Was ist die Lego 5 2-Regel?

Warum verwendet Lego kein Holz mehr?

21/03/2026

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Die Geschichte von Lego beginnt nicht mit bunten Kunststoffsteinen, sondern in einer bescheidenen Holzwerkstatt in Billund, Dänemark. Gegründet wurde das Unternehmen von Ole Kirk Christiansen, einem Zimmermann, der 1932 begann, hölzernes Spielzeug herzustellen. In einer Zeit wirtschaftlicher Notwendigkeit und kreativer Innovation legte er den Grundstein für eines der beliebtesten Spielzeuge der Welt. Doch warum wechselte Lego von Holz zu Kunststoff? Dieser Artikel beleuchtet die Gründe für diesen entscheidenden Wandel in der Lego-Geschichte.

Warum hat Lego aufgehört, Holz zu verwenden?
Umstellung auf Kunststoffbausteine (1960–1969) Im Jahr 1960 ereignete sich im Lego-Konzern ein zweiter Lagerbrand , bei dem der Großteil des Holzspielzeugbestands des Unternehmens vernichtet wurde.

Die bescheidenen Anfänge mit Holzspielzeug

Ole Kirk Christiansens Werkstatt, die 1916 erworben wurde, konzentrierte sich zunächst auf den Bau von Häusern und Möbeln. Die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre zwang Christiansen jedoch, sich nach neuen Einkommensquellen umzusehen. Inspiriert von Miniaturmodellen seiner Produkte begann er, Holzspielzeug herzustellen. Ab 1932 produzierte er eine Vielzahl von Holzspielzeugen, darunter Sparschweine, Ziehtiere, Autos, Lastwagen und Häuser. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage und des anfänglichen Mangels an Rentabilität, liess sich Christiansen nicht entmutigen. Er tauschte Spielzeug gegen Lebensmittel von Bauern und produzierte weiterhin Möbel, um sein Geschäft am Laufen zu halten. In den 1930er Jahren erlebte er kurzzeitig einen Aufschwung durch die Modeerscheinung des Jo-Jos, nutzte aber übrig gebliebene Jo-Jo-Teile für Spielzeuglastwagen, um Abfall zu vermeiden. Der Name "Lego", abgeleitet vom dänischen "leg godt" (spiel gut), wurde 1934 gewählt und prägte fortan seine Produkte.

Die Ankunft des Kunststoffs

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Kunststoff in Dänemark verfügbar, und Lego erkannte das Potenzial dieses neuen Materials. 1947 erwarb Lego eine Kunststoffspritzgussmaschine und begann, mit der Produktion von Kunststoffspielzeug zu experimentieren. Eines der ersten modularen Spielzeuge war ein Lastwagen, der zerlegt und wieder zusammengesetzt werden konnte. Ein entscheidender Moment war die Begegnung mit den "Kiddicraft Self-Locking Building Bricks" von Hilary Fisher Page. Diese Kunststoffbausteine, die bereits 1939 patentiert wurden, verfügten über Noppen, die ein Zusammenstecken ermöglichten. 1949 begann Lego mit der Produktion ähnlicher Steine, die zunächst "Automatic Binding Bricks" genannt wurden. Diese ersten Lego-Steine aus Zelluloseacetat waren von traditionellen Holzbausteinen inspiriert, boten aber den Vorteil, dass sie "verriegelt" werden konnten. Obwohl sie zusammenhielten, liessen sie sich auch wieder leicht trennen. 1953 wurden sie in "Lego Mursten" oder "Lego Steine" umbenannt. Trotz anfänglicher Skepsis der Kunden, die Holz- oder Metallspielzeug bevorzugten, erkannte Lego das Potenzial von Kunststoff für ein modulares Spielzeugsystem.

Warum ist LEGO so überteuert?
Es gibt mehrere Gründe dafür... Die meisten Sets haben im Vergleich zu vor 10 oder 20 Jahren viel mehr Teile. Mehr Teile bedeuten auch einen höheren Preis. Und dann gibt es noch die lizenzierten IPs, LEGO muss Lizenzgebühren zahlen, was zusätzliche Kosten für LEGO bedeutet.

Die Verbesserung der Kunststoffsteine und der Systemgedanke

In den 1950er Jahren expandierte Lego in ausländische Märkte und entwickelte das Konzept eines Spielzeug"systems". Godtfred Kirk Christiansen erkannte, dass die Kunststoffsteine das grösste Potenzial für ein solches System boten. 1955 wurde der "Town Plan" mit Lego Bausteinen als System veröffentlicht. Obwohl die Steine mässig aufgenommen wurden und technische Probleme aufwiesen, insbesondere in Bezug auf ihre "Verriegelungsfähigkeit" und Vielseitigkeit, arbeitete Lego kontinuierlich an Verbesserungen. Ein entscheidender Schritt war die Einführung von Hohlröhren an der Unterseite der Steine im Jahr 1959. Diese Verbesserung erhöhte die Stabilität und Verriegelungsfähigkeit erheblich und steigerte die Vielseitigkeit der Steine. Das Unternehmen patentierte das neue Design und ähnliche Designs, um die Konkurrenz abzuwehren. Im selben Jahr, 1959, starb Ole Kirk Christiansen, und Godtfred übernahm die Unternehmensführung.

Der Brand und die endgültige Entscheidung für Kunststoff

Ein zweiter Lagerbrand im Jahr 1960, der einen Grossteil des Lagerbestands an Holzspielzeug vernichtete, wurde zum Wendepunkt. Godtfred Christiansen erkannte, dass die Kunststofflinie stark genug war, um die Produktion von Holzspielzeug aufzugeben. Diese Entscheidung führte zur Trennung von seinen Brüdern Gerhardt und Karl Georg, die das Unternehmen verliessen und eine eigene Firma namens "Bilofix" gründeten. Ende 1960 beschäftigte die Lego Gruppe bereits über 500 Mitarbeiter. 1963 wurde Zelluloseacetat als Material für die Lego Steine durch das stabilere Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS-Kunststoff) ersetzt, das bis heute verwendet wird. ABS-Kunststoff ist ungiftig, verfärbt und verzieht sich weniger, ist hitzebeständiger und widerstandsfähiger gegen Säuren, Salze und andere Chemikalien. Die Einführung von Rädern im Jahr 1961 und 1962 erweiterte die Möglichkeiten des Bauens mit Lego Steinen erheblich und ermöglichte den Bau von Fahrzeugen. 1969 wurde das Duplo System für Kleinkinder eingeführt, das mit den Lego Steinen kompatibel war und den Übergang zum Lego System erleichterte.

Warum hat Lego aufgehört, Holz zu verwenden?
Umstellung auf Kunststoffbausteine (1960–1969) Im Jahr 1960 ereignete sich im Lego-Konzern ein zweiter Lagerbrand , bei dem der Großteil des Holzspielzeugbestands des Unternehmens vernichtet wurde.

Vorteile von Kunststoff gegenüber Holz

Der Wechsel von Holz zu Kunststoff war ein strategischer Schritt, der auf mehreren Vorteilen von Kunststoff basierte:

  • Präzision und Einheitlichkeit: Kunststoff ermöglicht eine präzisere und einheitlichere Produktion von Bausteinen mit exakten Abmessungen und Verriegelungsmechanismen. Dies war mit Holz, einem Naturmaterial, das in seiner Beschaffenheit variiert, schwer zu erreichen.
  • Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit: ABS-Kunststoff ist haltbarer und widerstandsfähiger gegen Abnutzung, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen als Holz. Kunststoffspielzeug ist langlebiger und widersteht den Belastungen des Spielens besser.
  • Vielseitigkeit im Design: Kunststoff ermöglicht komplexere Formen und Designs als Holz. Die Spritzgusstechnik erlaubt die Herstellung von Bausteinen mit Noppen, Röhren und anderen komplexen Elementen, die für die Entwicklung des Lego Systems entscheidend waren.
  • Farben und Ästhetik: Kunststoff lässt sich leicht in einer Vielzahl von Farben einfärben und bietet eine glattere, sauberere Oberfläche als Holz. Dies trug zur attraktiven Ästhetik der Lego Steine bei.
  • Kosteneffizienz: Obwohl die anfängliche Investition in Kunststoffspritzgussmaschinen hoch war, wurde die Kunststoffproduktion im Laufe der Zeit kosteneffizienter als die Holzproduktion, insbesondere bei der Massenproduktion von Spielzeug.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

War Lego immer aus Holz?
Nein, Lego begann als Hersteller von Holzspielzeug, wechselte aber in den 1960er Jahren vollständig zu Kunststoff.
Warum hat Lego zu Kunststoff gewechselt?
Der Wechsel zu Kunststoff ermöglichte präzisere, haltbarere, vielseitigere und kosteneffizientere Spielzeuge. Ein Brand im Jahr 1960, der das Holzlager zerstörte, beschleunigte diese Entscheidung.
Verwendet Lego heute überhaupt kein Holz mehr?
Im Wesentlichen verwendet Lego heute kein Holz mehr für seine Kernprodukte, die Lego Steine. Es gab jedoch in der Vergangenheit und gibt möglicherweise in Zukunft spezielle Editionen oder Produkte, die Holzelemente enthalten könnten, aber Kunststoff ist das primäre Material.
War der Wechsel zu Kunststoff erfolgreich?
Ja, der Wechsel zu Kunststoff war ein entscheidender Faktor für den weltweiten Erfolg von Lego. Kunststoff ermöglichte die Entwicklung des Lego Systems, das für seine Vielseitigkeit und Kreativität bekannt ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lego aus einer Notwendigkeit und aus strategischen Gründen von Holz auf Kunststoff umgestiegen ist. Die Vorteile von Kunststoff in Bezug auf Präzision, Haltbarkeit, Designvielfalt, Ästhetik und Kosteneffizienz waren ausschlaggebend für diese Entscheidung. Der Brand im Jahr 1960 fungierte als Katalysator, der den Übergang beschleunigte und Lego auf den Weg zum globalen Erfolg als Hersteller von Kunststoffspielzeug brachte. Obwohl die Wurzeln in der Holzbearbeitung liegen, ist es der Kunststoff, der Lego zu dem ikonischen Spielzeug gemacht hat, das wir heute kennen.

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