10/10/2024
Der Bleistiftbaum, botanisch als Euphorbia Tirucalli bekannt, ist eine faszinierende Sukkulente, die mit ihren schlanken, aufrecht wachsenden Trieben und ihrer unkomplizierten Art viele Pflanzenliebhaber begeistert. Doch auch bei dieser robusten Pflanze kann es vorkommen, dass sie Anzeichen von Trockenheit zeigt. Wenn Ihr Bleistiftbaum trocken wird, kann das verschiedene Ursachen haben. In diesem Artikel gehen wir den häufigsten Gründen auf den Grund und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Bleistiftbaum richtig pflegen, damit er gesund und vital bleibt.

Warum wird mein Bleistiftbaum trocken? Mögliche Ursachen
Wenn Ihr Bleistiftbaum trocken wirkt, äußert sich dies meist durch braune oder vertrocknete Triebspitzen, schrumpelige oder weiche Triebe und im schlimmsten Fall durch abfallende Triebe. Es ist wichtig, die Ursache für diese Symptome zu erkennen, um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können. Hier sind einige der häufigsten Gründe, warum ein Bleistiftbaum trocken werden kann:
- Wassermangel: Als Sukkulente ist der Bleistiftbaum zwar an trockene Bedingungen angepasst, benötigt aber dennoch ausreichend Wasser, um gesund zu wachsen. Vor allem in der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer sollte er regelmäßig gegossen werden. Wenn die Erde zu lange trocken bleibt, können die Triebe austrocknen.
- Falsches Gießverhalten: Auch wenn Wassermangel ein Problem sein kann, ist Staunässe für den Bleistiftbaum ebenso schädlich, wenn nicht sogar noch schädlicher. Steht die Pflanze dauerhaft in feuchter Erde, können die Wurzeln faulen. Obwohl die Symptome paradoxerweise ähnlich aussehen können wie bei Trockenheit (schrumpelige Triebe), handelt es sich hierbei um ein Überwässerungsproblem.
- Zu wenig Licht: Der Bleistiftbaum ist ein Sonnenanbeter und benötigt einen hellen Standort, um optimal zu gedeihen. Steht er zu dunkel, kann er geschwächt werden und anfälliger für Trockenheitssymptome werden.
- Falsches Substrat: Ein ungeeignetes Substrat, das zu viel Wasser speichert oder zu wenig durchlässig ist, kann ebenfalls zu Problemen führen. Staunässe im Wurzelbereich wird durch ein falsches Substrat begünstigt.
- Schädlinge oder Krankheiten: Obwohl der Bleistiftbaum relativ robust ist, können Schädlinge wie Woll- oder Schmierläuse oder Pilzerkrankungen die Pflanze schwächen und zu Trockenheitssymptomen beitragen.
- Natürlicher Alterungsprozess: Wie alle Pflanzen durchläuft auch der Bleistiftbaum einen natürlichen Alterungsprozess. Ältere Triebe können im Laufe der Zeit verholzen und weniger vital wirken. Dies ist jedoch ein normaler Prozess und nicht unbedingt ein Zeichen für Trockenheit.
Die richtige Pflege des Bleistiftbaums – So vermeiden Sie Trockenheit
Um sicherzustellen, dass Ihr Bleistiftbaum gesund und vital bleibt und nicht trocken wird, ist die richtige Pflege entscheidend. Hier sind einige wichtige Tipps:
Standort und Licht
Der Bleistiftbaum liebt die Sonne! Wählen Sie einen möglichst hellen Standort für Ihre Pflanze. Ein Südfenster ist ideal. Je mehr Licht der Bleistiftbaum bekommt, desto besser wächst er und desto widerstandsfähiger ist er gegen Krankheiten und Schädlinge. Im Sommer kann er auch gerne im Freien an einem sonnigen, geschützten Platz stehen.
Gießen – Weniger ist mehr
Als Sukkulente speichert der Bleistiftbaum Wasser in seinen Trieben und ist daher an trockene Perioden angepasst. Gießen Sie ihn daher mäßig und erst dann, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Machen Sie die Fingerprobe: Fühlt sich die Erde trocken an, ist es Zeit zum Gießen. Durchdringen Sie den Wurzelballen beim Gießen vollständig mit Wasser, aber vermeiden Sie Staunässe. Überschüssiges Wasser sollte gut abfließen können. Im Winter, während der Ruhephase, wird das Gießen noch weiter reduziert.
Substrat und Umtopfen
Verwenden Sie für den Bleistiftbaum ein gut durchlässiges Substrat. Spezielle Kakteen- oder Sukkulentenerde ist ideal. Sie können auch herkömmliche Blumenerde mit Sand oder Perlite mischen, um die Drainage zu verbessern. Topfen Sie Ihren Bleistiftbaum alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr um. Wählen Sie dabei einen Topf, der nur etwas größer ist als der vorherige. Achten Sie beim Umtopfen auf eine gute Drainage am Topfboden, beispielsweise durch eine Schicht Blähton oder Kies.
Düngen
Der Bleistiftbaum benötigt nicht viele Nährstoffe. Während der Wachstumsperiode von Frühjahr bis Sommer können Sie ihn etwa alle vier Wochen mit einem speziellen Kakteen- oder Sukkulentendünger düngen. Im Herbst und Winter wird nicht gedüngt.
Überwintern
Der Bleistiftbaum ist nicht winterhart und verträgt keinen Frost. Überwintern Sie ihn an einem hellen und kühlen Standort bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Ein kühler Wintergarten oder ein ungeheiztes Schlafzimmer sind dafür geeignet. Während der Winterruhe wird das Gießen stark reduziert und nicht gedüngt. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder steigen, können Sie den Bleistiftbaum wieder an einen wärmeren Standort stellen und das Gießen langsam erhöhen.
Ist der Bleistiftbaum winterhart?
Nein, der Bleistiftbaum (Euphorbia Tirucalli) ist nicht winterhart. Seine ursprüngliche Heimat liegt in den tropischen und subtropischen Regionen Afrikas und Madagaskars, wo milde Temperaturen herrschen. In unseren Breitengraden muss er daher als Zimmerpflanze kultiviert werden und im Winter vor Frost geschützt werden. Bereits Temperaturen unter 5 Grad Celsius können dem Bleistiftbaum schaden.

Wie schnell wächst ein Bleistiftstrauch und wie groß wird er?
Der Bleistiftstrauch, wie er auch genannt wird, wächst für eine Sukkulente verhältnismäßig schnell. In seiner natürlichen Umgebung kann er eine Höhe von bis zu 7 Metern erreichen und baumartige Ausmaße annehmen. Als Zimmerpflanze bleibt er jedoch deutlich kleiner. In der Regel erreicht er in Innenräumen eine Höhe von bis zu 1,5 Metern. Das Wachstum hängt stark von den Standortbedingungen und der Pflege ab. Ein heller Standort und eine angemessene Wasserversorgung fördern ein zügiges Wachstum.
Vorbeugende Maßnahmen gegen das Austrocknen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie Trockenheitsproblemen beim Bleistiftbaum durch die richtige Pflege effektiv vorbeugen können. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Heller Standort: Stellen Sie den Bleistiftbaum an einen sonnigen Platz.
- Richtig gießen: Gießen Sie mäßig und erst, wenn die Erde abgetrocknet ist. Vermeiden Sie Staunässe.
- Geeignetes Substrat: Verwenden Sie durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde.
- Angemessen düngen: Düngen Sie während der Wachstumsperiode sparsam.
- Korrekte Überwinterung: Überwintern Sie die Pflanze kühl und hell.
Häufig gestellte Fragen zum trockenen Bleistiftbaum
Antwort: Braune und trockene Triebspitzen sind oft ein Zeichen für Wassermangel oder zu trockene Luft. Überprüfen Sie Ihr Gießverhalten und erhöhen Sie gegebenenfalls die Luftfeuchtigkeit, besonders im Winter bei Heizungsluft.
Antwort: In diesem Fall könnte es sich um Staunässe handeln. Überprüfen Sie, ob das Wasser gut abfließt und ob die Erde nicht dauerhaft feucht ist. Staunässe führt zu Wurzelfäule, die ähnliche Symptome wie Trockenheit verursachen kann.
Antwort: Ja, in vielen Fällen ist ein trockener Bleistiftbaum noch zu retten. Identifizieren Sie die Ursache für die Trockenheit und passen Sie die Pflege entsprechend an. Bei Wassermangel oder falschem Gießverhalten kann sich die Pflanze bei richtiger Pflege oft wieder erholen. Schneiden Sie gegebenenfalls stark vertrocknete Triebe zurück.
Antwort: Die Gießhäufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren wie Standort, Temperatur und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Gießen Sie erst, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Im Sommer kann dies alle paar Tage der Fall sein, im Winter deutlich seltener.
Antwort: Verwenden Sie ein gut durchlässiges Substrat, wie spezielle Kakteen- oder Sukkulentenerde. Sie können auch Blumenerde mit Sand oder Perlite mischen, um die Drainage zu verbessern.
Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit wird Ihr Bleistiftbaum Ihnen lange Freude bereiten und mit seinem einzigartigen Aussehen jeden Raum bereichern. Achten Sie auf die Bedürfnisse dieser faszinierenden Sukkulente und genießen Sie ihr gesundes Wachstum!
