Was ist das Besondere an Stiefmütterchen?

Alpenveilchen-Pflege nach der Blüte: So geht's!

10/07/2024

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Das Alpenveilchen, wissenschaftlich als Cyclamen persicum bekannt, erfreut sich in deutschen Wohnzimmern großer Beliebtheit. Ursprünglich in den schattigen Bergwäldern des Mittelmeerraums beheimatet, bringt diese charmante Pflanze mit ihren leuchtenden Blüten Farbe in die dunkle Jahreszeit. Doch was tun, wenn die Blütezeit vorbei ist? Viele Pflanzenliebhaber stehen dann vor der Frage, ob und wie man das Alpenveilchen nach der Blüte weiterpflegen kann. Die gute Nachricht ist: Mit der richtigen Pflege können Sie Ihr Alpenveilchen problemlos über den Sommer bringen und sich im nächsten Jahr erneut an seiner Blütenpracht erfreuen. Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Alpenveilchen nach der Blüte optimal versorgen.

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Stiefmütterchen überwintern Die Gattung Viola ist gut winterhart, toleriert auch Frost und kann das ganze Jahr im Garten bleiben. Zum Schutz der Blüten und Blätter kann etwas Reisig auf die Pflanzen gelegt werden.
Inhaltsverzeichnis

Was tun, wenn das Alpenveilchen verblüht ist?

Wenn die farbenfrohen Blüten Ihres Alpenveilchens langsam welken und die Blätter anfangen zu hängen, ist das kein Grund zur Sorge. Dies ist ein natürlicher Teil des Lebenszyklus dieser Pflanze. Anstatt das Alpenveilchen nun zu entsorgen, sollten Sie die Chance nutzen, es in seine Ruhephase zu begleiten und auf die nächste Blüte vorzubereiten. Der erste Schritt ist das Entfernen der verblühten Blüten und welken Blätter. Diese sollten Sie vorsichtig aus der Knolle herauszupfen. Vermeiden Sie es, die Stängel abzuschneiden, da dies zu Fäulnis führen kann. Durch das Auszupfen direkt an der Knolle verhindern Sie dies und regen die Pflanze dazu an, ihre Energie in die Knolle und die Vorbereitung auf die Ruhephase zu stecken.

Die Ruhephase einleiten: Das Alpenveilchen austrocknen lassen

Nachdem Sie die verwelkten Teile entfernt haben, beginnt die eigentliche Ruhephase. Reduzieren Sie nun die Wassergaben deutlich. Das Ziel ist es, die Erde langsam austrocknen zu lassen. Gießen Sie nur noch sehr wenig, wenn überhaupt, und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben vollständig abtrocknen. Dies signalisiert der Pflanze, dass die Blütezeit vorbei ist und sie sich auf die Ruhephase vorbereiten soll. Die Blätter werden nach und nach vollständig einziehen, und es scheint, als würde die Pflanze absterben. Dies ist jedoch ein ganz normaler Prozess und kein Grund zur Beunruhigung.

Die Überwinterung der Alpenveilchen-Knolle

Sobald die Blätter vollständig eingezogen sind und die Erde trocken ist, ist es Zeit für die Überwinterung der Knolle. Nehmen Sie den Topf mit der Knolle aus dem Übertopf und stellen Sie ihn an einen kühlen und dunklen Ort. Ein Kellerraum, eine Garage oder ein kühler Dachboden sind ideal. Die Temperatur sollte idealerweise zwischen 10 und 15 Grad Celsius liegen. Während der Überwinterung benötigt die Knolle kaum Pflege. Kontrollieren Sie sie gelegentlich, um sicherzustellen, dass sie nicht schrumpft oder fault. In der Regel ist es jedoch ausreichend, die Knolle bis zum Ende des Sommers in Ruhe zu lassen. Es ist wichtig, dass der Ort trocken ist, um Fäulnis zu vermeiden.

Das Alpenveilchen im Spätsommer wecken: Umtopfen und anwärmen

Gegen Ende August oder Anfang September ist es an der Zeit, das Alpenveilchen aus seiner Ruhephase zu wecken. Holen Sie den Topf mit der Knolle aus dem Winterquartier und entfernen Sie die alte, trockene Erde. Topfen Sie die Knolle nun in frische, hochwertige Blumenerde um. Achten Sie darauf, dass die Knolle etwa zur Hälfte aus der Erde herausschaut. Wählen Sie einen Topf, der nur wenig größer ist als der vorherige, da Alpenveilchen eher in kleineren Töpfen gut gedeihen. Nach dem Umtopfen stellen Sie den Topf an einen helleren und wärmeren Standort, idealerweise ein Ost- oder Westfenster. Beginnen Sie nun wieder mit dem mäßigen Gießen. Die Erde sollte immer leicht feucht sein, aber Staunässe unbedingt vermieden werden. Gießen Sie am besten von unten in den Untersetzer, damit die Knolle trocken bleibt.

Pflege nach dem Austrieb: Düngen und der richtige Standort

Nach einigen Wochen, in der Regel im September oder Oktober, werden Sie die ersten Triebe entdecken. Sobald die neuen Blätter erscheinen, können Sie beginnen, das Alpenveilchen regelmäßig zu düngen. Verwenden Sie einen flüssigen Blumendünger in halber Konzentration und düngen Sie einmal pro Woche. Achten Sie weiterhin auf den richtigen Standort. Alpenveilchen bevorzugen einen hellen, aber nicht sonnigen Standort und kühle Temperaturen. Heizungsluft vertragen sie schlecht. Ein idealer Standort ist ein Fensterplatz mit Ost- oder Westausrichtung, an dem die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt ist. Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.

Zusammenfassende Pflege-Tipps für Alpenveilchen nach der Blüte

  • Verblühte Blüten und Blätter entfernen: Regelmäßig aus der Knolle zupfen, um Fäulnis zu vermeiden und die Pflanze zu stärken.
  • Ruhephase einleiten: Wassergaben reduzieren und die Erde austrocknen lassen.
  • Überwinterung der Knolle: An einem kühlen, dunklen und trockenen Ort lagern (10-15°C).
  • Umtopfen im Spätsommer: In frische Blumenerde umtopfen und an einen helleren, wärmeren Ort stellen.
  • Gießen und Düngen: Mäßig gießen, Erde leicht feucht halten, Staunässe vermeiden. Wöchentlich mit Blumendünger (halbe Konzentration) düngen, sobald neue Blätter erscheinen.
  • Standort: Heller, aber nicht sonniger Standort, kühle Temperaturen, gute Luftzirkulation.

Häufig gestellte Fragen zur Alpenveilchen-Pflege nach der Blüte

Muss ich mein Alpenveilchen nach der Blüte unbedingt überwintern?
Ja, die Überwinterung ist wichtig, um dem Alpenveilchen eine Ruhephase zu gönnen und es auf die nächste Blüte vorzubereiten. Ohne diese Ruhephase wird es wahrscheinlich nicht erneut blühen.
Kann ich das Alpenveilchen auch im Garten überwintern?
Alpenveilchen sind nicht winterhart und sollten daher nicht im Garten überwintert werden. Die Knolle würde bei Frost erfrieren. Die Überwinterung sollte an einem frostfreien Ort erfolgen.
Wie lange dauert es, bis das Alpenveilchen nach der Überwinterung wieder blüht?
In der Regel dauert es etwa 6 bis 8 Wochen, bis das Alpenveilchen nach dem Umtopfen und dem Beginn der Pflege wieder zu blühen beginnt. Mit der richtigen Pflege können Sie sich dann auf eine üppige Blüte im Herbst und Winter freuen.
Was mache ich, wenn mein Alpenveilchen trotz richtiger Pflege nicht wieder blüht?
Es kann verschiedene Gründe geben, warum ein Alpenveilchen nicht blüht. Überprüfen Sie den Standort (zu warm, zu dunkel?), die Wassergaben (zu viel oder zu wenig?) und die Düngung. Manchmal benötigen Alpenveilchen auch einfach etwas mehr Zeit, um sich von der Ruhephase zu erholen und neue Blüten zu bilden. Geduld und die Einhaltung der Pflegehinweise sind hier wichtig.
Kann ich Alpenveilchen vermehren?
Alpenveilchen können durch Aussaat vermehrt werden, dies ist jedoch etwas aufwendiger. Einfacher ist die Teilung der Knolle beim Umtopfen, aber auch dies ist nicht immer erfolgreich und sollte vorsichtig durchgeführt werden. Für Hobbygärtner ist die Vermehrung durch Aussaat oder Teilung eher unüblich, und es ist einfacher, jedes Jahr neue Pflanzen zu kaufen oder die bestehenden durch richtige Pflege zu erhalten.

Mit der richtigen Pflege nach der Blüte können Sie die Lebensdauer Ihres Alpenveilchens deutlich verlängern und sich Jahr für Jahr an seiner Schönheit erfreuen. Es erfordert zwar etwas Geduld und Aufmerksamkeit, aber die Mühe lohnt sich, wenn Ihr Alpenveilchen im Herbst wieder in voller Blütenpracht erstrahlt.

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