Ist die akeleiblättrige Wiesenraute eine Heilpflanze?

Akeleiblättrige Wiesenraute: Zierde & Gefahr?

01/07/2021

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Die Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium) ist eine beeindruckende Staude, die in naturnahen Gärten immer beliebter wird. Mit ihren filigranen Blütenständen und dem akeleienähnlichen Laub ist sie ein echter Hingucker. Doch neben ihrer Schönheit ranken sich auch Fragen um ihre Giftigkeit und Verwendung. Dieser Artikel beleuchtet alle Aspekte dieser interessanten Pflanze, von ihrer Herkunft und ihren Eigenschaften bis hin zu ihrer Rolle im Garten und ihrer Bedeutung für die heimische Tierwelt.

Kann man Akelei im Herbst Pflanzen?
Die Akelei ist ebenfalls eine Pflanze, die im Herbst gesät werden kann. Die besten Zeiten für die Aussaat von Akeleien sind entweder Ende August oder September. Akeleien gedeihen gut auf feuchten Böden. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie sie im Herbst im Freiland säen oder in einen Blumenkasten oder Topf.
Inhaltsverzeichnis

Was ist die Akeleiblättrige Wiesenraute?

Die Akeleiblättrige Wiesenraute, auch bekannt als Federakelei oder Amstelraute, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihr wissenschaftlicher Name Thalictrum aquilegifolium verweist auf die Ähnlichkeit ihrer Blätter mit denen der Akelei (Aquilegia). Die Pflanze ist in Mittel- und Osteuropa heimisch und bevorzugt feuchte Standorte wie Auwälder, Gebüsche und Hochstaudenfluren. In Deutschland gilt sie als „nicht gefährdet“ und ist vor allem in den Alpen und im Alpenvorland verbreitet, mit weiteren Vorkommen im Osten des Landes.

Die Wiesenraute ist eine stattliche, horstbildende Staude, die eine Höhe von bis zu 1,5 Metern erreichen kann. Ihre aufrechten, verzweigten Stängel tragen wechselständige, 2- bis 4-fach gefiederte Blätter, die in ihrer Form an Akelei erinnern. Besonders auffällig sind die zarten, flauschigen Blütenstände, die im Frühsommer erscheinen. Die kleinen, sternförmigen Blüten sind meist violett, seltener weiß, und verströmen besonders abends einen angenehmen, maiglöckchenartigen Duft. Statt Kronblättern übernehmen hier die zahlreichen, pinselartigen Staubblätter die Schaufunktion für Bestäuber.

Ist die Akeleiblättrige Wiesenraute giftig?

Ja, alle Pflanzenteile der Akeleiblättrigen Wiesenraute sind giftig. Sie enthalten cyanogene Glykoside wie Limanarin und sogar freie Blausäure. Diese Giftstoffe können bei Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen. In der Volksheilkunde wurde die Wiesenraute zwar früher als Heilpflanze verwendet, unter anderem gegen Malaria und Erkältungskrankheiten, doch aufgrund ihrer unberechenbaren Giftigkeit wird sie heute nicht mehr medizinisch genutzt. Auch in der modernen Pflanzenheilkunde spielt sie keine Rolle mehr. Für Weidetiere ist die Pflanze ebenfalls giftig, und Schweine reagieren besonders empfindlich auf die Wurzeln.

Trotz ihrer Giftigkeit ist die Akeleiblättrige Wiesenraute in Gärten beliebt, da die Gefahr einer Vergiftung bei sachgemäßem Umgang gering ist. Sie wird primär als Zierpflanze mit ökologischem Nutzen geschätzt. Kinder und Haustiere sollten jedoch vom Verzehr der Pflanze abgehalten werden. Bei der Gartenarbeit mit der Wiesenraute ist es ratsam, Handschuhe zu tragen.

Ist die Akeleiblättrige Wiesenraute giftig?
Alle Pflanzenteile der Staude sind giftig. Nichtsdestotrotz galt die Pflanze bereits im Mittelalter als Heilpflanze. Sie wurde historisch gesehen bei Wechselfieber verwendet.

Die Akeleiblättrige Wiesenraute im Garten

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine Bereicherung für jeden naturnahen Garten. Ihre imposante Erscheinung und ihre pflegeleichten Eigenschaften machen sie zu einer attraktiven Wahl für Staudenbeete, Wildblumengärten und Uferbepflanzungen. Hier sind einige wichtige Aspekte für die erfolgreiche Kultivierung:

Standort und Boden

Die Wiesenraute bevorzugt einen feuchten und nährstoffreichen, vorzugsweise kalkhaltigen und humosen Boden. Ein Ton- oder Lehmboden ist ideal. Sie gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten, wobei ein halbschattiger Standort oft bevorzugt wird, insbesondere an heißen Sommertagen. Je sonniger der Standort, desto wichtiger ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Die Pflanze ist winterhart und benötigt keinen besonderen Winterschutz.

Pflege und Schnitt

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist pflegeleicht. In trockenen Perioden sollte sie regelmäßig gegossen werden, besonders an sonnigen Standorten. Um eine unkontrollierte Selbstaussaat zu verhindern, können die Fruchtstände rechtzeitig vor der Samenreife entfernt werden. Wer die Selbstaussaat nutzen möchte, lässt einige Blütenstände stehen. Im Herbst zieht sich die Pflanze in ihre Wurzeln zurück. Verwelkte Pflanzenteile können dann entfernt werden.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Aussaat. Die Samen können im Herbst direkt nach der Reife oder im Frühjahr ausgesät werden. Eine Aussaat im Herbst hat den Vorteil, dass die Samen den Winter über Kälteperioden ausgesetzt sind, was die Keimung im Frühjahr fördern kann (Kaltkeimer). Alternativ kann die Wiesenraute auch durch Teilung der Horste nach der Blüte vermehrt werden. Diese Methode ist jedoch aufwendiger und die Pflanzen benötigen Zeit, um wieder anzuwachsen.

Verwendung im Garten

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich hervorragend als Hintergrundpflanze in Rabatten und Bauerngärten. In Wildblumengärten und naturnahen Pflanzungen fügt sie sich harmonisch ein. Auch am Ufer von Gartenteichen und in sumpfigen Wiesenbereichen kommt sie gut zur Geltung. In kleinen Gruppen gepflanzt, entfaltet sie ihre volle Wirkung. Ihre Blüten eignen sich auch als Schnittblumen für die Vase.

Schädlinge und Krankheiten

Die Wiesenraute ist relativ robust, kann aber bei trockenen Standorten anfällig für Mehltau sein. Der größte Schädling sind Schnecken, die besonders junge Pflanzen und Keimlinge gefährden. Schutzmaßnahmen wie Schneckenkragen oder das Ausstreuen von Schneckenkorn können erforderlich sein.

Ist die Akeleiblättrige Wiesenraute giftig?
Alle Pflanzenteile der Staude sind giftig. Nichtsdestotrotz galt die Pflanze bereits im Mittelalter als Heilpflanze. Sie wurde historisch gesehen bei Wechselfieber verwendet.

Nutzen für Wildbienen und andere Insekten

Ein besonderer Wert der Akeleiblättrigen Wiesenraute liegt in ihrem Nutzen für die heimische Insektenwelt. Obwohl sie keinen Nektar produziert, bietet sie eine reiche Pollenquelle für zahlreiche Insekten, insbesondere Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen und Käfer. Der Pollen dient den Bienen als Nahrung für ihre Brut und trägt somit zur Förderung der Bestäuberpopulation bei.

Darüber hinaus dient die Wiesenraute als Raupenfutterpflanze für verschiedene Nachtfalterarten, darunter die Eisenhut-Höckereule und die Wiesenrauten-Goldeule. Der intensive Duft der Blüten lockt die Falter an, die hier ihre Eier ablegen.

Akeleiblättrige Wiesenraute kaufen

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist im Fachhandel gut erhältlich. Viele Online-Pflanzenhändler führen sie im Sortiment, sowohl als Samen als auch als Jungpflanzen. Auch in Staudengärtnereien und auf Pflanzenmärkten ist sie oft zu finden. Es empfiehlt sich, Pflanzen aus regionalen Gärtnereien zu beziehen, um die heimische Flora zu unterstützen und Transportwege zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die Akeleiblättrige Wiesenraute stark giftig?
Ja, alle Teile der Pflanze sind giftig und enthalten cyanogene Glykoside. Der Verzehr kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Kinder und Haustiere sollten von der Pflanze ferngehalten werden.
War die Akeleiblättrige Wiesenraute eine Heilpflanze?
Ja, in der Volksheilkunde wurde sie früher gegen verschiedene Beschwerden eingesetzt. Aufgrund ihrer Giftigkeit wird sie heute jedoch nicht mehr medizinisch genutzt.
Kann man Akelei und Akeleiblättrige Wiesenraute im Herbst pflanzen?
Ja, sowohl Akelei als auch Akeleiblättrige Wiesenraute können im Herbst gepflanzt werden. Der Herbst ist sogar eine gute Pflanzzeit, da der Boden noch warm ist und die Pflanzen bis zum Frühjahr gut anwachsen können. Auch die Aussaat vieler Wildblumen, darunter Akelei, ist im Herbst möglich.

Fazit

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine faszinierende und wertvolle Pflanze für den naturnahen Garten. Ihre Schönheit, Pflegeleichtigkeit und ihr ökologischer Nutzen machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Pflanzenliebhaber, die Wert auf Biodiversität und insektenfreundliche Gärten legen. Trotz ihrer Giftigkeit ist sie bei sachgemäßem Umgang eine Bereicherung für jeden Garten und trägt zur Förderung der heimischen Flora und Fauna bei. Wer eine imposante, blütenreiche und gleichzeitig nützliche Staude sucht, sollte die Akeleiblättrige Wiesenraute unbedingt in Betracht ziehen.

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