Was blüht jetzt blau Lila auf den Feldern?

Blau-lila Blütenpracht auf Feldern entdecken

07/08/2023

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Wer im Frühling oder Sommer durch die Felder streift, wird oft von einem zauberhaften Farbenspiel aus Blau und Lila überrascht. Unzählige Wildblumen und Wildkräuter präsentieren ihre Blüten in diesen Farbtönen und verwandeln die Landschaft in ein malerisches Paradies. Doch welche Pflanzen sind das genau, die jetzt blau-lila auf den Feldern blühen? Und wie kann man sie unterscheiden? Dieser Artikel hilft Ihnen dabei, die Vielfalt der blau-lila blühenden Feldblumen zu entdecken und zu bestimmen.

Was blüht jetzt blau Lila auf den Feldern?
BIS ZU 4 🌸 – BLAU/LILA – BLÜTEN MIT BIS ZU VIER BLÜTENBLÄTTER Bachbunge. Wiesen-Schaumkraut. ... Wilde Karde. Wiesen-Glockenblume. Echter Beinwell. ... Acker-Vergissmeinnicht. Echtes Eisenkraut. ... Moschus-Malve. Rosen-Malve. ... Kleines Immergrün. Wiesen-Storchschnabel. Kornblume. Gewöhnliches Leberblümchen. ... Zweiblättriger Blaustern.
Inhaltsverzeichnis

Blütenbestimmung nach Farbe und Form

Die Blütenfarbe ist ein wichtiges, aber nicht das einzige Merkmal zur Bestimmung von Pflanzen. Neben der Farbe spielt die Blütenform eine entscheidende Rolle. Um die Bestimmung zu erleichtern, können wir die blau-lila blühenden Pflanzen nach der Anzahl ihrer Blütenblätter und der Blütenform in verschiedene Kategorien einteilen. So behalten wir den Überblick und können uns Schritt für Schritt der richtigen Pflanze nähern.

Manchmal ist die Bestimmung der Blütenfarbe nicht ganz einfach, da manche Blüten im Laufe ihres Lebenszyklus ihre Farbe ändern oder Farbübergänge aufweisen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, in verschiedenen Farbkategorien zu suchen, um die richtige Pflanze zu finden.

Blüten mit bis zu vier Blütenblättern (Blau/Lila)

Diese Kategorie umfasst Pflanzen mit einfachen Blüten, die meist vier Blütenblätter besitzen. Achten Sie auf die spezifische Form der Blütenblätter und weitere Merkmale der Pflanze, wie Blattform und Wuchsform.

  • Bachbunge (Veronica beccabunga): Kleine, zarte Pflanze mit hellblauen Blüten, die oft an Bachufern und feuchten Standorten wächst.
  • Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis): Bekannt für seine zarten, helllila bis rosa Blüten, die im Frühling Wiesen überziehen. Obwohl oft rosa, gibt es auch Varianten mit stärker lila Farbe.
  • Persischer Ehrenpreis (Veronica persica): Kleine, leuchtend blaue Blüten mit weißen Streifen, die häufig an Wegrändern und in Gärten zu finden sind.
  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum): Markante Pflanze mit stacheligen Blütenständen, die zunächst grünlich-weiß sind und später lila blühen.

Blüten mit bis zu fünf Blütenblättern (Blau/Lila)

Diese Kategorie ist etwas vielfältiger und beinhaltet Pflanzen mit Blüten, die typischerweise fünf Blütenblätter aufweisen. Auch hier ist die genaue Form und Anordnung der Blütenblätter wichtig für die Bestimmung.

  • Wiesen-Glockenblume (Campanula patula): Elegante, glockenförmige, violette Blüten, die auf Wiesen und an Waldrändern wachsen.
  • Echter Beinwell (Symphytum officinale): Rauhblättrige Pflanze mit kleinen, blauen bis violetten, röhrenförmigen Blüten. Wird traditionell in der Volksmedizin verwendet.
  • Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis): Charakteristisch sind die gefleckten Blätter und die Blüten, die ihre Farbe von rosa nach blau-violett wechseln.
  • Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis): Zarte, himmelblaue Blüten mit gelbem Zentrum, ein Symbol für Erinnerung und Treue.
  • Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis): Schlanke Pflanze mit kleinen, blasslila Blüten, die in ährenartigen Blütenständen angeordnet sind.
  • Feldsalat (Valerianella locusta): Bekannt als Salatpflanze, blüht mit unscheinbaren, blassblauen Blüten.
  • Moschus-Malve (Malva moschata): Zarte, rosa-lila Blüten mit charakteristischem Moschusduft.
  • Rosen-Malve (Malva alcea): Ähnlich der Moschus-Malve, aber oft mit intensiveren rosa bis lila Blüten.
  • Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara): Kletternde Pflanze mit violetten Blüten und roten Beeren, die giftig sind.
  • Borretsch (Borago officinalis): Auffällige Pflanze mit leuchtend blauen, sternförmigen Blüten und behaarten Blättern. Essbar und in der Küche vielseitig verwendbar.
  • Kleines Immergrün (Vinca minor): Kriechender Bodendecker mit leuchtend blauen, fünflappigen Blüten. Beliebt in Gärten.
  • Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense): Prächtige, violette Blüten mit auffälligen Adern, die auf Wiesen und Weiden wachsen.

Blüten mit mehr als fünf Blütenblättern oder in Körbchen (Blau/Lila)

Diese Kategorie umfasst Pflanzen mit üppigeren Blüten, die entweder mehr als fünf Blütenblätter besitzen oder in Körbchenblütenständen zusammengefasst sind, wie beispielsweise bei Korbblütlern.

  • Kornblume (Centaurea cyanus): Leuchtend blaue, trichterförmige Blüten, die früher häufig in Getreidefeldern zu finden waren. Heute seltener, aber immer noch ein Symbol für Wildblumen.
  • Gewöhnliches Leberblümchen (Hepatica nobilis): Frühblüher mit zarten, blauen bis violetten Blüten, die oft im Wald wachsen.
  • Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus): Himmelblaue, strahlenförmige Blüten, die sich morgens öffnen und mittags schließen. Wächst häufig an Wegrändern und auf Brachflächen.
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale): Blüht im Herbst mit großen, lilafarbenen Blüten direkt aus dem Boden, ohne Blätter. Achtung: Sehr giftig!
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis): Kopfartige Blütenstände mit kleinen, lila Blüten, die viele Insekten anziehen.
  • Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia): Frühblüher mit kleinen, sternförmigen, blauen Blüten, die oft in Gruppen wachsen.

Zweiseitig-symmetrische (zygomorphe) Blüten (Blau/Lila)

Zygomorphe Blüten sind Blüten, die eine Symmetrieachse haben, also spiegelbildlich aufgebaut sind, aber nicht drehsymmetrisch. Diese Blütenform ist oft bei Lippenblütlern und Schmetterlingsblütlern zu finden.

  • Saat-Luzerne (Medicago sativa): Wichtige Futterpflanze mit kleinen, violetten Schmetterlingsblüten.
  • Kleine Braunelle (Prunella vulgaris): Kleine, ährenförmige Blütenstände mit violetten Lippenblüten. Häufig auf Wiesen und Rasenflächen.
  • Hohler Lerchensporn (Corydalis cava): Frühblüher mit hohlen, spornartigen, lila Blüten. Wächst oft im Wald.
  • Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare): Auffällige Pflanze mit leuchtend blauen, gebogenen Blütenständen. Beliebt bei Insekten.
  • Wiesensalbei (Salvia pratensis): Bekannt für seine aromatischen Blätter und die violetten Lippenblüten. Wichtige Bienenweide.
  • Kriechender Günsel (Ajuga reptans): Kriechender Bodendecker mit ährenartigen, blauen Blütenständen. Beliebt in Gärten.
  • Duftveilchen (Viola odorata): Bekannt für seinen intensiven Duft und die violetten, herzförmigen Blüten.
  • Gundermann (Glechoma hederacea): Kriechende Pflanze mit kleinen, blau-violetten Lippenblüten. Wird traditionell in der Volksmedizin verwendet.
  • Vogel-Wicke (Vicia cracca): Kletternde Pflanze mit kleinen, violetten Schmetterlingsblüten, die in dichten Trauben angeordnet sind.

Die Bedeutung der Farbe Blau/Lila/Violett für Pflanzen

Die faszinierenden blau, lila oder violetten Blütenfarben sind das Ergebnis von Anthocyan-Pigmenten, die auch für rote und rosa Blüten verantwortlich sind. Anthocyane sind wasserlösliche Pigmente, die je nach chemischer Struktur und Umgebung eine breite Farbpalette erzeugen können. Bei blau, lila oder violett blühenden Pflanzen interagieren die Anthocyane oft mit anderen Pigmenten oder Molekülen, was zu den spezifischen Farbtönen führt.

Die Biosynthese von Anthocyanen ist ein komplexer Prozess, der verschiedene Enzyme und chemische Vorläufer erfordert. Diese Pigmente werden in den Vakuolen spezialisierter Zellen in den Blütenblättern gebildet und gespeichert, wodurch die charakteristische Farbe entsteht.

Die Blütenfarbe Blau, Lila oder Violett hat für Pflanzen verschiedene Bedeutungen. Eine wichtige Funktion ist die Anlockung von Bestäubern. Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten werden von diesen Farben angezogen und helfen so bei der Bestäubung. Die lebhaften Farben signalisieren den Bestäubern das Vorhandensein von Nektar und Pollen als Nahrungsquelle.

Darüber hinaus können blau-lila Blüten auch eine Rolle bei der Abschreckung von Herbivoren spielen. Einige Pflanzen entwickeln auffällige Blütenfarben als Warnsignal, um Tiere vom Fressen abzuhalten. Dies kann auf die potenzielle Giftigkeit bestimmter Pflanzenteile hinweisen, die für Pflanzenfresser schädlich sein können.

In der Tierwelt sind blau, lila und violette Blüten ebenfalls von Bedeutung. Bestäuber, die auf visuelle Signale angewiesen sind, wie Bienen und Schmetterlinge, können diese Farben leicht erkennen und anfliegen. Sie dienen als Orientierungspunkte bei der Nahrungssuche und sind daher entscheidend für die Bestäubung und Fortpflanzung der Pflanzen.

Vergleich einiger blau-lila blühender Pflanzen

PflanzennameBlütenformBlütenblätterStandortBesonderheiten
BachbungeEinfach, 4 BlütenblätterBis zu 4Feuchte Standorte, BachuferKleine, zarte Pflanze
Wiesen-GlockenblumeGlockenförmigBis zu 5Wiesen, WaldränderElegante, auffällige Blüten
KornblumeKörbchenblüteMehr als 5Felder, WegränderTrichterförmige, leuchtend blaue Blüten
WiesensalbeiZygomorph, LippenblüteZygomorphWiesen, WeidenAromatische Blätter, Bienenweide

Die blau-lila Blütenpracht auf Feldern ist ein faszinierendes Naturschauspiel. Mit etwas Aufmerksamkeit und diesem Artikel können Sie nun die Vielfalt dieser Blüten besser erkennen und verstehen. Entdecken Sie die Schönheit der Wildblumen und genießen Sie die Farbenvielfalt der Natur!

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