23/03/2022
Der Affenbrotbaum, auch bekannt als Baobab (Adansonia), erfreut sich als Zimmerpflanze wachsender Beliebtheit. Seine imposante Erscheinung und die relative Anspruchslosigkeit in der Pflege machen ihn zu einem faszinierenden Blickfang für Pflanzenliebhaber. Ursprünglich aus den warmen Regionen Afrikas und Australiens stammend, hat sich der Baobab gut an das Leben in Innenräumen angepasst und kann mit der richtigen Pflege viele Jahre lang Freude bereiten. Auch für Anfänger eignet sich diese exotische Schönheit, da sie kleinere Pflegefehler verzeiht. Bei optimalen Bedingungen kann der Affenbrotbaum in der Wohnung eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen, bleibt aber meist etwas kleiner.

- Der ideale Standort für Ihren Baobab
- Das richtige Substrat und das Pflanzen
- Gießen: Weniger ist mehr
- Düngen für gesundes Wachstum
- Umtopfen: Regelmäßig für gesunde Wurzeln
- Schneiden: Formgebung und Verjüngung
- Überwinterung: Die Ruhephase beachten
- Vermehrung: Samen oder Stecklinge
- Schädlinge und Krankheiten erkennen und behandeln
- Häufige Fragen zur Baobab-Pflege (FAQ)
Der ideale Standort für Ihren Baobab
Als Kind warmer Regionen liebt der Affenbrotbaum auch in der Wohnung einen warmen und hellen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt er im Gegensatz zu vielen anderen Zimmerpflanzen sehr gut und kann daher ideal auf einer Fensterbank in Südlage platziert werden. Allerdings sollte die direkte Mittagssonne in den Sommermonaten zu intensiv sein, da dies zum Abwerfen der Blätter führen kann. Ein leicht sonniger bis halbschattiger Standort ist dann optimal. Im Sommer kann der Baobab auch gerne ins Freie umziehen, solange der Standort warm und hell ist und vor praller Mittagssonne geschützt wird. Achten Sie bei der Standortwahl auf ausreichend Platz, da der Affenbrotbaum mit der Zeit durchaus an Größe zulegen kann. Vermeiden Sie Standorte direkt über Heizkörpern, da die trockene Heizungsluft den Wurzelballen zu schnell austrocknen kann.
Das richtige Substrat und das Pflanzen
Ein wasserdurchlässiges und nährstoffreiches Substrat ist für den Baobab ideal. Eine Mischung aus Sand und Erde, angereichert mit Tongranulat, hat sich bewährt. Etwas Humus sorgt für eine gute Nährstoffversorgung. Vermeiden Sie unbedingt Torferde, da diese den Ansprüchen des Affenbrotbaums nicht gerecht wird. Vor dem Einpflanzen kann es hilfreich sein, den Affenbrotbaum für 8-10 Tage in warmes Wasser zu stellen. Dies soll die Blätterbildung anregen.
Achten Sie beim Pflanzen auf ein ausreichend großes Pflanzgefäß mit Abzugslöchern im Boden, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann und Staunässe vermieden wird. Staunässe ist einer der größten Feinde des Baobabs und kann schnell zu Wurzelfäule führen.

Gießen: Weniger ist mehr
Der Affenbrotbaum ist ein Meister der Wasserspeicherung und benötigt daher nur wenig Wasser. Lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben immer gut antrocknen. Jüngere Bäume haben einen etwas höheren Wasserbedarf als ältere, etablierte Pflanzen. Gießen Sie sparsam und vermeiden Sie Staunässe unbedingt. In den Ruhephasen im Winter wird die Wassermenge noch weiter reduziert. Ein gelegentliches Besprühen der Blätter mit kalkfreiem Wasser kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und dem Baobab guttun, besonders in der Heizperiode.
Düngen für gesundes Wachstum
In der Wachstumsperiode von Mai bis Oktober benötigt der Affenbrotbaum regelmäßige Nährstoffgaben. Verwenden Sie einen handelsüblichen Flüssigdünger für Grünpflanzen oder Kakteen und düngen Sie alle zwei Wochen gemäß den Herstellerangaben. Im Winter wird das Düngen komplett eingestellt, da sich der Baobab in einer Ruhephase befindet.
Umtopfen: Regelmäßig für gesunde Wurzeln
Da der Affenbrotbaum schnell wachsende Wurzeln hat, ist ein jährliches Umtopfen empfehlenswert, besonders bei jüngeren Pflanzen. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr, vor Beginn der neuen Wachstumsperiode. Wählen Sie einen Topf, der etwas größer ist als der vorherige. Beim Umtopfen können Sie die Wurzeln vorsichtig etwas lockern und abgestorbene Wurzelteile entfernen. Ein frisches Substrat beim Umtopfen versorgt den Baobab wieder optimal mit Nährstoffen und gibt den Wurzeln Raum zum Wachsen.

Schneiden: Formgebung und Verjüngung
Der Affenbrotbaum kann bei Bedarf geschnitten werden, um seine Form zu erhalten oder ihn zu verjüngen. Einzelne Blätter können bei Bedarf im Sommer entfernt werden. Ein stärkerer Rückschnitt der Äste erfolgt idealerweise im Winter während der Ruhephase. Schneiden Sie die Triebe knapp über einer Knospe ab, um das Austreiben neuer Triebe zu fördern. Ein regelmäßiger Schnitt ist besonders bei Zimmerpflanzen sinnvoll, um ein übermäßiges Wachstum zu verhindern und die Pflanze kompakt zu halten.
Überwinterung: Die Ruhephase beachten
Der Affenbrotbaum benötigt eine Winterruhe, um gesund und vital zu bleiben. Stellen Sie ihn in der kalten Jahreszeit an einen hellen und kühlen Standort mit Temperaturen zwischen 10°C und 15°C. Gießen Sie während der Überwinterung nur sehr sparsam, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Düngen Sie in dieser Zeit nicht. Ein zu warmer oder zu dunkler Standort während der Überwinterung kann dazu führen, dass der Baobab seine Blätter abwirft oder geschwächt in das Frühjahr startet.
Vermehrung: Samen oder Stecklinge
Den Affenbrotbaum können Sie sowohl aus Samen als auch über Stecklinge vermehren. Die Vermehrung aus Samen ist etwas aufwendiger, aber durchaus möglich. Samen sind im Fachhandel erhältlich und werden am besten im Frühjahr ausgesät. Vor der Aussaat sollten die Samen für 1-2 Tage in lauwarmes Wasser gelegt werden. Anschließend werden sie ca. 1 cm tief in Anzuchterde gesteckt und warm (mindestens 23°C) und feucht gehalten. Die Keimung kann einige Wochen bis Monate dauern.

Die Vermehrung über Stecklinge ist einfacher und schneller. Schneiden Sie im Frühjahr oder Sommer Stecklinge mit mindestens drei Blättern von einem gesunden Baobab. Lassen Sie die Schnittstellen einige Tage antrocknen und stecken Sie die Stecklinge dann in ein Erde-Sand-Gemisch. Halten Sie das Substrat feucht und stellen Sie die Stecklinge an einen warmen und hellen Ort, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Eine Plastiktüte über dem Topf kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Bewurzelung fördern.
Schädlinge und Krankheiten erkennen und behandeln
Der Affenbrotbaum ist relativ widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten. Gelegentlich können jedoch Wollläuse, Trauermücken oder Spinnmilben auftreten. Wollläuse erkennen Sie an weißen, watteartigen Gespinsten. Trauermückenlarven befinden sich in der Erde und können die Wurzeln schädigen. Spinnmilben hinterlassen einen feinen, silbrigen Belag auf den Blättern. Bei einem Schädlingsbefall sollten Sie schnell handeln und geeignete Pflanzenschutzmittel einsetzen. Vorbeugend können Sie auf eine gute Luftfeuchtigkeit achten, da trockene Luft Schädlinge begünstigt.
Die häufigste Krankheit beim Baobab ist die Wurzelfäule, die durch Staunässe verursacht wird. Achten Sie daher immer auf ein gut durchlässiges Substrat und vermeiden Sie übermäßiges Gießen.
Häufige Fragen zur Baobab-Pflege (FAQ)
- Warum verliert mein Baobab Blätter?
- Blattverlust kann verschiedene Ursachen haben. Zu viel direkte Sonne, ein zu dunkler Standort, Staunässe, ein Standortwechsel oder die natürliche Winterruhe können zum Abwerfen der Blätter führen. Überprüfen Sie die Standortbedingungen und die Wassergabe.
- Mein Baobab treibt keine Blätter aus, lebt er noch?
- Geben Sie Ihrem Baobab Zeit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Kratzen Sie vorsichtig an der Rinde. Ist es darunter grün, lebt er noch und braucht nur etwas Geduld. Ist es braun und trocken, ist er möglicherweise vertrocknet.
- Wie oft muss ich meinen Baobab umtopfen?
- Jüngere Baobabs sollten jährlich im Frühjahr umgetopft werden. Ältere Pflanzen können alle zwei Jahre umgetopft werden.
- Kann ich meinen Baobab im Winter draußen lassen?
- Nein, der Baobab ist nicht winterhart und verträgt keine Temperaturen unter 10°C. Er benötigt ein helles und kühles Winterquartier.
- Ist der Baobab giftig?
- Der Baobab (Adansonia digitata) ist nicht giftig. Allerdings gibt es andere Pflanzen, die fälschlicherweise als Baobab bezeichnet werden können, wie die Wüstenrose (Adenium obesum), die giftig ist. Vergewissern Sie sich, um welche Pflanze es sich tatsächlich handelt.
Mit diesen Pflegetipps werden Sie lange Freude an Ihrem exotischen Affenbrotbaum haben und ein Stück afrikanische Savanne in Ihr Zuhause holen!
