Wie heißen die weißen Blumen im Frühling?

Die ersten Frühlingsboten: Blumen, die im März blühen

04/08/2024

Rating: 3.73 (9221 votes)

Nach den grauen Wintertagen sehnen wir uns alle nach Farbe und Leben in unseren Gärten. Glücklicherweise gibt es einige unerschrockene Blumen, die es kaum erwarten können, den Frühling zu begrüßen und bereits im März ihre Blütenpracht entfalten. Diese frühen Blüher sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine wichtige Nahrungsquelle für die ersten Insekten des Jahres. Lassen Sie uns einige dieser tapferen Frühlingsboten genauer unter die Lupe nehmen und erfahren, wie Sie Ihren Garten schon im März in ein farbenfrohes Paradies verwandeln können.

Welche Blumen blühen im Februar lila?
Der Frühlings-Krokus 'Flower Record' (Crocus vernus 'Flower Record') bildet violette, ansehnliche Blüten von Februar bis März. Seine nadelförmigen Blätter sind grün-weiß. Crocus vernus 'Flower Record' erreicht gewöhnlich eine Höhe von 10 - 15 cm. Regelmäßig gießen und die Erde zwischenzeitlich abtrocknen lassen.
Inhaltsverzeichnis

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Das Schneeglöckchen macht seinem Namen alle Ehre und ist oft die allererste Blume, die sich aus dem noch winterlichen Boden wagt. Manchmal schon im Januar oder Februar, aber spätestens im März, zeigen diese zarten, weißen Blüten ihre Köpfchen, oft sogar durch eine Schneedecke hindurch. Ihre Blüten ähneln kleinen, weißen Tropfen, die anmutig an den Stielen hängen. Schneeglöckchen sind relativ klein und werden nur etwa 10 bis 15 cm hoch. Sie sind pflegeleicht und vermehren sich gerne selbst, sodass Sie schon bald einen ganzen Teppich dieser charmanten Frühlingsboten in Ihrem Garten bewundern können.

Pflegetipps für Schneeglöckchen:

  • Pflanzzeit: Pflanzen Sie die kleinen Zwiebeln im Herbst, etwa 10 bis 15 cm tief und im gleichen Abstand.
  • Standort: Schneeglöckchen bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen Standort mit gut durchlässigem Boden.
  • Düngung: Eine Düngung im Frühjahr und Herbst mit einem Blumenzwiebeldünger fördert das Wachstum und die Blühfreudigkeit.
  • Winterhärte: Schneeglöckchen sind sehr winterhart (Zonen 2-9) und benötigen keinen besonderen Winterschutz.

Christrose und Lenzrose (Helleborus)

Obwohl sie Rosen im Namen tragen, sind Christrosen und Lenzrosen keine Rosen, sondern gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse. Die Christrose (Helleborus niger) ist oft die erste Staude, die im Winter blüht. Ihre reinweißen, schalenförmigen Blüten öffnen sich, je nach Region, bereits im Januar oder Februar. Die Lenzrose (Helleborus orientalis und x hybridus) blüht etwas später, meist ab März, und präsentiert eine größere Farbvielfalt. Ihre Blüten sind eher nickend und glockenförmig und erscheinen in zarten Rosa-, Rosé- oder Weißtönen. Beide Arten werden etwa 30 cm hoch und sind immergrün, was sie auch außerhalb der Blütezeit zu attraktiven Strukturpflanzen macht. Sie eignen sich hervorragend als Bodendecker unter Bäumen und bevorzugen einen halbschattigen Standort.

Pflegetipps für Christ- und Lenzrosen:

  • Standort: Halbschattig bis schattig, geschützt vor direkter Mittagssonne.
  • Boden: Humoser, gut durchlässiger und kalkhaltiger Boden.
  • Düngung: Im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
  • Schnitt: Verblühte Blütenstände können entfernt werden, um die Selbstaussaat zu verhindern, sind aber nicht zwingend notwendig.
  • Winterhärte: Winterhart in den Zonen 3-9 (Christrose) bzw. 4-9 (Lenzrose).

Stiefmütterchen (Viola × wittrockiana)

Stiefmütterchen sind beliebte Frühlingsblumen, die in einer unglaublichen Farbenvielfalt erhältlich sind. Sie sind relativ winterhart und können in milden Regionen sogar den ganzen Winter über blühen. In kälteren Gegenden werden sie im Frühjahr oder Herbst gepflanzt und blühen dann, sobald der Schnee schmilzt. Stiefmütterchen sind kompakt und niedrig wachsend (ca. 15 cm hoch) und ihre runden Blüten ähneln kleinen Fächern. Sie bevorzugen kühles Wetter (10-18°C) und können in der Sommerhitze ihre Blühfreudigkeit einstellen. Sie sind ideal für Beete, Balkonkästen und Kübel.

Pflegetipps für Stiefmütterchen:

  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Durchlässiger, humoser Boden.
  • Düngung: Bei der Pflanzung und im Frühjahr düngen.
  • Gießen: Regelmäßig gießen, besonders an warmen Tagen. Staunässe vermeiden.
  • Verblühtes: Verblühte Blüten regelmäßig entfernen, um die Blütenbildung anzuregen.
  • Winterhärte: Zonen 4-11, in milden Wintern überwinternd.

Veilchen (Viola Arten)

Veilchen sind eng mit Stiefmütterchen verwandt und ähneln ihnen in ihren Ansprüchen und ihrer Winterhärte. Auch sie werden meist als einjährige Pflanzen für die kühle Jahreszeit kultiviert. Veilchen sind jedoch in der Regel etwas kleiner und zierlicher als Stiefmütterchen, sowohl in Bezug auf die Pflanzengröße als auch auf die Blütengröße. Ein interessanter Unterschied liegt in der Blütenform: Stiefmütterchen haben vier nach oben und ein nach unten gerichtetes Blütenblatt, während Veilchen drei nach oben und zwei nach unten gerichtete Blütenblätter besitzen. Veilchen verströmen oft einen zarten Duft und sind in verschiedenen Farben erhältlich, darunter klassisches Violett, Weiß und Gelb.

Pflegetipps für Veilchen:

  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Durchlässiger, humoser Boden.
  • Düngung: Bei der Pflanzung und im Frühjahr düngen.
  • Gießen: Regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden.
  • Verblühtes: Verblühte Blüten entfernen.
  • Winterhärte: Zonen 4-11, überwinternd in milden Regionen.

Löwenmäulchen (Antirrhinum majus)

Das Löwenmäulchen ist eine weitere beliebte, kühl-liebende, einjährige Blume, die im Frühjahr Farbe in den Garten bringt. Seine charakteristischen, ährenartigen Blütenstände erreichen eine Höhe von 30 bis 60 cm und präsentieren sich in warmen Farben wie Rot, Gelb und Pink. Löwenmäulchen sind nicht ganz so winterhart wie Stiefmütterchen und Veilchen, können aber in milden Regionen den Winter überdauern und im Frühjahr früh blühen. In kälteren Regionen werden sie im Frühjahr gepflanzt. Ein Rückschnitt der verblühten Blütenstände fördert die Nachblüte und in milden Sommern können Löwenmäulchen sogar den Sommer überleben und im Herbst erneut erblühen.

Welche Blumen haben im März Saison?
Je nach Winterhärtezone sind auch Sträucher und Bäume wie Forsythien, Azaleen, Kamelien, Judasbäume, Kirschen, Pflaumen, Hartriegel und Sternmagnolien ein Blickfang in Gärten. Wenn Sie im März Farbe in Ihren Beeten oder Kübeln suchen, sind diese 11 Blumen genau das Richtige für Sie.

Pflegetipps für Löwenmäulchen:

  • Standort: Sonnig.
  • Boden: Durchlässiger, nährstoffreicher Boden.
  • Düngung: Bei der Pflanzung und nach etwa 6 Wochen düngen.
  • Gießen: Regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden.
  • Schnitt: Verblühte Blütenstände entfernen.
  • Winterhärte: Mehrjährig in den Zonen 9-11, sonst einjährig.

Zwerg-Iris (Iris reticulata)

Die Zwerg-Iris, auch Netzblatt-Iris genannt, ist die früheste Iris-Art, die bereits im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr blüht. Ihre Blüten ähneln kleinen Bart-Iris-Blüten, sind aber viel kleiner und sitzen auf nur 10 bis 15 cm hohen Stielen. Die Blütenfarben reichen von Blau und Violett bis hin zu Gelb und Mischfarben. Zwerg-Iris sind ideale Frühlingsboten für Steingärten, Beete und Kübel. Nach der Blüte ziehen sie sich ein und überdauern den Sommer als Zwiebel im Boden.

Pflegetipps für Zwerg-Iris:

  • Pflanzzeit: Zwiebeln im Herbst pflanzen, etwa 8 cm tief.
  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Durchlässiger, humoser Boden.
  • Düngung: Im Frühjahr und Herbst düngen.
  • Gießen: Während der Wachstums- und Blütezeit regelmäßig gießen.
  • Winterhärte: Zonen 5-9.

Krokus (Crocus Arten)

Der Krokus ist ein weiterer beliebter Frühlingsblüher, der ab März Farbe in den Garten bringt. Wie die Zwerg-Iris wird auch der Krokus im Herbst als Zwiebel gepflanzt. Seine becherförmigen Blüten öffnen sich nach oben und präsentieren sich in einer breiten Farbpalette, von Weiß und Gelb über Orange und Lila bis hin zu gestreiften Sorten. Krokusse sind sehr niedrig wachsend (ca. 10 cm hoch) und ideal für Rasenflächen, Beete und unter Gehölzen. Nach der Blüte zieht auch der Krokus ein und das feine, grasartige Laub verschwindet bis zum nächsten Frühjahr.

Pflegetipps für Krokusse:

  • Pflanzzeit: Zwiebeln im Herbst pflanzen, etwa 8 cm tief.
  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Durchlässiger Boden.
  • Düngung: Im Frühjahr und Herbst düngen.
  • Gießen: Während der Wachstums- und Blütezeit bei Bedarf gießen.
  • Winterhärte: Zonen 3-8.

Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum)

Der Winter-Jasmin ist ein holziger, mehrjähriger Strauch, der im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr leuchtend gelbe Blüten entlang seiner Zweige hervorbringt. Im Gegensatz zum bekannten, duftenden Jasmin mit weißen Blüten, ist der Winter-Jasmin nicht duftend. Er ist eine attraktive Kletterpflanze oder kann auch als Bodendecker verwendet werden. Nach der Blüte kann der Winter-Jasmin zurückgeschnitten werden, um ihn in Form zu halten. Er ist eine wertvolle Bereicherung für den winterlichen und frühlingshaften Garten.

Pflegetipps für Winter-Jasmin:

  • Standort: Sonnig bis halbschattig.
  • Boden: Anspruchslos, wächst in fast jedem Boden.
  • Düngung: Im Frühjahr düngen.
  • Schnitt: Nach der Blüte zurückschneiden.
  • Winterhärte: Zonen 6-10.

Vergleich der frühen Frühlingsblüher

BlumeBlütezeitFarbenHöheStandortWinterhärte (Zonen)
SchneeglöckchenJanuar - MärzWeiß10-15 cmHalbschattig bis schattig2-9
ChristroseJanuar - MärzWeißca. 30 cmHalbschattig bis schattig3-8
LenzroseMärz - AprilRosa, Rosé, Weißca. 30 cmHalbschattig bis schattig4-9
StiefmütterchenWinter/FrühlingVielfältigca. 15 cmSonning bis halbschattig4-11
VeilchenFrühlingViolett, Weiß, Gelbca. 10-15 cmSonning bis halbschattig4-11
LöwenmäulchenFrühlingRot, Gelb, Pink30-60 cmSonning9-11 (mehrjährig), sonst einjährig
Zwerg-IrisSpätwinter/FrühlingBlau, Violett, Gelb10-15 cmSonning bis halbschattig5-9
KrokusMärz - AprilVielfältigca. 10 cmSonning bis halbschattig3-8
Winter-JasminSpätwinter/FrühlingGelbKletternd/BodendeckerSonning bis halbschattig6-10

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche dieser Blumen sind am einfachsten zu ziehen?
Schneeglöckchen und Krokusse sind sehr pflegeleicht und vermehren sich oft von selbst. Auch Stiefmütterchen und Veilchen sind relativ anspruchslos und eignen sich gut für Anfänger.
Wann ist die beste Pflanzzeit für diese Frühlingsblüher?
Zwiebelblumen wie Schneeglöckchen, Krokusse und Zwerg-Iris werden im Herbst gepflanzt. Stiefmütterchen, Veilchen und Löwenmäulchen können im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden.
Benötigen diese Blumen viel Dünger?
Eine moderate Düngung im Frühjahr und Herbst mit einem Blumenzwiebel- oder organischen Dünger ist für die meisten dieser Blumen ausreichend.
Sind diese Blumen bienenfreundlich?
Ja, besonders Krokusse und Schneeglöckchen sind wichtige Nahrungsquellen für die ersten Bienen und Hummeln im Frühjahr.
Kann ich diese Blumen auch in Töpfen oder Balkonkästen pflanzen?
Ja, viele dieser Blumen, wie Stiefmütterchen, Veilchen, Krokusse und Zwerg-Iris, eignen sich sehr gut für die Bepflanzung von Töpfen und Balkonkästen.

Mit diesen frühen Frühlingsblühern können Sie schon im März Farbe und Freude in Ihren Garten bringen und den Frühling willkommen heißen! Wählen Sie Ihre Favoriten aus und genießen Sie die ersten Anzeichen des neuen Gartenjahres.

Go up