Welche Blume ist für November?

Der November: Wissenswertes für Floristen & Blumenliebhaber

03/11/2024

Rating: 4.52 (1460 votes)

Der November, oft als grauer und melancholischer Monat wahrgenommen, birgt für Floristen und Blumenliebhaber eine ganz besondere Bedeutung. Zwischen dem goldenen Herbst und der Vorfreude auf die Adventszeit bietet er eine Fülle an Inspiration und Anlässen, um mit Blumen und Pflanzen Akzente zu setzen. Tauchen wir ein in die Welt des Novembers und entdecken seine Facetten für die Floristik.

Was steht für den Monat November?
Alte deutsche Namen für die lateinische Bezeichnung November sind Windmond (eingeführt von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert), Wintermonat und Nebelung. Aufgrund der zahlreichen Anlässe des Totengedenkens trägt der November auch die Bezeichnung Trauermonat.
Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft und Bedeutung des Novembers

Der Name November leitet sich vom lateinischen „novem“ für neun ab, da er im ursprünglichen römischen Kalender der neunte Monat war. Interessant ist, dass der November im Laufe der Zeit verschiedene Bezeichnungen trug, die seine charakteristischen Merkmale widerspiegeln. Im Althochdeutschen, zur Zeit Karls des Großen, wurde er als Windmond bezeichnet, was auf die oft stürmischen Winde in dieser Jahreszeit hindeutet. Auch die Namen Wintermonat und Nebelung waren gebräuchlich und verweisen auf die zunehmende Kälte und die Nebelschwaden, die in dieser Zeit oft über das Land ziehen. In den Niederlanden kannte man den November als Schlachtmond (slachtmaand), da traditionell in dieser Zeit das Vieh geschlachtet wurde, um Vorräte für den Winter anzulegen. Weitere historische Bezeichnungen sind Jagdmond und Blutmonat, die ebenfalls auf die Aktivitäten im Spätherbst hinweisen.

Eine besonders bedeutsame Bezeichnung für den November ist Trauermonat. Diese Bezeichnung rührt von den zahlreichen Gedenktagen her, die in diesen Monat fallen und dem Andenken an Verstorbene gewidmet sind. Allerheiligen, Allerseelen und der Volkstrauertag sind nur einige Beispiele, die den November zu einem Monat der Besinnung und des Gedenkens machen. Für Floristen bedeutet dies eine erhöhte Nachfrage nach Trauerfloristik und die Möglichkeit, mit pietätvollen und tröstenden Gestecken und Arrangements einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Der November im Jahreszeitenzyklus

Der November markiert den Übergang vom Herbst zum Winter. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, und die Natur bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor. Viele Bäume haben ihr Laub abgeworfen, und die Landschaft wirkt oft still und in gedeckte Farben getaucht. Doch gerade in dieser vermeintlichen Kargheit liegt auch eine besondere Schönheit. Die verbleibenden Blätter an Sträuchern und Bäumen zeigen oft noch leuchtende Herbstfarben, und immergrüne Pflanzen setzen frische Akzente. Für Floristen bietet der November die Möglichkeit, die Schönheit des Spätherbstes in ihren Werkstücken einzufangen und die Stimmung des Monats floral zu interpretieren.

Novemberliche Gedenktage und ihre floristische Bedeutung

Wie bereits erwähnt, ist der November reich an Gedenktagen, die eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben spielen und auch für Floristen von Bedeutung sind:

  • Allerheiligen (1. November): In katholisch geprägten Regionen ist Allerheiligen ein hoher Feiertag, an dem der Heiligen und Verstorbenen gedacht wird. Es ist ein wichtiger Tag für den Friedhofsbesuch und die Grabpflege. Floristen bieten an Allerheiligen traditionell Grabgestecke, Grabschalen und Einzelblumen an, die den Gräbern eine würdevolle und persönliche Note verleihen. Beliebte Blumen und Pflanzen für Allerheiligen sind beispielsweise Chrysanthemen, Erika, Calluna und winterharte Ziergräser.
  • Allerseelen (2. November): Allerseelen folgt direkt auf Allerheiligen und ist ebenfalls dem Gedenken an die Verstorbenen gewidmet, insbesondere der armen Seelen im Fegefeuer. Auch an Allerseelen sind Friedhofsbesuche üblich, und die Nachfrage nach Trauerfloristik ist weiterhin hoch.
  • Volkstrauertag (Mitte November): Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag, an dem der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird. Er wird traditionell mit Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen begangen. Für Floristen kann dies bedeuten, dass sie Aufträge für Trauerkränze und Gedenkgestecke erhalten, die beispielsweise für Kriegerdenkmäler oder öffentliche Gedenkstätten bestimmt sind.
  • Totensonntag (letzter Sonntag vor dem ersten Advent): Der Totensonntag, auch Ewigkeitssonntag genannt, ist ein evangelischer Gedenktag für die Verstorbenen. Auch an diesem Tag stehen Besinnung und das Gedenken im Mittelpunkt. Die floristische Gestaltung ähnelt der an Allerheiligen und Allerseelen, wobei die Adventszeit bereits näher rückt und sich dies möglicherweise in der Farbwahl und den verwendeten Materialien widerspiegeln kann.

Floristische Gestaltung im November: Inspiration und Ideen

Der November bietet Floristen eine vielfältige Palette an Gestaltungsmöglichkeiten. Hier einige Ideen und Inspirationen:

  • Farben und Materialien: Die Farbpalette des Novembers ist geprägt von warmen, erdigen Tönen wie Braun, Orange, Rostrot und Gold. Ergänzt werden diese durch gedeckte Grün- und Grautöne sowie Akzente in dunklem Rot und Violett. Natürliche Materialien wie Tannenzapfen, Kastanien, Hagebutten, Moos, Holz und Trockenblumen passen hervorragend zur Jahreszeit und verleihen den Werkstücken eine rustikale und natürliche Anmutung.
  • Saisonale Blumen und Pflanzen: Auch im November gibt es eine Auswahl an saisonalen Blumen und Pflanzen, die in der Floristik eingesetzt werden können. Dazu gehören beispielsweise Chrysanthemen in verschiedenen Farben und Formen, Astern, Herbstanemonen, Skimmien mit ihren roten Beeren, Erika und Calluna für winterliche Bepflanzungen, sowie Ziergräser, die Struktur und Bewegung in die Arrangements bringen. Auch Zweige mit Beeren wie Hagebutten oder Vogelbeeren sind beliebte Gestaltungselemente.
  • Themenwelten und Stilrichtungen: Neben der Trauerfloristik bietet der November auch Raum für andere Themenwelten. So kann man beispielsweise herbstliche Dekorationen für das Zuhause gestalten, die Gemütlichkeit und Wärme in die Räume bringen. Auch vorweihnachtliche Arrangements mit ersten Adventsgestecken oder Kränzen sind denkbar, um die Vorfreude auf die Adventszeit zu wecken. Stilistisch kann man im November sowohl rustikale und natürliche Werkstücke als auch elegante und moderne Arrangements kreieren.

Pflegetipps für Novemberblumen und -pflanzen

Damit Novemberblumen und -pflanzen lange Freude bereiten, ist die richtige Pflege wichtig. Hier einige allgemeine Tipps:

  • Standort: Die meisten Novemberblumen und -pflanzen bevorzugen einen hellen, aber nicht zu sonnigen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, insbesondere bei empfindlichen Blüten.
  • Bewässerung: Der Wasserbedarf im November ist in der Regel geringer als im Sommer. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da sie zu Wurzelfäule führen kann. Gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
  • Temperatur: Die meisten Novemberblumen und -pflanzen fühlen sich bei kühleren Temperaturen wohl. Heizungsluft kann ihnen jedoch schaden. Sorgen Sie für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, indem Sie beispielsweise Wasserschalen aufstellen oder die Pflanzen regelmäßig besprühen.
  • Düngung: Im November benötigen die meisten Pflanzen keine Düngung mehr, da sie sich in einer Ruhephase befinden. Ausnahmen können blühende Zimmerpflanzen sein, die gegebenenfalls eine leichte Düngergabe vertragen.

Fazit: Der November – ein facettenreicher Monat für Floristen

Der November mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch er ist ein Monat voller Tiefe und Bedeutung. Für Floristen bietet er sowohl Herausforderungen als auch Chancen. Die Gedenktage erfordern pietätvolle und einfühlsame Trauerfloristik, während die herbstliche Natur und die beginnende Adventszeit Raum für kreative und stimmungsvolle Dekorationen bieten. Mit den richtigen saisonalen Blumen und Pflanzen, einer passenden Farb- und Materialauswahl und einem Gespür für die Stimmung des Monats können Floristen im November ihre Kunden begeistern und mit ihren Werkstücken Trost, Freude und Inspiration spenden.

Häufig gestellte Fragen zum November für Floristen

Welche Blumen sind im November besonders gefragt?
Chrysanthemen, Astern, Herbstanemonen, Erika, Calluna, Skimmien und Ziergräser sind beliebte Novemberblumen.
Welche Farben passen zum November?
Warme, erdige Töne wie Braun, Orange, Rostrot, Gold, gedeckte Grün- und Grautöne sowie Akzente in Dunkelrot und Violett sind typisch für den November.
Welche Materialien eignen sich für Novemberdekorationen?
Natürliche Materialien wie Tannenzapfen, Kastanien, Hagebutten, Moos, Holz und Trockenblumen passen gut zum November.
Welche Anlässe gibt es im November für Floristen?
Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag sind wichtige Gedenktage im November, die eine Nachfrage nach Trauerfloristik erzeugen. Darüber hinaus gibt es den Bedarf an herbstlichen Dekorationen und ersten Adventsgestecken.
Wie können Floristen den November im Blumengeschäft thematisieren?
Floristen können den November thematisch aufgreifen, indem sie Schaufenster und Verkaufsraum herbstlich dekorieren, saisonale Blumen und Pflanzen hervorheben, Trauerfloristik präsentieren und erste Adventsgestecke anbieten. Auch Workshops zum Thema Herbst- oder Adventsdekorationen können im November angeboten werden.

Go up