20/06/2021
Die Ufopflanze, auch bekannt als Pfannkuchenpflanze oder Glückstaler, erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit als Zimmerpflanze. Ihre ungewöhnlichen, runden Blätter machen sie zu einem echten Hingucker und bringen frisches Grün in jede Wohnung. Doch was macht diese Pflanze so besonders und wie pflegt man sie richtig? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die Pilea peperomioides, von ihren verschiedenen Namen und ihrer Herkunft bis hin zu detaillierten Pflegetipps und Lösungen für häufige Probleme.

- Vielfältige Namen der beliebten Zimmerpflanze
- Herkunft und Eigenschaften der Pilea peperomioides
- Der ideale Standort für Ihre Pfannkuchenpflanze
- Richtig gießen: Das A und O der Pflege
- Weitere Pflegetipps für eine gesunde Ufopflanze
- Häufige Probleme und Lösungen bei der Pilea Pflege
- Vermehrung der Pfannkuchenpflanze durch Stecklinge
- Wo kann man eine Pfannkuchenpflanze kaufen?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Ufopflanze
Vielfältige Namen der beliebten Zimmerpflanze
Die Ufopflanze ist unter zahlreichen Namen bekannt, was ihre Popularität und ihren einzigartigen Charakter unterstreicht. Neben Ufopflanze und Pfannkuchenpflanze sind folgende Bezeichnungen ebenfalls gebräuchlich:
- Kanonierblume
- Glückstaler
- Elefantenohr
- Chinesischer Geldbaum
- Missionarspflanze
- Bauchnabelpflanze
All diese Namen beziehen sich auf die markanten, tellerförmigen Blätter der Pflanze, die an kleine Pfannkuchen, Ufos oder Münzen erinnern. Die Bezeichnung „Chinesischer Geldbaum“ deutet auf ihren Ursprung und die runde Blattform hin, die in manchen Kulturen als Symbol für Wohlstand gilt.
Herkunft und Eigenschaften der Pilea peperomioides
Ursprünglich stammt die Ufopflanze aus den Bergregionen Chinas, genauer gesagt aus den Provinzen Yunnan und Sichuan. Dort wächst sie in Höhenlagen von bis zu 3.000 Metern. Entdeckt wurde sie im Jahr 1912 von dem britischen Botaniker George Forrest, populär wurde sie jedoch erst in den 1940er Jahren durch den norwegischen Missionar Agnar Espegren, der Stecklinge nach Europa brachte – daher auch der Name „Missionarspflanze“.
Die Pilea peperomioides gehört zur Familie der Nesselgewächse (Urticaceae), ist aber im Gegensatz zu vielen ihrer Verwandten nicht brennend. Sie zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze
- Luftreinigend
- Ungiftig für Mensch und Tier
- Einfache Vermehrung über Stecklinge
- Kann unter guten Bedingungen blühen, wobei die Blüten eher unscheinbar weiß oder grün sind
Der ideale Standort für Ihre Pfannkuchenpflanze
Die Ufopflanze bevorzugt einen hellen Standort, jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein Platz am Ost- oder Westfenster ist ideal. Zu viel direkte Sonne kann zu Sonnenbrand und braunen Flecken auf den Blättern führen. Ein zu dunkler Standort hingegen kann das Wachstum hemmen und zu gelben Blättern oder Blattabwurf führen.

Im Sommer kann die Pilea auch gerne im Freien stehen, beispielsweise auf dem Balkon oder der Terrasse, solange sie vor praller Mittagssonne geschützt ist. Im Winter, wenn die Tage kürzer sind, kann ein heller Standort am Südfenster von Vorteil sein. Achten Sie jedoch darauf, dass die Pflanze nicht direkt an der Heizung steht, da trockene Heizungsluft ihr schaden kann.
Richtig gießen: Das A und O der Pflege
Das richtige Gießen ist entscheidend für die Gesundheit der Ufopflanze. Sie mag weder Trockenheit noch Staunässe. Der Schlüssel liegt in einem ausgewogenen Gießrhythmus. Als Faustregel gilt: Gießen Sie die Pilea erst, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Sie können dies einfach überprüfen, indem Sie Ihren Finger etwa 2-3 cm tief in die Erde stecken. Fühlt sich die Erde trocken an, ist es Zeit zu gießen.
Eine weitere Methode, um den richtigen Zeitpunkt zum Gießen zu bestimmen, ist das Gewicht des Topfes. Heben Sie den Topf an – fühlt er sich leicht an, benötigt die Pflanze Wasser. Ist er noch schwer, ist die Erde noch feucht genug.
Beim Gießen selbst sollten Sie darauf achten, das Wasser direkt auf die Erde zu geben und nicht über die Blätter. Verwenden Sie am besten zimmerwarmes, weiches Wasser, beispielsweise Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, um Kalkflecken auf den Blättern zu vermeiden. Gießen Sie so lange, bis das Wasser aus dem Abzugsloch im Topfboden herausläuft. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollte nach etwa 15 Minuten entfernt werden, um Staunässe zu vermeiden.

Im Winter benötigt die Pilea aufgrund der geringeren Lichtintensität und des verlangsamten Wachstums weniger Wasser. Gießen Sie in dieser Zeit sparsamer und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben etwas stärker antrocknen.
Weitere Pflegetipps für eine gesunde Ufopflanze
- Düngen: Während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer können Sie die Pilea etwa alle zwei bis vier Wochen mit einem flüssigen Grünpflanzendünger versorgen. Im Winter ist Düngen nicht notwendig.
- Umtopfen: Junge Pflanzen sollten jährlich im Frühjahr in einen etwas größeren Topf mit frischer durchlässiger Blumenerde umgetopft werden. Ältere Pflanzen können alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden.
- Blätter reinigen: Staubablagerungen auf den Blättern können die Photosynthese beeinträchtigen. Reinigen Sie die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch oder duschen Sie die Pflanze vorsichtig ab.
- Luftfeuchtigkeit: Die Ufopflanze kommt gut mit normaler Raumluftfeuchtigkeit zurecht. Das Besprühen der Blätter ist nicht notwendig und wird von der Pflanze nicht bevorzugt.
Häufige Probleme und Lösungen bei der Pilea Pflege
Auch wenn die Ufopflanze als pflegeleicht gilt, können bei falscher Haltung einige Probleme auftreten. Hier sind die häufigsten Probleme und ihre Lösungen:
Braune Blätter
Ursachen:
- Staunässe: Zu viel Wasser führt zu Wurzelfäulnis, die sich in braunen Flecken äußert.
- Falscher Standort: Direkte Sonneneinstrahlung kann Sonnenbrand verursachen.
- Schädlinge: In seltenen Fällen können Schädlinge braune Flecken verursachen.
Lösungen:
- Gießverhalten anpassen: Weniger gießen, Erde zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Bei Wurzelfäulnis umtopfen, faule Wurzeln entfernen.
- Standort wechseln: Pflanze vor direkter Sonne schützen.
- Schädlingsbefall kontrollieren: Pflanze auf Schädlinge untersuchen und gegebenenfalls behandeln.
Abfallende Blätter
Ursachen:
- Natürlicher Blattabwurf: Ältere, untere Blätter fallen mit der Zeit ab.
- Staunässe: Wie bei braunen Blättern kann Staunässe zu Blattabwurf führen.
- Falscher Standort: Zu dunkler Standort kann Blattabwurf begünstigen.
Lösungen:
- Natürlicher Blattabwurf: Keine Maßnahmen erforderlich, abgefallene Blätter entfernen.
- Staunässe: Gießverhalten anpassen, gegebenenfalls umtopfen.
- Standort wechseln: Pflanze an einen helleren Ort stellen.
Weiße Flecken auf den Blättern
Ursachen:
- Mineralablagerungen: Weiße Flecken sind oft natürliche Mineralablagerungen aus den Poren der Blätter.
Lösungen:
- Destilliertes Wasser verwenden: Gießen Sie die Pflanze mit destilliertem Wasser, um Mineralablagerungen zu reduzieren.
Gekräuselte Blätter
Ursachen:
- Staunässe: Überraschenderweise können gekräuselte Blätter auch durch zu viel Wasser verursacht werden.
- Falscher Standort: Direkte Sonneneinstrahlung kann zu gekräuselten Blättern führen.
Lösungen:
- Gießverhalten überprüfen: Erde antrocknen lassen, Staunässe vermeiden.
- Standort wechseln: Pflanze vor direkter Sonne schützen.
Herabhängende Blätter
Ursachen:
- Wassermangel: Schlaffe, herabhängende Blätter können ein Zeichen für Wassermangel sein.
- Staunässe: Auch hier kann Staunässe zu herabhängenden Blättern führen, da die Wurzeln geschädigt werden.
Lösungen:
- Gießverhalten überprüfen: Erde auf Trockenheit prüfen, bei Bedarf gießen. Bei Staunässe Gießverhalten anpassen, gegebenenfalls umtopfen.
Schädlinge
Schädlinge sind bei der Ufopflanze eher selten. Am häufigsten treten Spinnmilben auf. Diese erkennen Sie an feinen Gespinsten und kleinen, orange-roten Punkten auf den Blättern. Bei Befall sollten Sie die Pflanze isolieren, die Blätter abwischen oder abduschen und gegebenenfalls ein Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen.
Vermehrung der Pfannkuchenpflanze durch Stecklinge
Die Vermehrung der Ufopflanze ist denkbar einfach und macht sie zu einem beliebten Geschenk unter Pflanzenliebhabern. Die Pilea bildet regelmäßig kleine Ableger an der Basis der Mutterpflanze. Diese können Sie vorsichtig abtrennen und als Stecklinge einpflanzen.
So gehen Sie vor:
- Wählen Sie einen Ableger mit einer Größe von etwa 5-10 cm.
- Trennen Sie den Ableger vorsichtig mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Schere von der Mutterpflanze ab.
- Setzen Sie den Steckling in einen Topf mit feuchter Anzuchterde oder stellen Sie ihn in ein Glas mit Wasser, bis sich Wurzeln bilden.
- Sobald sich Wurzeln gebildet haben (in Wasser nach einigen Wochen, in Erde etwas schneller), können Sie den Steckling in einen Topf mit Blumenerde umpflanzen.
- Stellen Sie den jungen Steckling an einen hellen Ort ohne direkte Sonne und halten Sie die Erde feucht.
Mit etwas Geduld und Pflege wird aus dem kleinen Steckling bald eine neue, prächtige Ufopflanze.

Wo kann man eine Pfannkuchenpflanze kaufen?
Die Ufopflanze ist mittlerweile in vielen Gartencentern, Baumärkten und Online-Pflanzenshops erhältlich. Beim Kauf sollten Sie auf eine gesunde Pflanze mit kräftigen, grünen Blättern achten. Vermeiden Sie Pflanzen mit braunen oder gelben Blättern oder Anzeichen von Schädlingen.
Der Online-Kauf von Pflanzen bietet den Vorteil einer großen Auswahl und bequemen Lieferung direkt nach Hause. Achten Sie jedoch auf seriöse Anbieter mit guten Bewertungen und einem sicheren Versand, um sicherzustellen, dass Ihre Pflanze unbeschadet ankommt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Ufopflanze
- Ist die Ufopflanze giftig?
- Nein, die Pilea peperomioides ist ungiftig und somit sicher für Kinder und Haustiere.
- Blüht die Pfannkuchenpflanze?
- Ja, die Pfannkuchenpflanze kann blühen, auch wenn die Blüten eher unscheinbar sind. Sie sind meist weiß oder grünlich gefärbt. Die Blüte kann durch einen Temperaturwechsel angeregt werden.
- Wie oft muss ich die Ufopflanze umtopfen?
- Junge Pflanzen sollten jährlich, ältere Pflanzen alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden.
- Kann man die Blätter der Ufopflanze essen?
- Es gibt keine Informationen darüber, dass die Ufopflanze essbar ist. Es wird generell nicht empfohlen, Zimmerpflanzen zu essen, da diese oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden oder Substanzen enthalten können, die nicht zum Verzehr geeignet sind.
- Warum bekommt meine Pilea gelbe Blätter?
- Gelbe Blätter können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Überwässerung, Nährstoffmangel oder ein zu dunkler Standort. Überprüfen Sie Ihre Pflegegewohnheiten und passen Sie diese gegebenenfalls an.
Mit den richtigen Pflegetipps wird die Ufopflanze zu einer langlebigen und attraktiven Bereicherung für Ihr Zuhause. Ihre unkomplizierte Art und ihr dekoratives Aussehen machen sie zu einer idealen Zimmerpflanze für Anfänger und erfahrene Pflanzenliebhaber gleichermaßen.
