Welche Aquariumpflanzen sind anspruchslos?

Anspruchslose & Emerse Aquarienpflanzen: Dein Guide

20/04/2022

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Willkommen in der faszinierenden Welt der Aquarienpflanzen! Ob du gerade erst in die Aquaristik einsteigst oder bereits ein erfahrener Pflanzenliebhaber bist, die Auswahl an Wasserpflanzen kann überwältigend sein. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf zwei besonders interessante Aspekte: pflegeleichte Aquarienpflanzen, die auch Anfängern Freude bereiten, und emerse Pflanzen, die sowohl unter als auch über Wasser gedeihen können. Lass uns gemeinsam eintauchen und dein Aquarium in ein lebendiges Unterwasserparadies verwandeln!

Inhaltsverzeichnis

Pflegeleichte Aquarienpflanzen: Unkomplizierte Schönheit für dein Aquarium

Nicht jeder hat die Zeit oder die Erfahrung, sich intensiv um anspruchsvolle Wasserpflanzen zu kümmern. Glücklicherweise gibt es eine Vielzahl von Aquarienpflanzen, die robust und pflegeleicht sind. Diese Pflanzen sind ideal für alle, die ein schönes grünes Aquarium ohne großen Aufwand wünschen. Sie verzeihen kleinere Fehler in der Pflege und sind weniger anfällig für Schwankungen der Wasserwerte.

Welche Aquarienpflanzen wachsen auch Emers?
WELCHE AQUARIUM PFLANZEN KÖNNEN GUT EMERS ÜBER WASSER WACHSEN?Hygrophila pinnatifida (Indischer Wasserfreund), sehr blühfreudig.Hygrophila lancea "Araguia" (Araguaia Wasserfreund, sehr blühfreudig.Hydrocotyle verticillata (Amerikanischer Wassernabel)

Warum pflegeleichte Aquarienpflanzen wählen?

Die Vorteile von pflegeleichten Pflanzen liegen auf der Hand:

  • Geringer Pflegeaufwand: Weniger Zeit für Düngung, Beschneidung und spezielle Wasserbedingungen.
  • Robustheit: Verzeihen Schwankungen der Wasserwerte und sind weniger anfällig für Krankheiten.
  • Ideal für Anfänger: Perfekter Einstieg in die Aquaristik und Pflanzenpflege.
  • Fördern das Aquarium-Ökosystem: Gesunde Pflanzen produzieren Sauerstoff und helfen, das Gleichgewicht im Aquarium zu stabilisieren.

Unsere Top-Auswahl an pflegeleichten Aquarienpflanzen

Hier sind einige der beliebtesten und unkompliziertesten Aquarienpflanzen, die dein Aquarium garantiert bereichern werden:

Anubias

Anubias sind wahre Überlebenskünstler. Diese robusten Pflanzen wachsen langsam und sind extrem anpassungsfähig. Sie kommen mit wenig Licht aus und können sowohl auf dem Bodengrund als auch auf Steinen oder Wurzeln befestigt werden. Ihre ledrigen Blätter sind sehr widerstandsfähig gegenüber Pflanzenfressern und machen sie zu einer idealen Wahl für fast jedes Aquarium. Beliebte Arten sind Anubias barteri, Anubias nana und Anubias lanceolata.

Javafarn (Microsorum pteropus)

Der Javafarn ist ein Klassiker unter den pflegeleichten Aquarienpflanzen. Er ist unglaublich anspruchslos und gedeiht in einer Vielzahl von Bedingungen, von schattig bis hell beleuchtet. Wie Anubias wird er am besten auf Hardscape wie Wurzeln oder Steine aufgebunden, da er seine Nährstoffe hauptsächlich aus dem Wasser zieht. Der Javafarn bietet mit seinen schönen, grünen Blättern nicht nur einen optischen Reiz, sondern auch wertvolle Versteckmöglichkeiten für Jungfische und Garnelen.

Wasserpest (Egeria densa)

Die Wasserpest ist bekannt für ihr schnelles Wachstum und ihre Fähigkeit, überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser aufzunehmen. Dadurch hilft sie, das Algenwachstum zu reduzieren und das Wasser klar zu halten. Sie ist eine ausgezeichnete Pflanze für Einsteiger, da sie sehr tolerant gegenüber unterschiedlichen Bedingungen ist. Allerdings sollte man ihr schnelles Wachstum im Auge behalten und sie regelmäßig beschneiden, um zu verhindern, dass sie das Aquarium überwuchert.

Cryptocorynen

Cryptocorynen sind eine vielfältige Gattung mit vielen verschiedenen Arten, die sich in Farbe, Form und Größe unterscheiden. Viele Cryptocorynen sind sehr pflegeleicht und passen sich gut an unterschiedliche Wasserbedingungen an. Sie bevorzugen einen nährstoffreichen Bodengrund, in den sie ihre Wurzeln ausbreiten können. Cryptocorynen sind in der Regel langsam wachsende Pflanzen, die aber mit der Zeit dichte Bestände bilden und dem Aquarium eine natürliche Optik verleihen. Beliebte Arten sind Cryptocoryne wendtii, Cryptocoryne beckettii und Cryptocoryne parva.

Aquariumpflanzen für Anfänger: Der einfache Start

Wenn du neu in der Aquaristik bist, sind pflegeleichte Aquarienpflanzen die ideale Wahl, um dein erstes Aquarium zu bepflanzen. Sie erfordern weniger Aufmerksamkeit und ermöglichen es dir, dich auf die Grundlagen der Aquarienpflege zu konzentrieren. Mit Pflanzen wie Anubias, Javafarn, Wasserpest und Cryptocorynen kannst du ein attraktives und funktionierendes Aquarium schaffen, ohne dich von Anfang an überfordert zu fühlen. Beobachte deine Pflanzen, lerne ihre Bedürfnisse kennen und erfreue dich an ihrem Wachstum!

Emerse Aquarienpflanzen: Die Welt über und unter Wasser

Neben pflegeleichten Pflanzen gibt es eine weitere spannende Kategorie: emerse Aquarienpflanzen. Der Begriff „emers“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „aufgetaucht“. Im Gegensatz dazu steht „submers“, was „untergetaucht“ bedeutet. Emerse Pflanzen sind also solche, die teilweise oder vollständig über der Wasseroberfläche wachsen können. Viele Aquarienpflanzen sind eigentlich Sumpfpflanzen, die in der Natur sowohl untergetaucht als auch an Land wachsen können.

Was bedeutet emers und submers in der Aquaristik?

  • Submers: Vollständig unter Wasser wachsend.
  • Emers: Über der Wasseroberfläche wachsend.
  • Semi-emers: Teilweise über, teilweise unter Wasser wachsend.

Die emerse Haltung von Aquarienpflanzen eröffnet ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Aquaristik. Beispiele hierfür sind Wabi-Kusa, Pflanzengläser oder Paludarien. Auch in offenen Aquarien kann man Pflanzen emers wachsen lassen, um faszinierende Übergänge zwischen Wasser- und Landbereich zu schaffen. Dies ist besonders im Aquascaping beliebt, um dynamische und naturnahe Landschaften zu gestalten.

Welche Aquarienpflanzen eignen sich für das emerse Wachstum?

Viele Aquarienpflanzen, die wir üblicherweise submers halten, können auch emers prächtig gedeihen. Es handelt sich dabei oft um Sumpfpflanzen, die in ihrer natürlichen Umgebung an wechselnde Wasserstände angepasst sind. Hier eine Auswahl von Pflanzen, die sich besonders gut für die emerse Haltung eignen:

  • Hygrophila pinnatifida (Indischer Wasserfreund)
  • Hygrophila lancea "Araguaia" (Araguaia Wasserfreund)
  • Hydrocotyle verticillata (Amerikanischer Wassernabel)
  • Hydrocotyle leucocephala (Brasilianischer Wassernabel)
  • Ludwigia palustris (Tiefrote Ludwigie)
  • Rotala macrandra (Dichtblättrige Rotala)
  • Staurogyne repens (Kriechende Staurogyne)
  • Ranunculus inundatus (Kleiner Fluß-Hahnenfuß)
  • Pogostemon erectus (Indische Sternpflanze)
  • Micranthemum tweediei "Montecarlo" (Montecarlo Perlkraut)

Diese Pflanzen zeigen oft im emersen Zustand eine noch größere Farbenpracht und üppigere Blütenbildung als unter Wasser.

Welche Aquarienpflanzen sind nicht für das emerse Wachstum geeignet?

Echte Wasserpflanzen hingegen können nur submers existieren. Sie zerfallen emers relativ schnell, selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit. Zu diesen echten Wasserpflanzen gehören beispielsweise:

  • Vallisneria (Vallisnerien)
  • Najas (Nixkraut)
  • Ceratophyllum (Hornkraut)
  • Einige Moose wie Fissidens fontanus (Phoenixmoos)

Diese Pflanzen sind vollständig an das Leben unter Wasser angepasst und können außerhalb des Wassers nicht überleben.

Unterschiede im Wachstum: Emers vs. Submers

Aquarienpflanzen zeigen oft deutliche Unterschiede in ihrem Wuchsverhalten, je nachdem, ob sie emers oder submers wachsen.

Wuchsform

Pflanzen, die submers aufrecht wachsen, können emers oft ein kriechendes Wachstum entwickeln. Die Stängel sind an Land möglicherweise nicht stark genug, um das Gewicht der Pflanze zu tragen, und wachsen daher eher liegend. Es gibt aber auch Pflanzen, die emers aufrechter und höher wachsen können.

Blattstruktur

Die Blätter von emersen Pflanzen sind oft dicker, fester und haben eine glänzende Oberfläche. Dies dient als Verdunstungsschutz an der Luft. Submerse Blätter sind dagegen weicher und dünner, da sie keinen Verdunstungsschutz benötigen und Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnehmen.

Heterophyllie, die „Andersblättrigkeit“, bezeichnet das Phänomen, dass Pflanzen je nach Standort – über oder unter Wasser – unterschiedlich geformte Blätter ausbilden. Oftmals sehen in vitro Pflanzen in ihrer emersen Form ganz anders aus als in ihrer submersen Form. Gib deinen Pflanzen Zeit, sich an die neuen Bedingungen anzupassen und ihre submerse Form zu entwickeln.

Welche Aquariumpflanzen sind anspruchslos?
UNSERE AUSWAHL AN PFLEGELEICHTEN AQUARIUMPFLANZENAnubias. Die Anubias ist eine beliebte und robuste Pflanze, die in jedem Aquarium eine tolle Figur macht. ...Javafarn (Microsorum) Der Javafarn ist eine anspruchslose Pflanze, die perfekt für Anfänger geeignet ist. ...Wasserpest (Egeria densa) ...Cryptocorynen.

Blütenbildung

Die meisten Aquarienpflanzen blühen nur in ihrer emersen Form. Dies ist sinnvoll, da die Bestäubung durch Insekten oder Wind über der Wasseroberfläche stattfindet. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie beispielsweise Bucephalandren, die auch unter Wasser blühen können.

Wie fördert man die Blütenbildung bei emersen Aquarienpflanzen?

Nicht alle emersen Pflanzen blühen gleich bereitwillig. Arten wie Pogostemon erectus, Rotala macrandra und Hygrophila-Arten sind eher blühfreudig, während Anubias nana selten blüht. Um die Blütenbildung zu fördern, kannst du folgende Tipps beachten:

  • Optimale Haltungsbedingungen: Genug Licht, hohe Luftfeuchtigkeit, gute Wasserversorgung.
  • Lange Beleuchtungszeit: 10-12 Stunden täglich.
  • Geduld: Blütenbildung kann einige Monate dauern.
  • Blühfördernde Pflegeprodukte: Spezielle Dünger können die Blütenbildung anregen.

Anpassung von emers zu submers und umgekehrt

Die Umstellung von emers zu submers oder umgekehrt ist ein physiologischer Prozess, der durch Pflanzenhormone gesteuert wird. Abscisinsäure (ABA), Gibberellinsäure (GA) und Ethylen spielen dabei eine wichtige Rolle. Vereinfacht gesagt:

  • Unter Wasser produziert die Pflanze mehr Ethylen, was die submerse Form fördert.
  • Bei Luftkontakt entweicht Ethylen, die ABA-Konzentration steigt, und die emerse Form wird gefördert.

Bereits ausgebildete Blätter können ihre Form nicht ändern. Nur neue Triebe passen sich an die jeweiligen Bedingungen an. Daher kann es vorkommen, dass submerse Blätter emers absterben und umgekehrt. Spezielle Pflegeprodukte für Wabi-Kusa können die Pflanzen bei der Umstellung unterstützen.

Tipps zur Umstellung:

  • Emers zu submers: Emers gezogene Pflanzen werfen oft zunächst ihre Blätter ab. Ein beherzter Rückschnitt kann die Umstellung erleichtern.
  • Submers zu emers: Die Umstellung kann länger dauern. Hohe Luftfeuchtigkeit (z.B. durch Abdeckung) ist wichtig. Gewöhne die Pflanzen langsam an die trockene Luft.

Zimmerpflanzen als Hydrokultur im Aquarium

Ein besonderer Hingucker ist die Integration von Zimmerpflanzen in das Aquarium, indem man sie als Hydrokultur über dem Wasser wachsen lässt. Nicht alle Zimmerpflanzen sind dafür geeignet, aber einige Arten vertragen es gut, wenn ihre Wurzeln dauerhaft im Wasser stehen. Beispiele hierfür sind:

  • Ipomoea batatas (Süßkartoffel)
  • Dracaena (Drachenbäume, besonders Glücksbambus)
  • Epipremnum aureum (Efeutute)

Achte darauf, die Blumenerde von Topfpflanzen gründlich abzuwaschen, bevor du die Wurzeln ins Aquarium hängst, um das Wasser nicht zu belasten. Du kannst auch Stecklinge in Wasser vorziehen und diese dann ins Aquarium integrieren.

Woher stammen emerse und submerse Pflanzen im Handel?

In-vitro Pflanzen

In-vitro Aquarienpflanzen werden im Labor unter sterilen Bedingungen aus Gewebekulturen gezogen. Sie sind frei von Schädlingen und Algen und können direkt ins Aquarium eingesetzt werden. Entgegen der Annahme wachsen auch in-vitro Pflanzen in ihrer emersen Form im Becher, da der Luftraum im Becher größer ist als der Nährboden. Sie müssen sich daher ebenfalls an das submerse Leben anpassen. Für die emerse Haltung müssen auch in-vitro Pflanzen langsam an die Luft gewöhnt werden. Echte Wasserpflanzen wie Potamogeton gayi oder Wassermoose werden auch in-vitro submers gezogen.

Topfpflanzen und Bundware

Klassische Topfpflanzen und Bundware werden in der Regel emers in Gärtnereien gezogen. Dies ist kostengünstiger, da das CO2 aus der Luft genutzt werden kann. Nur wenige echte Wasserpflanzen wie Vallisnerien oder Wassermoose werden konventionell submers kultiviert.

Fazit: Vielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten mit Aquarienpflanzen

Ob pflegeleichte Aquarienpflanzen für einen unkomplizierten Start oder emerse Pflanzen für kreative Aquascapes – die Welt der Wasserpflanzen bietet unzählige Möglichkeiten, dein Aquarium individuell und lebendig zu gestalten. Wähle Pflanzen, die zu deinen Bedürfnissen und deinem Kenntnisstand passen, und erfreue dich an der Schönheit und dem Nutzen dieser grünen Unterwasserbewohner. Mit den richtigen Pflanzen wird dein Aquarium zu einem echten Blickfang und einem gesunden Lebensraum für deine Fische und Wirbellosen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Aquarienpflanzen

Welche Aquarienpflanzen sind besonders anfängerfreundlich?

Anubias, Javafarn, Wasserpest und Cryptocorynen sind sehr pflegeleichte und robuste Pflanzen, die sich gut für Anfänger eignen.

Kann ich alle Aquarienpflanzen emers wachsen lassen?

Nein, nur Sumpfpflanzen, die an wechselnde Wasserstände angepasst sind, können emers wachsen. Echte Wasserpflanzen wie Vallisnerien oder Hornkraut sind nicht für die emerse Haltung geeignet.

Wie unterscheidet sich das Aussehen von emersen und submersen Blättern?

Emerse Blätter sind oft dicker, fester, glänzender und haben eine andere Form als submerse Blätter, die meist dünner, weicher und länglicher sind.

Muss ich in-vitro Pflanzen auch umgewöhnen?

Ja, auch in-vitro Pflanzen müssen sich an das submerse Wachstum gewöhnen, da sie im Becher meist emers wachsen. Für die emerse Haltung ist ebenfalls eine langsame Anpassung an die Luft notwendig.

Wie kann ich die Blütenbildung bei emersen Pflanzen fördern?

Optimale Bedingungen, lange Beleuchtungszeiten, Geduld und spezielle Dünger können die Blütenbildung anregen.

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