Wie pflanzt man Bambussamen?

Bambus aus Samen ziehen: So gelingt es!

27/11/2021

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Bambus ist eine faszinierende Pflanze, die mit ihrer Eleganz und Vielseitigkeit jeden Garten bereichert. Ob als Sichtschutz, dekoratives Element oder exotischer Akzent – Bambus ist ein echter Hingucker. Viele Gartenliebhaber träumen davon, Bambus selbst zu ziehen. Auch wenn die Anzucht aus Samen etwas anspruchsvoller sein kann als der Kauf einer Jungpflanze, ist es mit den richtigen Kniffen und etwas Geduld durchaus möglich, erfolgreich Bambus aus Samen zu ziehen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, um schon bald Ihre eigenen Bambuspflanzen im Garten zu bewundern.

Inhaltsverzeichnis

Die richtige Bambusart wählen

Bevor Sie mit der Aussaat beginnen, ist die Wahl der richtigen Bambusart entscheidend für Ihren Erfolg. Es gibt über 1000 verschiedene Bambusarten, die sich in ihren Eigenschaften, Ansprüchen und ihrem Aussehen stark unterscheiden. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Wahl folgende Faktoren:

  • Klima: Nicht jede Bambusart ist für jedes Klima geeignet. Einige Arten sind winterhart und vertragen auch kältere Temperaturen, während andere tropische oder subtropische Bedingungen bevorzugen. Informieren Sie sich, welche Arten in Ihrer Region winterhart sind und gedeihen können.
  • Bodenbeschaffenheit: Bambus stellt bestimmte Ansprüche an den Boden. Achten Sie darauf, eine Art zu wählen, die zu den Bodenverhältnissen in Ihrem Garten passt oder bereit sind, den Boden entsprechend anzupassen.
  • Verwendungszweck: Möchten Sie Bambus als Sichtschutz, als Solitärpflanze oder für andere Zwecke verwenden? Die Wahl der Art hängt auch davon ab, wie und wo Sie den Bambus einsetzen möchten. Für kleinere Gärten eignen sich beispielsweise horstbildende Arten, die nicht so stark wuchern, während für größere Flächen auch ausläuferbildende Arten in Frage kommen können, bei denen jedoch eine Rhizomsperre empfehlenswert ist.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Bambusart für Ihren Garten am besten geeignet ist, lassen Sie sich am besten von Experten beraten. Viele Online-Shops und Gärtnereien, die Bambussamen anbieten, stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Wie schnell wächst Bambus aus Samen?
Der Bambussamen wurde direkt in die Erde gesät. Er keimte nach drei Wochen , wuchs aber in den ersten drei Monaten langsam. Danach beschleunigte er sich etwas und entwickelte viele Bambussprossen. Jeder dieser kleinen Sprösslinge entwickelte sich schnell zu einer Pflanze.

Der ideale Boden für Bambussamen

Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Keimung und das Wachstum von Bambussamen ist der richtige Boden. Bambus bevorzugt einen Boden, der folgende Eigenschaften aufweist:

  • Locker und durchlässig: Staunässe verträgt Bambus überhaupt nicht. Der Boden sollte daher gut drainieren und überschüssiges Wasser ableiten können.
  • Humusreich: Bambus ist ein Starkzehrer und benötigt ausreichend Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. Ein humusreicher Boden bietet die ideale Grundlage.
  • Leicht sauer bis neutral: Der optimale pH-Wert für Bambus liegt zwischen 5,5 und 6,5.

Ist Ihr Gartenboden nicht optimal für Bambus geeignet, können Sie ihn mit einigen Maßnahmen verbessern. Schwere, lehmige Böden können durch die Zugabe von Sand und Kompost aufgelockert und durchlässiger gemacht werden. Sandige Böden können durch die Einarbeitung von Bentonit oder Tonmehl verbessert werden, um die Wasserspeicherfähigkeit zu erhöhen. Um den Humusgehalt zu erhöhen, können Sie regelmäßig Kompost oder organischen Dünger in den Boden einarbeiten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Pflanzen von Bambussamen

Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Geduld können Sie Bambus aus Samen ziehen. Hier ist eine detaillierte Anleitung, die Ihnen dabei hilft:

  1. Saatgut vorbereiten: Hochwertiges und frisches Saatgut ist entscheidend für den Erfolg. Achten Sie beim Kauf von Bambussamen auf Qualität und Seriosität des Anbieters. Es kann hilfreich sein, die Samen vor der Aussaat für einige Stunden in lauwarmes Wasser zu legen, um die Keimung zu beschleunigen.
  2. Aussaatgefäße und Substrat vorbereiten: Verwenden Sie für die Aussaat kleine Töpfe oder Anzuchtschalen mit Drainagelöchern. Als Substrat eignet sich eine spezielle Anzuchterde oder eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Kompost. Füllen Sie die Gefäße mit dem Substrat und befeuchten Sie es leicht.
  3. Samen aussäen: Bambussamen sind Lichtkeimer, das heißt, sie benötigen Licht zum Keimen. Drücken Sie die Samen daher nur leicht auf die Oberfläche des Substrats und bedecken Sie sie nicht oder nur sehr dünn mit Erde. Der Abstand zwischen den Samen sollte etwa 2-3 cm betragen.
  4. Standort wählen: Stellen Sie die Aussaatgefäße an einen hellen und warmen Ort. Eine Temperatur von 20-25°C ist optimal für die Keimung. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, da diese die jungen Keimlinge schädigen kann. Ein Fensterbrett nach Osten oder Westen ist ideal.
  5. Feuchtigkeit gewährleisten: Das Substrat sollte während der Keimung immer leicht feucht gehalten werden, aber nicht nass. Verwenden Sie am besten einen Wassersprüher, um das Substrat regelmäßig zu befeuchten und Staunässe zu vermeiden. Eine Abdeckung der Aussaatgefäße mit Frischhaltefolie oder einem Mini-Gewächshaus kann helfen, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten.
  6. Geduld haben: Die Keimdauer von Bambussamen kann variieren und einige Wochen dauern. Seien Sie geduldig und geben Sie nicht auf, auch wenn es etwas länger dauert. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, können Sie die Abdeckung entfernen und die jungen Pflanzen weiter pflegen.

Pflege der Bambus-Setzlinge

Nach der Keimung benötigen die jungen Bambus-Setzlinge besondere Aufmerksamkeit und Pflege, um kräftig und gesund zu wachsen. Beachten Sie folgende Punkte:

  • Licht: Bambus-Setzlinge benötigen viel Licht, aber keine direkte Mittagssonne. Stellen Sie die Töpfe an einen hellen Standort, aber schützen Sie sie vor der prallen Sonne.
  • Bewässerung: Gießen Sie die Setzlinge regelmäßig, aber mäßig. Das Substrat sollte immer leicht feucht sein, aber Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Lassen Sie die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen.
  • Düngung: Beginnen Sie etwa 4-6 Wochen nach der Keimung mit der Düngung. Verwenden Sie einen milden Flüssigdünger für Grünpflanzen oder einen speziellen Bambusdünger in halber Konzentration. Düngen Sie die Setzlinge alle 2-3 Wochen während der Wachstumsperiode.
  • Pikieren: Sobald die Setzlinge einige Zentimeter groß sind und ihre ersten richtigen Blätter entwickelt haben, können sie pikiert werden. Das Pikieren bedeutet, die einzelnen Setzlinge vorsichtig voneinander zu trennen und in separate Töpfe mit frischer Erde zu pflanzen. Dies gibt den Pflanzen mehr Platz zum Wachsen und stärkt ihre Wurzeln.
  • Abhärten: Bevor Sie die Bambus-Setzlinge ins Freie pflanzen, sollten Sie sie langsam an die Außenbedingungen gewöhnen. Stellen Sie die Töpfe tagsüber für einige Stunden ins Freie und holen Sie sie über Nacht wieder hinein. Steigern Sie die Dauer des Aufenthalts im Freien allmählich über eine Woche, bevor Sie die Pflanzen endgültig in den Garten auspflanzen.

Qualität des Saatguts – Ein entscheidender Faktor

Die Qualität des Bambus Saatguts spielt eine immense Rolle für den Erfolg Ihrer Anzucht. Achten Sie unbedingt auf folgende Punkte beim Kauf von Bambussamen:

  • Frische: Bambussamen verlieren relativ schnell ihre Keimfähigkeit. Kaufen Sie daher nur frische Samen und achten Sie auf das Erntejahr oder das Mindesthaltbarkeitsdatum. Je frischer die Samen, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Keimung.
  • Herkunft: Beziehen Sie Ihre Bambussamen von seriösen Anbietern, die auf den Verkauf von Saatgut spezialisiert sind. Achten Sie auf Zertifizierungen oder Gütesiegel, die die Qualität des Saatguts bestätigen.
  • Lagerung: Lagern Sie Bambussamen nach dem Kauf kühl, trocken und dunkel. Eine Lagerung im Kühlschrank kann die Keimfähigkeit der Samen länger erhalten.

Sortenempfehlungen für den Garten

Für den Anbau im Garten eignen sich besonders winterharte und pflegeleichte Bambusarten. Hier sind zwei empfehlenswerte Sorten:

Moso Riesenbambus (Phyllostachys pubescens)

Der Moso Bambus ist eine beeindruckende Art, die mit ihrem schnellen Wachstum und ihrer imposanten Höhe begeistert. Er ist winterhart und eignet sich gut als Sichtschutz oder Solitärpflanze. Auch im Kübel kann er kultiviert werden, benötigt dann aber ausreichend Platz und regelmäßige Wassergaben.

Kann man Bambus im Wasser vermehren?
Kann man Bambus im Wasser wurzeln lassen? Nein, Bambuspflanzen bilden keine Wurzeln unter Wasser. Das geht nur mit Glücksbambus, der gar kein Bambus ist, sondern zu den Spargelgewächsen zählt.

Kalkuttabambus (Dendrocalamus strictus)

Der Kalkuttabambus ist ebenfalls eine Riesenbambus-Art, die durch ihre Robustheit und Pflegeleichtigkeit überzeugt. Er ist etwas weniger winterhart als der Moso Bambus, verträgt aber dennoch milde Winter gut. Er eignet sich hervorragend als Sichtschutz, Windschutz oder dekoratives Element im Garten.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Pflanzen von Bambussamen

FrageAntwort
Wie schnell wachsen Bambus Samen?Unter optimalen Bedingungen keimen winterharte Bambussamen in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Die Wachstumsgeschwindigkeit der jungen Pflanzen hängt von der Art und den Bedingungen ab.
Sind die Pflanzen in Mitteleuropa winterhart?Ja, die meisten in Mitteleuropa erhältlichen Bambuspflanzen sind winterhart. Achten Sie bei der Sortenwahl auf die Winterhärteangaben.
Bambus Samen auf der Fensterbank keimen lassen?Ja, Bambussamen können auf der Fensterbank vorgezogen werden. Sie benötigen einen hellen und warmen Standort, aber keine direkte Sonneneinstrahlung.

Mit diesen Tipps und Tricks steht Ihrem erfolgreichen Bambusanbau aus Samen nichts mehr im Wege. Viel Freude beim Gärtnern und viel Erfolg mit Ihren Bambuspflanzen!

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