag und verhindert, dass die Samen im Umschlag hin und her rutschen. Legen Sie das Kuvert mit den Samen in den Briefumschlag, verschließen Sie ihn gut und ab geht die Post!
Stecklinge und Triebspitzen in der Plastiktüte: Feuchtigkeit und Schutz für empfindliche Pflanzenteile
Leichte Stecklinge oder Triebspitzen lassen sich gut in einer Plastiktüte versenden. Geben Sie die Stecklinge oder Triebspitzen in eine Plastiktüte und sprühen Sie mit einer Sprühflasche ein paar Pumpstöße Wasser hinein. Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass die Stecklinge während des Transports nicht austrocknen. Pusten Sie anschließend etwas Luft in den Beutel und verschließen Sie ihn mit einem Gummi oder Klebeband sicher. Die Luft in der Tüte dient als zusätzliches Polster und schützt die Stecklinge vor Beschädigungen. Legen Sie den Beutel mit den Stecklingen in einen stabilen Karton und polstern Sie die Hohlräume gut mit Papier, Holzwolle oder anderem Füllmaterial aus. So sind Ihre Stecklinge optimal geschützt und kommen sicher an.
Eierbehälter und Joghurtbecher für kleine Pflänzchen: Stabilität und Schutz für zarte Gewächse
Eierbehälter aus Kunststoff sind eine hervorragende Verpackungsmöglichkeit für kleine Pflänzchen. Die einzelnen Kammern des Eierbehälters bieten ausreichend Platz für die Pflänzchen und schützen sie gleichzeitig vor Beschädigungen. Geben Sie etwas feuchtes Küchenpapier um die Wurzeln der Pflänzchen, um sie während des Transports mit Feuchtigkeit zu versorgen. Setzen Sie die Pflänzchen in die einzelnen Kammern des Eierbehälters und verschließen Sie diesen vorsichtig. Alternativ zu Eierbehältern können Sie auch leere Joghurtbecher oder ähnliche Gefäße verwenden. Diese bieten ebenfalls einen guten Schutz und sind in den meisten Haushalten vorhanden. Stellen Sie die Pflänzchen in die Joghurtbecher und fixieren Sie sie gegebenenfalls mit etwas Füllmaterial, damit sie nicht verrutschen.
Plastikflaschen als Universalverpackung: Vielseitig und sicher für Pflanzen jeder Größe
Leere Plastikflaschen sind wahre Alleskönner, wenn es um den sicheren Pflanzenversand geht. Sie sind in nahezu jeder Größe erhältlich und lassen sich mit einer Schere leicht an die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze anpassen. Schneiden Sie den oberen Teil der Plastikflasche ab, um eine Art „Pflanzentunnel“ zu schaffen. Setzen Sie die Pflanze in den unteren Teil der Flasche und stülpen Sie den abgeschnittenen Teil umgekehrt darüber. Verkleben Sie die beiden Teile mit Klebeband, um die Pflanze sicher zu umschließen. Plastikflaschen bieten einen stabilen Schutz vor Stößen und Quetschungen und verhindern gleichzeitig, dass die Pflanze austrocknet. Sie eignen sich sowohl für kleine als auch für größere Pflanzen und sind eine kostengünstige und umweltfreundliche Verpackungsoption.
Pflanzen im Topf versenden: Fixierung und Schutz für Topfpflanzen
Auch Pflanzen im Topf können problemlos versendet werden. Wichtig ist dabei, den Topf und die Erde gut zu sichern, damit nichts ausläuft oder verrutscht. Schlagen Sie den Topf zunächst fest in Folie ein. Achten Sie darauf, dass die Folie auch die Erde im Topf vollständig umschließt, damit diese nicht herausfallen kann. Alternativ zur Folie können Sie auch eine Plastiktüte verwenden. Kleben Sie die so verpackte Pflanze anschließend auf eine Pappe, die genauso lang und breit ist wie eine Seitenfläche des Transportkartons. Die Größe der Pappe richtet sich dabei nach der kleinsten Seitenfläche des Kartons, um ein Verrutschen zu verhindern. Für besonders hohe Pflanzen empfiehlt es sich, eine zweite Pappe hinter den Topf zu kleben. Diese sollte genauso hoch und breit sein wie die Längsseite des Kartons. Schieben Sie die Pflanze in den Karton und füllen Sie die verbleibenden Hohlräume mit Luftpolsterfolie, Papierknüllern oder anderem Füllmaterial aus. Durch die angeklebten Pappstücke ist die Pflanze sicher fixiert und kann während des Transports nicht verrutschen.

Papprollen für Stecklinge und Ableger: Stabilität und Form für längliche Pflanzenteile
Küchenpapier- oder Toilettenpapierrollen, also die Pappröhren in deren Mitte, sind eine ideale Verpackung für den sicheren Transport von Stecklingen und Ablegern. Sie bieten Stabilität und schützen die länglichen Pflanzenteile vor dem Abknicken. Wickeln Sie die Stecklinge oder Ableger vorsichtig in etwas feuchtes Küchenpapier, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Stecken Sie die eingewickelten Pflanzenteile in die Papprolle und verschließen Sie die Enden der Rolle mit Klebeband oder Papier. Legen Sie die Papprollen in einen Karton und polstern Sie die Hohlräume gut aus. So sind Ihre Stecklinge und Ableger optimal geschützt und kommen sicher an.
Pflanze richtig einwickeln und Freiräume vermeiden: Allgemeine Verpackungstipps für den Pflanzenversand
Unabhängig von der gewählten Verpackungsmethode gibt es einige allgemeine Tipps, die Sie beim Pflanzenversand immer beachten sollten. Wickeln Sie die Blätter und den Stängel der Pflanze immer sorgfältig ein, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Bei Bedarf können Sie die Pflanze vor dem Versenden noch etwas einstutzen, um sie kompakter zu machen. Achten Sie beim Einwickeln darauf, dass Blätter und Triebe nach oben zeigen, um sie nicht unnötig zu knicken. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vermeidung von Freiräumen im Karton. Füllen Sie alle Hohlräume mit geeignetem Füllmaterial wie Styroporflocken, Holzwolle, Stroh oder zerknülltem Papier aus. Schütteln Sie Ihr Paket vor dem Versand leicht. Wenn die Pflanze darin noch hin und her klappert, müssen Sie unbedingt noch Füllmaterial nachlegen. Denken Sie daran, dass ein Paket und dessen Inhalt auch einen Sturz oder Wurf aushalten müssen. Eine gute Polsterung ist daher unerlässlich, um Ihre Pflanzen optimal zu schützen.
Kurze Versandzeiten sind entscheidend: Je schneller, desto besser für Ihre Pflanzen
Neben der Verpackung ist die Transportzeit der wichtigste Faktor für den erfolgreichen Pflanzenversand. Je kürzer die Versanddauer, desto geringer ist das Risiko, dass die Pflanzen Schaden nehmen. Schweizer Kunden können die Versandzeit beispielsweise extrem verkürzen, indem sie die Lieferadresse von MyPaketshop nutzen. Dank dieser Option können Pflanzen innerhalb der kurzen innerdeutschen Lieferzeiten beim Empfänger in der Schweiz ankommen. Auch umgekehrt funktioniert dies problemlos: Schweizer können ihre Pflanzen per DHL bequem von MyPaketshop aus an eine deutsche oder andere europäische Adresse versenden. Informieren Sie sich über die verschiedenen Versandoptionen und wählen Sie die schnellste und zuverlässigste Option für Ihren Pflanzenversand.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Pflanzenversand
Kann ich Pflanzen in alle Länder verschicken?
Der Versand von Pflanzen ins Ausland kann komplex sein und ist nicht in alle Länder möglich. Informieren Sie sich vor dem Versand unbedingt über die Einfuhrbestimmungen des Ziellandes. Einige Länder haben strenge Quarantänebestimmungen oder verbieten die Einfuhr bestimmter Pflanzenarten. Innerhalb der EU ist der Pflanzenversand in der Regel unkomplizierter, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Informieren Sie sich daher immer gründlich, bevor Sie Pflanzen ins Ausland versenden.
Welche Pflanzen eignen sich besonders gut für den Versand?
Robuste Pflanzenarten wie Sukkulenten, Kakteen oder bestimmte Stauden eignen sich in der Regel besser für den Versand als empfindliche Pflanzen wie Orchideen oder tropische Gewächse. Auch junge Pflanzen und Stecklinge sind oft widerstandsfähiger als ältere, etablierte Pflanzen. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Versandpflanzen immer deren Empfindlichkeit und die voraussichtlichen Transportbedingungen.
Wie lange können Pflanzen ohne Licht und Wasser im Paket überleben?
Die Überlebensdauer von Pflanzen im Paket hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Pflanzenart, der Verpackung, den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit. In der Regel können die meisten Pflanzen einige Tage ohne Licht und Wasser überstehen, insbesondere wenn sie gut verpackt sind und die Bedingungen nicht zu extrem sind. Um das Risiko zu minimieren, sollten Sie den Versand jedoch so planen, dass die Pflanzen möglichst schnell beim Empfänger ankommen.
Was tun, wenn die Pflanze beschädigt ankommt?
Trotz sorgfältiger Verpackung kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass eine Pflanze beschädigt beim Empfänger ankommt. In diesem Fall sollten Sie den Schaden umgehend dem Versandunternehmen melden und Fotos der beschädigten Pflanze und Verpackung machen. In vielen Fällen ist eine Schadensregulierung möglich. Als Absender können Sie durch eine gute Verpackung und die Wahl einer schnellen Versandart das Risiko von Beschädigungen minimieren.
Mit diesen umfassenden Tipps und Tricks steht dem sicheren Pflanzenversand nichts mehr im Wege. Teilen Sie Ihre grünen Schätze mit anderen Pflanzenliebhabern und bereichern Sie die Welt mit blühendem Leben!
