Welche Pflanzen passen gut zu Montbretien?

Montbretien und ihre perfekten Pflanzpartner

01/07/2021

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Die Montbretie, auch bekannt als Crocosmia, ist mit ihren leuchtenden, farbenfrohen Blüten eine Bereicherung für jeden Sommergarten. Ihre anmutig gebogenen Triebe und die flammenden Farben von Gelb über Orange bis Rot ziehen alle Blicke auf sich. Doch welche Pflanzen passen eigentlich am besten zu diesen südamerikanischen Schönheiten? In diesem Artikel erfahren Sie alles über die idealen Pflanzpartner für Montbretien, um Ihren Garten in ein wahres Blütenmeer zu verwandeln.

Soll man verblühte Montbretien abschneiden?
Verwelkte Blütenstände der Montbretie sollten entfernt werden, damit die Pflanze all Ihre Energie in die Blüte stecken kann. Nach dem Ende der Blütezeit sollten die welken Triebe jedoch stehen bleiben, wenn die Pflanze im Freien überwintern soll. Sie wird erst im Frühjahr zurückgeschnitten.
Inhaltsverzeichnis

Harmonische Partner in ähnlichen Farben

Für ein stimmiges Gesamtbild im Garten eignen sich Pflanzen, die das warme Farbspektrum der Montbretien aufgreifen und ergänzen. Hier bieten sich vor allem Gräser und verschiedene Spätsommerstauden an, die eine ähnliche Farbpalette aufweisen und gleichzeitig interessante Texturkontraste schaffen.

  • Sonnenhut (Rudbeckia): Mit seinen sonnengelben Blütenköpfen und dem dunklen Zentrum bildet der Sonnenhut einen wunderbaren Hintergrund für die leuchtenden Montbretien. Die robuste Staude blüht ebenfalls im Spätsommer und harmoniert farblich perfekt.
  • Sonnenbraut (Helenium): Auch die Sonnenbraut begeistert mit warmen Gelb-, Orange- und Rottönen. Ihre Blüten sind etwas kleiner und filigraner als die des Sonnenhuts, was für eine abwechslungsreiche Optik sorgt.
  • Mädchenauge (Coreopsis): Das Mädchenauge ist ein weiterer dankbarer Blühpartner für Montbretien. Seine leuchtend gelben Blüten bringen Frische in das Beet und bilden einen schönen Kontrast zu den intensiveren Farben der Montbretien.
  • Fackellilie (Kniphofia): Die Fackellilie, auch Raketenblume genannt, ist ein echter Hingucker mit ihren auffälligen, kerzenartigen Blütenständen in Orange- und Rottönen. Sie ergänzt die Montbretie nicht nur farblich, sondern auch in ihrer extravaganten Form.

Diese Stauden teilen ähnliche Standortansprüche wie die Montbretie – einen sonnigen und warmen Platz mit gut durchlässigem Boden. Gemeinsam gepflanzt entsteht ein Beet, das den Spätsommer in warmen, leuchtenden Farben erstrahlen lässt.

Kontrastreiche Akzente mit blauen Blüten

Wer es etwas kontrastreicher mag, kann Montbretien wunderbar mit blaublühenden Pflanzen kombinieren. Blau und Orange bzw. Rot sind Komplementärfarben, die sich gegenseitig verstärken und für spannende Akzente im Garten sorgen. Hier einige Beispiele für gelungene Partnerschaften:

  • Berg-Aster (Aster amellus): Die zarten, lavendelblauen Blüten der Berg-Aster bilden einen sanften Kontrast zu den feurigen Montbretien. Die Aster blüht ebenfalls im Spätsommer und bringt eine elegante Note ins Beet.
  • Eisenhut (Aconitum carmichaelii): Der späte Eisenhut mit seinen tiefblauen Blütenständen ist ein imposanter Partner für Montbretien. Allerdings sollte man beim Eisenhut Vorsicht walten lassen, da er giftig ist. Tragen Sie bei der Gartenarbeit Handschuhe.
  • Tagblume (Commelina): Die Tagblume ist eine besondere Empfehlung. Ihre intensiv blauen Blüten öffnen sich zwar nur für einen Tag, aber die Pflanze bildet den ganzen Sommer über immer wieder neue Blüten. Die leuchtend blauen Farbtupfer setzen einen faszinierenden Kontrast zu den Montbretien.
  • Schmucklilie (Agapanthus): Die aus Südafrika stammende Schmucklilie mit ihren kugeligen, blauen Blütenständen ist ein exotischer Partner für Montbretien. Allerdings ist sie in unseren Breiten nicht winterhart und muss im Topf kultiviert und frostfrei überwintert werden.
  • Agastachen (z.B. Agastache ‘Black Adder’): Agastachen sind nicht nur bei Bienen beliebt, sondern auch optisch ein Gewinn. Sorten wie ‘Black Adder’ mit ihren tiefblauen Blütenähren blühen lange in den Spätsommer hinein und bilden einen schönen Kontrast zu Montbretien.
  • Niedrige Astern: Auch niedrig wachsende, blaublühende Asternarten eignen sich hervorragend als Begleitpflanzen für Montbretien. Sie füllen den vorderen Beetbereich und schaffen Tiefe im Arrangement.

Die Kombination von warmen und kühlen Farben erzeugt Lebendigkeit und Dynamik im Gartenbeet. Achten Sie bei der Auswahl blauer Begleitpflanzen auf die Wuchshöhe, damit die Montbretien nicht von zu dominanten Nachbarn überwuchert werden.

Welche Pflanzen passen gut zu Montbretien?
Sonnenhut (Rudbeckia), Sonnenbraut (Helenium), Mädchenauge (Coreopsis) und Fackellilie (Kniphofia) sind zum Beispiel harmonisch wirkende Partner für die Montbretie. Eindrucksvolle Kontraste hingegen entstehen mit dem Blau von Berg-Aster (Aster amellus), Eisenhut (Aconitum carmichaelii) oder der Tagblume (Commelina).

Urlaubsflair im Garten: Montbretien und Fuchsien

Für alle, die sich ein Stück Urlaubsfeeling in den Garten holen möchten, ist die Kombination von Montbretien mit Fuchsia magellanica eine wunderbare Idee. Diese winterharte Fuchsie, auch Scharlach-Fuchsie genannt, stammt ebenfalls aus wärmeren Regionen und erinnert mit ihren zierlichen, roten Blüten an südliche Gärten.

Obwohl die Fuchsia magellanica in unseren Breiten bis zum Boden zurückfriert, treibt sie im Frühjahr zuverlässig wieder aus und blüht üppig bis in den Spätherbst hinein. Zusammen mit den Montbretien entsteht ein Gartenbild, das an die Küstenlandschaften Irlands oder Cornwalls erinnert, wo beide Pflanzen oft wild wachsen.

Weitere Tipps zur Gestaltung mit Montbretien

Neben den genannten Pflanzen gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Gestaltung mit Montbretien beachtet werden sollten:

  • Standortwahl: Montbretien lieben die Sonne und einen warmen, geschützten Platz. Ein Standort in der Nähe einer Mauer oder Hauswand, die Wärme speichert, ist ideal.
  • Gruppenpflanzung: Pflanzen Sie Montbretien am besten in Gruppen, um ihre Wirkung zu verstärken. Eine Gruppe von 5-10 Knollen wirkt deutlich eindrucksvoller als einzelne Pflanzen.
  • Kübelbepflanzung: Montbretien eignen sich auch hervorragend für die Kübelbepflanzung auf Balkon und Terrasse. Achten Sie auf eine gute Drainage im Kübel, um Staunässe zu vermeiden.
  • Schnittblumen: Montbretien sind ausgezeichnete Schnittblumen. Schneiden Sie die Blütenstände, sobald sich die ersten Blüten öffnen, und stellen Sie sie in die Vase. Sie bringen sommerliche Frische ins Haus.

Pflegehinweise für Montbretien

Damit Ihre Montbretien und ihre Begleitpflanzen prächtig gedeihen, hier noch einige wichtige Pflegehinweise:

  • Pflanzzeit: Die Knollen werden im Frühjahr (März bis Mai) gepflanzt, sobald keine starken Fröste mehr zu erwarten sind.
  • Pflanztiefe: Pflanzen Sie die Knollen etwa 8-10 cm tief in den Boden.
  • Gießen: Montbretien sind empfindlich gegenüber Staunässe. Gießen Sie mäßig und lassen Sie die Erde zwischen den Wassergaben leicht antrocknen. In Kübeln ist eine gute Drainage besonders wichtig.
  • Düngen: Im Frühjahr und während der Blütezeit freuen sich Montbretien über eine Düngergabe. Verwenden Sie einen Langzeitdünger oder düngen Sie regelmäßig mit Flüssigdünger.
  • Winterschutz: In rauen Lagen benötigen Montbretien einen Winterschutz. Decken Sie die Pflanzstelle im Spätherbst mit Laub, Kompost oder Reisig ab. In sehr kalten Regionen ist es ratsam, die Knollen auszugraben und frostfrei zu überwintern.
  • Verblühtes entfernen: Entfernen Sie regelmäßig verblühte Blütenstände, um die Bildung neuer Blüten zu fördern und die Pflanze vital zu halten.

Fazit

Montbretien sind vielseitige und farbenfrohe Sommerblüher, die mit den richtigen Pflanzpartnern noch besser zur Geltung kommen. Ob harmonische Kombinationen in warmen Farben oder spannungsreiche Kontraste mit blauen Blüten – die Möglichkeiten sind vielfältig. Mit den hier vorgestellten Tipps und Anregungen können Sie Ihren Garten in ein blühendes Paradies verwandeln und die Schönheit der Montbretien in vollen Zügen genießen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Pflanzen und finden Sie Ihre persönlichen Lieblingskombinationen!

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