Wie viel verdient man als Floristin in der Schweiz pro Monat?

Florist Ausbildung: Dauer & Karrierewege

09/01/2026

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Blumen sind mehr als nur Dekoration – sie sind Emotionen, Kunst und Natur pur. Wer sich für die Floristik begeistert, träumt oft von einem Beruf, der diese Leidenschaft zum Alltag macht. Doch wie wird man eigentlich Florist? Und wie lange dauert die Ausbildung, um in diesem kreativen und abwechslungsreichen Feld Fuß zu fassen? In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Floristik ein und beleuchten alle wichtigen Aspekte der Floristenausbildung in Deutschland.

Wie viele Jahre dauert die Ausbildung zum Florist?
Es gibt Schulen, die einen vierjährigen Abschluss in Blumenzucht, Gartenbau und Floristik anbieten. Sie können sich aber auch für kürzere Ausbildungen an Berufsschulen oder Community Colleges entscheiden, die ebenfalls Zertifikate und Diplome anbieten. Ja, es ist möglich, den Titel „Certified Floral Designer“ (CFD) zu erwerben.
Inhaltsverzeichnis

Was macht ein Florist eigentlich?

Bevor wir uns der Ausbildung widmen, werfen wir einen Blick auf die vielfältigen Aufgaben eines Floristen. Ein Florist ist weit mehr als nur ein Blumenverkäufer. Er ist ein kreativer Gestalter, ein Berater und oft auch ein wichtiger Ansprechpartner in emotionalen Momenten des Lebens. Zu den Kernaufgaben gehören:

  • Kreative Gestaltung von Blumenarrangements: Ob Sträuße, Gestecke, Kränze oder Hochzeitsfloristik – Floristen setzen Blumen, Pflanzen und andere Materialien zu kleinen Kunstwerken zusammen.
  • Kundenberatung: Floristen beraten Kunden bei der Auswahl der passenden Blumen und Arrangements für verschiedene Anlässe, von Geburtstagen über Hochzeiten bis hin zu Trauerfällen.
  • Pflanzenpflege: Die Pflege von Schnittblumen und Topfpflanzen ist essenziell, um die Frische und Qualität der Ware zu gewährleisten. Dazu gehört das Anschneiden, Wässern, Düngen und der Schutz vor Schädlingen.
  • Verkauf und Warenpräsentation: Floristen sind auch im Verkauf tätig, präsentieren ihre Ware ansprechend im Geschäft und kümmern sich um Bestellungen und Lieferungen.
  • Kaufmännische Aufgaben: Auch betriebswirtschaftliche Aufgaben wie Einkauf, Lagerhaltung, Kalkulation und Abrechnung gehören zum Arbeitsalltag.

Der Beruf des Floristen ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Er erfordert nicht nur Kreativität und ein gutes Gespür für Farben und Formen, sondern auch handwerkliches Geschick, Organisationstalent und Kommunikationsstärke.

Die Ausbildung zum Floristen: Dauer und Struktur

In Deutschland ist die Ausbildung zum Floristen eine duale Ausbildung. Das bedeutet, dass sie sowohl in einem Ausbildungsbetrieb (meist eine Blumenhandlung) als auch in der Berufsschule stattfindet. Diese Kombination aus praktischer Arbeit und theoretischem Wissen ist ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Ausbildungssystems.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Regelausbildungszeit für Floristen beträgt drei Jahre. In dieser Zeit lernen Auszubildende alle wichtigen Fertigkeiten und Kenntnisse, die für den Beruf erforderlich sind. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie beispielsweise guten schulischen Leistungen oder einer vorherigen Ausbildung, kann die Ausbildungszeit verkürzt werden.

Die duale Struktur im Detail

Die Ausbildung gliedert sich in:

  • Praktische Ausbildung im Betrieb: Der größte Teil der Ausbildung findet in einer Blumenhandlung oder einer Gärtnerei mit Floristikabteilung statt. Hier lernen die Auszubildenden die praktischen Fertigkeiten direkt am Arbeitsplatz. Sie gestalten Blumenarrangements, beraten Kunden, pflegen Pflanzen und lernen den Umgang mit Werkzeugen und Materialien.
  • Theoretische Ausbildung in der Berufsschule: Ergänzend zur praktischen Ausbildung besuchen die Auszubildenden die Berufsschule. Hier werden theoretische Grundlagen in Fächern wie Pflanzenkunde, Warenwirtschaft, Verkaufsförderung und Gestaltung vermittelt. Der Berufsschulunterricht findet in der Regel ein bis zwei Tage pro Woche statt.

Prüfungen während der Ausbildung

Während der Ausbildung sind verschiedene Prüfungen vorgesehen:

  • Zwischenprüfung: Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Diese dient der Überprüfung des Ausbildungsstandes und ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der dreijährigen Ausbildung steht die Abschlussprüfung. Diese besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil. Nach bestandener Abschlussprüfung sind die Auszubildenden staatlich anerkannte Floristen.

Voraussetzungen für die Floristenausbildung

Formal gibt es keine bestimmten schulischen Voraussetzungen für die Ausbildung zum Floristen. In der Praxis stellen Betriebe jedoch überwiegend Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss ein. Wichtiger als der Schulabschluss sind jedoch bestimmte persönliche Eigenschaften und Interessen:

  • Kreativität und gestalterisches Talent: Ein gutes Auge für Farben, Formen und Kompositionen ist unerlässlich.
  • Handwerkliches Geschick: Die Arbeit mit Blumen und Werkzeugen erfordert Fingerfertigkeit und Präzision.
  • Freude am Umgang mit Pflanzen und Natur: Ein Interesse an Pflanzen und deren Pflege ist grundlegend.
  • Kundenorientierung und Kommunikationsfähigkeit: Floristen haben viel Kundenkontakt und sollten freundlich, beratungsstark und serviceorientiert sein.
  • Belastbarkeit und Flexibilität: Gerade zu saisonalen Hochzeiten wie Valentinstag, Muttertag oder Weihnachten kann die Arbeitsbelastung hoch sein.

Inhalte der Floristenausbildung im Detail

Die Ausbildung zum Floristen vermittelt ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fertigkeiten. Zu den wichtigsten Ausbildungsinhalten gehören:

  • Pflanzenkunde: Kenntnisse über verschiedene Pflanzenarten, ihre Bedürfnisse, Verwendungsmöglichkeiten und saisonale Verfügbarkeit.
  • Gestaltungslehre: Grundlagen der Farbenlehre, Formenlehre, Kompositionslehre und verschiedene Gestaltungstechniken für Blumenarrangements.
  • Werkstoffkunde: Kenntnisse über Werkzeuge, Materialien (wie Draht, Bänder, Gefäße) und Hilfsmittel, die in der Floristik verwendet werden.
  • Pflege von Pflanzen und Blumen: Richtige Behandlung von Schnittblumen und Topfpflanzen, um ihre Haltbarkeit und Schönheit zu gewährleisten.
  • Verkauf und Beratung: Kundenberatung, Verkaufsgespräche, Warenpräsentation, Kassensysteme und Abrechnung.
  • Warenwirtschaft: Bestellung, Lagerhaltung, Kalkulation, Inventur und betriebswirtschaftliche Grundlagen.
  • Dekoration und Raumbegrünung: Gestaltung von Innenräumen und Außenbereichen mit Pflanzen und Blumen.
  • Trauerfloristik und Hochzeitsfloristik: Spezielle Gestaltungstechniken und Beratungsgespräche für diese besonderen Anlässe.

Karrierechancen nach der Ausbildung

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung stehen Floristen vielfältige Karrierewege offen. Hier einige Beispiele:

  • Angestellter Florist: Die meisten Floristen beginnen ihre Karriere als Angestellte in Blumenhandlungen, Gärtnereien oder Gartencentern mit Floristikabteilung.
  • Selbstständiger Florist: Viele Floristen träumen von der eigenen Blumenhandlung. Die Selbstständigkeit erfordert jedoch neben Fachkenntnissen auch unternehmerisches Denken und Handeln.
  • Eventfloristik: Spezialisierung auf die Gestaltung von Blumendekorationen für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Firmenevents oder Messen.
  • Hotel- und Gastronomiefloristik: Gestaltung von Blumendekorationen für Hotels, Restaurants und Cafés.
  • Großhandel und Import: Tätigkeit im Blumen- und Pflanzenhandel, beispielsweise im Einkauf oder Verkauf.
  • Floristik in der Gartengestaltung: Kombination von Floristik und Gartengestaltung, beispielsweise bei der Planung und Umsetzung von Pflanzkonzepten für Gärten und Außenanlagen.
  • Dozent in der Floristik: Weitergabe des eigenen Wissens und Könnens als Dozent an Berufsschulen oder in Weiterbildungseinrichtungen.

Zusätzlich zu diesen klassischen Karrierewegen gibt es auch die Möglichkeit, sich durch Weiterbildungen und Spezialisierungen weiterzuentwickeln. Beispielsweise können Floristen sich zum Floristmeister weiterbilden, um Führungsaufgaben zu übernehmen oder einen eigenen Betrieb zu gründen. Auch Spezialisierungen in Bereichen wie Eventfloristik, Trauerfloristik oder nachhaltige Floristik sind möglich.

Tipps für den Einstieg in den Floristenberuf

Wenn du dich für den Floristenberuf interessierst, hier einige Tipps, die dir den Einstieg erleichtern können:

  1. Praktika absolvieren: Sammle praktische Erfahrungen durch Praktika in Blumenhandlungen oder Gärtnereien. So kannst du den Berufsalltag kennenlernen und herausfinden, ob der Beruf wirklich zu dir passt.
  2. Schulische Vorkenntnisse nutzen: Fächer wie Biologie, Kunst und Werken können dir in der Ausbildung zugutekommen.
  3. Grundlegende Floristik-Skills entwickeln: Übe dich im Gestalten von kleinen Blumenarrangements, informiere dich über verschiedene Blumenarten und deren Pflege.
  4. Blumenwissen aneignen: Lies Bücher und Fachzeitschriften über Floristik, besuche botanische Gärten und informiere dich online über aktuelle Trends.
  5. Formale Ausbildung in Betracht ziehen: Auch wenn es nicht zwingend erforderlich ist, können Kurse oder Workshops in Floristik deine Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.
  6. Zertifizierungen erwerben (optional): Es gibt verschiedene Zertifizierungen im Bereich Floristik, die deine Qualifikationen unterstreichen können.
  7. Praktische Erfahrung sammeln: Nutze jede Gelegenheit, um praktische Erfahrung zu sammeln, sei es durch Nebenjobs, ehrenamtliche Tätigkeiten oder private Projekte.
  8. Üben, üben, üben: Je mehr du übst, desto besser wirst du im Gestalten von Blumenarrangements und im Umgang mit Pflanzen.
  9. Eigenen Stil entwickeln: Lass deiner Kreativität freien Lauf und entwickle deinen eigenen, unverwechselbaren Stil in der Floristik.
  10. Portfolio aufbauen: Dokumentiere deine besten Arbeiten in einem Portfolio, um potenziellen Arbeitgebern oder Kunden deine Fähigkeiten zu präsentieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Floristenausbildung

Wie lange dauert die Ausbildung zum Floristen?

Die Regelausbildungszeit beträgt drei Jahre.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Ausbildung?

Formal gibt es keine bestimmten schulischen Voraussetzungen. In der Praxis werden meist Auszubildende mit Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss eingestellt.

Was verdient ein Florist in der Ausbildung?

Die Ausbildungsvergütung für Floristen ist tariflich geregelt und variiert je nach Ausbildungsjahr und Bundesland. Im Durchschnitt liegt sie zwischen 600 und 900 Euro brutto im Monat.

Was verdient ein ausgelernter Florist?

Das Einstiegsgehalt für ausgelernte Floristen variiert je nach Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung. Im Durchschnitt liegt es zwischen 1800 und 2500 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung und Weiterbildungen kann das Gehalt steigen.

Wo kann ich als Florist arbeiten?

Floristen arbeiten hauptsächlich in Blumenhandlungen, Gärtnereien, Gartencentern, Eventagenturen, Hotels, Restaurants und im Großhandel.

Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten für Floristen?

Ja, es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten, beispielsweise zum Floristmeister, Gestalter für Blumenkunst, oder in Bereichen wie Eventfloristik oder Trauerfloristik.

Fazit

Die Ausbildung zum Floristen ist eine vielseitige und kreative Ausbildung, die in der Regel drei Jahre dauert. Sie bietet eine solide Grundlage für eine abwechslungsreiche Karriere in der Welt der Blumen und Pflanzen. Wer Kreativität, handwerkliches Geschick und Freude am Umgang mit Menschen und Natur mitbringt, findet im Floristenberuf eine erfüllende und zukunftssichere Perspektive. Nutze die Tipps und Informationen in diesem Artikel, um deinen Traumjob Florist zu verwirklichen und die Welt mit deinen floralen Kreationen zu verschönern!

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